Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Der neu erbaute "Heylshof" in Worms wird bezogen, November 1884
Nachdem das zuvor als Wohnhaus genutzte Gebäude, das „Heyls-Schlösschen“ in Worms, für die schnell wachsende Familie zu klein geworden war, ließ sich der Lederwarenfabrikant und Politiker Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim (1843–1923) ab 1881 von dem Architekten Alfred Friedrich Bluntschli (1842–1930) unweit des Domes eine repräsentative Villa, den „Heylshof“ im Stil des Neobarock, umgeben von einer großzügigen Gartenanlage, erbauen. Die prächtige Innenausstattung besorgte Lorenz Gedon (1844-1883) und im November 1884 kann das Palais bezogen werden.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau Sophie (1847–1915) veranstaltete der 1886 zusammen mit seinem Bruder Maximilian (1844–1925) geadelte Industrielle, deren Großvater Johann Cornelius Heyl (1792–1858) 1834 die „Heyl’schen Lederwerke“ in Worms gegründet hatte, hier zahlreiche gesellschaftliche Festivitäten und legte eine große Kunstsammlung an.
Das Gebäude mitsamt Garten und Kunstsammlung wurden am 15. Mai 1920 der „Stiftung Kunsthaus Heylshof“ testamentarisch vermacht. Seit 1926 ist hier die Kunstsammlung der Familie von Heyl, die neben Gemälden auch Porzellan, historische Gläser und Keramik umfasst, öffentlich zugänglich.
(UH)
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- Empfohlene Zitierweise
- „Der neu erbaute "Heylshof" in Worms wird bezogen, November 1884“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7803> (Stand: 1.10.2026)
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