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Hessische Biografie

Portrait

Cornelius Wilhelm Freiherr von Heyl zu Herrnsheim
(1843–1923)

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Heyl zu Herrnsheim, Cornelius Wilhelm Freiherr von [ID = 3290]

* 10.2.1843 Worms, † 25.9.1923 Pfauenmoos bei St. Gallen (Schweiz), Begräbnisort: Worms-Herrnsheim, evangelisch
Dr. jur. h.c.; Dr. phil. h.c. – Industrieller, Geheimer Rat, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch des Gymnasiums in Worms
  • 1852-1856 Besucher einer Privatschule in Darmstadt
  • 1856-1858 Besuch der Herrnhuter Knabenanstalt in Neuwied
  • Bildungsreisen nach England, Frankreich und Italien
  • seit 1861 Leiter der Lederwerke Cornelius Heyl AG in Worms, dann auch in Worms-Neuhausen
  • 1874-1881 und 1893-1918 Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis 7 Hessen-Heppenheim (nationalliberal)
  • seit 1877 Präsident des Ernst-Ludwig-Vereins (Hessischer Zentralverein zur Errichtung billiger Wohnungen)
  • 1877-1918 ernanntes Mitglied auf Lebenszeit der Ersten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen, 7.3.1877 Ernennung, 16.10.1877 Vereidigung
  • 1873-1880 und 1893-1923 Mitglied der Handelskammer Worms
  • 4.1878-1913 Mitglied der Wormser Stadtverordnetenversammlung als höchstbesteuerter Grundbesitzer
  • 1884 beteiligt an der Vorbereitung und Durchsetzung des Heidelberger Programms der Nationalliberalen
  • 1893-1895 Präsident der Handelskammer Worms
  • seit 1904 Vorsitzender des Verkehrsvereins Worms
  • 1905-1918 Dritter Präsident der Ersten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen
  • 25.11.1909 Kammerherr
  • Präsident des Fischereivereins für das Großherzogtum Hessen
  • Fideikommissherr auf Herrnsheim mit Guntershausen, Seehof-Hüttenfeld und Engelthal, Fideikommissherr auf Gerstruben bei Oberstorf, Allgäu, auf Monsheim, Hessen, und Pfauenmoos, Kanton St. Gallen
  • Hessischer Adelsstand und Freiherrnstand, geknüpft an den Besitz des Fideikommisses Herrnsheim: Darmstadt 31.3.1886
  • Ausdehnung des Freiherrnstandes auch auf die Kinder des Fideikommissbesitzers und seine Nachkommen ersten Grades: Darmstadt 31.3.1897
  • Ehrenbürger von Oppenheim am Rhein
  • 22.12.1899 Ehrenbürger von Worms
  • 26.3.1900 Verleihung des Komturkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen
  • 1902 Komthurkreuz I. Klasse des Königlich-Württembergischen Friedrichsordens
  • 1902 Komthurkreuz I. Klasse des Großherzoglich-Badischen Ordens vom Zähringer Löwen
  • 1903 Offiziersorden des Königs der Hellenen
  • 1903 Kaiserlich-Russischer Stanislausordens I. Klasse
  • 1907 Königlich-Preußíscher Kronenorden II. Klasse mit dem Stern
  • 23.12.1912 Wirklicher Geheimrat mit dem Prädikat "Exzellenz"
  • 1913 Doktor der Rechtswissenschaften h.c. der Universität Gießen
  • 3.3.1917 Verleihung des Großkreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen
  • nach 1918 Mitglied der Deutschen Volkspartei ohne politische Betätigung

Funktion:

  • Deuschland, Kaiserreich, Reichstag, Mitglied (NL), 1874-1881
  • Hessen, Großherzogtum, 22. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1877-1878
  • Hessen, Großherzogtum, 23. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1878-1881
  • Hessen, Großherzogtum, 24. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1881-1884
  • Hessen, Großherzogtum, 25. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1884-1887
  • Hessen, Großherzogtum, 26. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1887-1890
  • Hessen, Großherzogtum, 27. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1890-1893
  • Hessen, Großherzogtum, 28. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1893
  • Deuschland, Kaiserreich, Reichstag, Mitglied (NL), 1893-1918
  • Hessen, Großherzogtum, 29. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1893-1896
  • Hessen, Großherzogtum, 30. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1897-1899
  • Hessen, Großherzogtum, 31. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1899-1902
  • Hessen, Großherzogtum, 32. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1903-1905
  • Hessen, Großherzogtum, 33. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1905-1908
  • Hessen, Großherzogtum, Landtag, 1. Kammer, 3. Präsident, 1905-1908
  • Hessen, Großherzogtum, 34. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1908-1911
  • Hessen, Großherzogtum, 35. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1911-1914
  • Hessen, Großherzogtum, 36. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1914-1918

