Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Kaiser Napoleon befiehlt die Schleifung der Befestigung in Hanau, November 1806
Nur wenige Tage nachdem die französischen Truppen in Hanau einmarschiert waren, erließ Kaiser Napoleon (1769–1821) am 5. November 1806 den Befehl, die alte Befestigung in Hanau zu schleifen. Vor allem die Festungswälle wurden abgetragen, während die Stadttore zum Teil noch einige Jahre erhalten blieben. Die Arbeiten dauerten bis 1829, als Kurfürst Wilhelm II. (1777-1847) die mittelalterlichen Teile des Stadtschlosses abreißen ließ. Erhalten blieben nur der repräsentative Bau des Frankfurter Tores. Durch die Niederlegung der Festungsanlagen gewannen die Bürger in unmittelbarer Nähe der Stadt Flächen, die in der Regel zunächst für Gärten genutzt wurden.
Bereits 1802 hatten französische Truppen in Frankfurt am Main mit der Schleifung der Wallanlagen begonnen. Ab 1807 konnten diese systematisch durch einen begrünten Anlagenring ersetzt werden.
Im März 1807 wurde auf Anweisung Napoleons auch in Marburg mit Sprengungen der noch verteidigungsfähigen Bauten der Festung angefangen.
(UH)
- Belege
- Hanau in der Epoche Napoleons, Hanauer Geschichtsblätter 47, Hanau 2014
- Elmar Brohl, Festungen in Hessen, Regensburg 2013 S. 123-130
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 199
- Weiterführende Informationen
- Empfohlene Zitierweise
- „Kaiser Napoleon befiehlt die Schleifung der Befestigung in Hanau, November 1806“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6042> (Stand: 19.12.2025)
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