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The Book of Field Names of Southern Hesse
Siebig
- Commentary
- Der Name haftet an einer Hangmulde, in der sich Rinnsale sammeln und in einer langen Rinne (einem sog. Kandel, s. d.) abfließen. Er geht deshalb sicher nicht auf einen FamN zurück, sondern stellt eine kollektivierende Substantivbildung zum schwachen Verb sieben, mhd. siben dar: *sieb-ich im Sinne von: ‚wo Wasser siebartig (zusammenkommt)‘. Oder er gehört als Nebenform, ebenfalls kollektivierend, zu mhd. sîfen st. V. ‚tröpfeln, triefen‘, das auch dem FlN Seife (s. d.) zu Grunde liegt. Da dann nicht nur Vokalkürzung, sondern auch Verschlusslautbildung /f/ > /b/ angenommen werden muss, ist die erste Deutung angesichts fehlender historischer Belege wahrscheinlicher.
- Bibliography
- Lexer 2, 898 u. 2, 912. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Networking
- Wörterbuchnetz: → Siebig

