Hessian Biography
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GND-ID
1031648860
Schaller, Laurentius [ID = 20913]
- * um 1420 Nürnberg, † 1497 Nürnberg (?)
Dr. jur. utr. – Jurist, Kanzler - Biographical Text
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Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Dr. beider Rechte, von Nürnberg (auch Laurentius Hermanni), immatrikuliert in Leipzig im Wintersemester 1439/40, 1448–1450 in Bologna, wurde 1463 von Markgraf Albrecht von Brandenburg, als dieser sein kaiserliches Landgericht der Burggrafschaft Nürnberg wieder aufrichtete, als Landschreiber bestellt1. Erhält 1467 Oktober 29 von Landgraf Ludwig II. eine Bestallung als Kanzler auf 5 Jahre, vom 4. Juni 1466 ab gerechnet. Dafür bekommt er jährlich 150 fl. halb zum 1. Mai und halb zu Weihnachten, der Landgraf hält ihm 4 reisige Pferde und gibt ihm dafür Futter und Mahl, Nagel und Eisen, Stroh und Heu und Ersatz seines reisigen Schadens. Er bekommt ferner für sich und seine Frau ein Haus und für seine Frau und sein Gesinde Holz nach Bedarf, ein gutes Mastschwein, eine gute Kuh, 3 hessische Malter Korn und 2 Fd. Bier. Außerdem bezieht er die Hälfte der Kanzleigefälle2. 1467 Dezember 27 quittiert er über den Empfang der 75 fl., die ihm zum ersten Mai und der 75 fl., die ihm zum jetzigen Weihnachtsfest fällig waren3. Er ist als hessischer Kanzler zuletzt nachweisbar 1470 Dezember 54, war aber noch 1473 November 19 in hessischen Diensten5. 1476 wurde seine nürnbergische Landschreiberbestallung erneuert. 1478 wird er zum Konsulenten der Stadt Nürnberg ernannt und bleibt in dieser Stellung bis 1495, während der Markgraf von Brandenburg ihn 1483 als lebenslänglichen Landschreiber bestätigt. Er ist 1497 verstorben6.
- Knod, Deutsche Studenten in Bologna S. 480 f. ↑
- Gundlach II Nr. 18. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/1 Bel.). ↑
- Ebd. 11/5 Bl. 29v. – Aber schon 1470 September 18 wird der „neue Kanzler“ genannt (Rechn. I, Vacha 111/15 Bl. 6 mehrfach), desgl. 1471 Oktober 30 (Rechn. I Eschwege 44/9 Bl, 8): 22 phund verczerte der nuwe cenczler mit unsers gn. h. speluden. ↑
- Rechn. I, Ziegenhain (118/6 Bl. 24v.). ↑
- Siehe Anm. 1. ↑
- Bibliography
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- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 497.
Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 732, Nr. 2593.
Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 2: Urkunden und Akten, Marburg 1932
Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 226
Knod, Deutsche Studenten in Bologna (1289-1562). Biographischer Index zu den Acta nationis Germanicae Universitatis Bononiensis, Berlin 1899
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 497.