Werke:

  • Zur Geschichte der Familie Leutz von Eberbach, Heidelberg: Winter, 1915, Als Manuskript gedruckt
Familie

Vater:

Heyl, Daniel Cornelius* Friedrich, 1818-1844, Fabrikant

Mutter:

Frommel, Karoline Friederike Charlotte, 1822-1889, aus Karlsruhe

Partner:

  • Stein, Sophie, 1847-1915, Heirat Köln 24.6.1867, Tochter des Karl Stein, 1806-1868, Bankier, und der Marie Antoinette Jung

Verwandte:

  • Deichmann, Adrienne* Wilhelmine von, geb. Freiin von Heyl zu Herrnsheim <Tochter>, 1868-1949, verheiratet Worms 23.4.1892 mit Wilhelm von Deichmann, 1864-1929, auf der Mehlemer Aue bei Bad Godesberg
  • Leonhardi, Martha* Cornelia Freifrau von, geb. Freiin von Heyl zu Herrnsheim <Tochter>, 1870-1954, verheiratet Worms 2.4.1891 mit Hugo Freiherr von Leonhardi, 1864-1922, Fideikommissherr auf Groß-Karben, Doktor der Rechtswissenschaften, Großherzoglich-Hessischer Kammherr und Oberhofmeister a.D.
  • Heyl zu Herrnsheim, Cornelius* Wilhelm Karl Freiherr von <Sohn>, 1874-1954, Industrieller
  • Heyl zu Herrnsheim, Erwin* Maximilian Cornelius Freiherr von <Sohn>, 1877-1940, Doktor der Rechtswissenschaften, Kaiserlicher Legationsrat a.D., verheiratet Berlin 3.3.1917 mit Klara Seibt, 1877-1934
  • Ippach, Alice Sophie, geb. Freiin von Heyl zu Herrnsheim <Tochter>, 1881-1969, verheiratet I. Herrnsheim 23.10.1902 mit Max Edler von der Planitz, 1872-1915, gefallen bei Château Folie an der Lorettohöhe, Königlich-Preußischer Major, Abteilungs-Kommandeur im 1. Großherzoglich-Hessischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 25, verheiratet II. Baden-Baden 28.10.1919 mit Otto Graf von Königsmarck, 1872-1934, Landwirt, Major a.D., geschieden Breslau 1.3.1921, verheiratet III. Baden-Baden 27.8.1932 mit Karl Ippach, 1888-1958, Stadtmissionspfarrer
  • Heyl zu Herrnsheim, Maximilian* Otto Rudolf Cornelius Freiherr von <Sohn>, 1884-1952, Gutsbesitzer, Rittmeister a.D.
  • Heyl zu Herrnsheim, Ludwig* Cornelius Freiherr von <Sohn>, 1886-1962, Doktor der Rechtswissenschaften, Kaiserlicher Legationsrat a.D.
  • Hahn, Ferdinand von <Halbbruder>, 1859-1940, preußischer Adel 1913, Königlich-Preußischer General der Kavallerie, General-Adjutant des Großherzogs von Hessen
Nachweise

Quellen:

  • HStA Darmstadt R 4 und S 1

Literatur:

  • NDB 9, 1972, S. 82f. (Günther Kriegbaum)
  • Hessische Abgeordnete 1820–1933, Darmstadt 2008, Nr. 364
  • Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 184 f.
  • GHdA Freiherrliche Häuser B, Bd. V, 1970, S. 183
  • Günther Kriegbaum, Die parlamentarische Tätigkeit des Freiherrn C. W. Heyl zu Herrnsheim (Mainzer Abhandlungen zur mittleren und neueren Geschichte 9), 1962
  • Daniel Bonin, Cornelius Wilhelm Freiherr Heyl zu Herrnsheim. In: Volk und Scholle, 2 (März - Apr. 1924) S. 6-7, 69-72
  • Stiftung Kunsthaus Heylshof. Worms, 1992
  • Gerold Bönnen, Das Wormser Rathaus und der Rathausbezirk vom Mittelalter bis heute, Worms 2008

Bildquelle:

Staatsarchiv Darmstadt, R 4, Nr. 25448

Zitierweise
„Heyl zu Herrnsheim, Cornelius Wilhelm Freiherr von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118704516> (Stand: 2.10.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde