


→ Häuser in der Ludwigstraße (Hauptgebäude) aufrufen
Die Ludwigstraße führt in Fortsetzung der Thomasstraße hangabwärts nach Norden zum Kurpark und verbindet die → Louisenstraße mit der → Kaiser-Friedrich-Promenade. Ihre Anlage erfolgte 1839 in Folge der von Jakob Westerfeld entworfenen Stadterweiterung nach Osten. Der Straßenzug sollte nur einseitig bebaut werden, da auf seiner Westseite das Kurhaus mit den umgebenden Grünanlagen geplant und gebaut wurde.

Ausschnitt aus dem Pharus-Plan Homburg v. d. H. (1901–1907),
StA HG, S01, Nr. C11
Die Bebauung bestand aus traufständigen, spätklassizistischen Torfahrthäusern in Zeilenbauweise, die zu Ende des Jahrhunderts teilweise durch prächtige, großstädtisch anmutende Gebäude des Historismus ersetzt wurden (Nr. 2 u. 12). Sie reagierten auf das inzwischen durch Umbauten deutlich prachtvoller gestaltete Kurhaus.
Böse Eingriffe in diese gewachsene Substanz mit den für die Kurstadt Homburg typischen, durch Balkone ausgezeichneten Fassaden brachte die Zeit um 1970. Besonders der Sichtbetonbau der Wicker-Klinik beeinträchtigt das Gesamtbild. Allerdings fehlt den Häusern an der Ludwigstraße auch das historische Gegenüber des alten Kurhauses. Das dem Kurhaus angegliederte, und zur Ludwigstraße hin orientierte Hotel ist keine städtebauliche Glanzleistung.
Chr. Ottersbach
| Taxierte Nutzwerte (Durchschnitt) | 5530.00 | Mark |
|---|---|---|
| Brandkassenwerte (Durchschnitt) | 98554.44 | Mark |
| Geschosszahl (Durchschnitt) | 3.15 |