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Hessische Quellen zum Ersten Weltkrieg

↑ Kriegsgedichte in der Zeitung für das Dillthal, Juli / August 1914

Abschnitt 10: Unbekannt, Marianne und der Bär (Gedicht)

Marianne und der Bär.

Marianne hat so lang gegirrt
Mit ihrer Dirnenfratze,
Bis sie den russ'schen Bär gekirrt,
Daß er ihr gab die Tatze.

Nun kommt herbei das saubre Paar,
Um Deutschland zu bekriegen,
Doch unsre Losung, die ist klar:
Wir kämpfen und wir siegen.

Wir wollen das russ'sche Zottelier
Nach Herzenslust vergerben,
Und du, Marianne, merk es dir,
Du kommst diesmal zum Sterben.

Wir wollen endlich Ruhe haben
Vor gall'scher Gier und Tück,
Nicht eher wird das Schwert begraben
Und gibt es kein Zurück.

Drum hebt die Herzen auf zu Gott
Und laßt die Fahnen fliegen,
Er macht der Feinde Plan zum Spott,
Wir kämpfen und wir siegen.

Ein Kriegsfreiwilliger.


[Veröffentlicht in der Zeitung für das Dillthal vom 12. August 1914.]


Sachbegriffe: Kriegsgedichte · Zeitung für das Dillthal
Empfohlene Zitierweise: „Kriegsgedichte in der Zeitung für das Dillthal, Juli / August 1914, Abschnitt 10: Unbekannt, Marianne und der Bär (Gedicht)“, in: Hessische Quellen zum Ersten Weltkrieg <https://www.lagis-hessen.de/index.php/de/purl/resolve/subject/qhg/id/117-10> (aufgerufen am 05.05.2026)