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Hessian Biography
Harsack, Christoph [ID = 20023]
- * um 1530 Eschwege, † nach 1590
Jurist, Kammerassessor - Biographical Text
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Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Christoph Harsack aus Eschwege1, Secretarius 1556 April 52, Kammersekretär 1556 September 103 bis 1567 April 304. Ein Abschiedsgesuch wurde 1563 Mai 30 abgeschlagen5. Landgraf Wilhelm IV. bestellte ihn 1570 März 4 zum Assessor und Diener in der Kanzlei zu Cassel6, als solcher ist er ununterbrochen nachweisbar bis 1590 August 317, Obereinnehmer der Türkensteuer derer vom Adel im Niederfürstentum8. Er war Schwiegersohn Johann Nordecks9.
- Christoph Cilicius studiert 1548 in Marburg (Stölzel, Stud. S. 45). Die Matrikel hat falsch Cilenius. ↑
- Von Adresse des Amtmanns zu Lippoldsberg Burghard v. Cramm: Urkunden, Kloster Lippoldsberg. ↑
- Nach seiner Unterschrift: Polit. Archiv I. ↑
- Testamentseröffnung Landgraf Philipps (Samtarchiv, Schubl. 88 Nr. 7). In der Casseler Landesbibliothek (Ms. Hass. fol. 176) befindet sich ein altes Archivrepertorium: Exträcte oder Auszuge aus allen brieflichen urkunden uber rente und zinse und andere gerechtigkeit der Antoniter vogtei zu Grunbergk, wilche brief in der furstlichen archiven verwaret werden. Verfertigt durch Christoffen Harsacken. Anno 1581. (Bis Bl. 136, von Bl. 137-212: Extracte aus allen brieflichen urkunden der vogtei Caldern.) ↑
- Ich setze die Resolution des Landgrafen hierher: Lieber getreuer. Wir haben dein schreiben underm dato Cassel den 25. Maii entpfangen, gelesen. Als du nun nach allerlei erzelten ursachen deines leibs plödigkeit halben bittest, das wir dich deines diensts mit gnaden erlassen und darzu einen anderen ordenen wolten, wissen wir solchs keins wegs zu thun, dann ob dich wol die krankheit nicht allerdings verlassen, so finden wir doch, das es umb dich also gethan, das du wol wider ufwarten kanst, und im fall da du gleich mit dem schreiben nit also gar fertig, kanstu doch unserer armen leut notturft uns fürtragen und referiren und darnach die bescheid, so wir geben werden, der schreiber einem in die fedder dictiren.
So ist dir auch zu deiner gesundheit mehr dienlich, das du haussen und nicht stettigs bei deiner frauen seiest, dann gewißlich, das du so sttetigs bei deiner frauen bist, deiner krankheit zum höchsten verursacht.
Soltes aber den verstand haben, das etwan du meinest, das wir dich des dinstes erlassen und etwan mit einem ampt versehen, die gedanken darfstu dir nit machen, dann wir können und wollen solchs nit thun, darumb so ist abermals unser bevelch, da du dich erhebest, zu uns verfuegest und uf deinen dienst, wie zuvor beschehen ist, wartest.
Das thun wir uns mit gnaden zu dir versehen. Datum Marpurg am 30. Maii anno 1563. Philips I. z. Hessen etc. sßt.
Was du in einer stunde mit lesen kanst, kanstu in drei, vier oder mehr stunden thun, und also die zeit darzu nehmen, dann wir wissen wol, das der schwindel nit allwege wehret.
Wann du ein monat, zwen oder drei von deiner frauen bist, würdestu sehen, das es umb deiner krankheit besser stehen würdet.
Mit dem transferieren der welschen hendel können wir dich noch ein zeit lang verschonen, dan wir sonst leut haben, die wir darzu gebrauchen können.
An secretarien Harsack.(Gleichzeitige Abschrift eines Handschreibens des Landgrafen M. St. S. 8395/96 Behörde und Beamte.) ↑ - Die Bestallung soll angehen 1569 Mai 1: Abdruck in Bd. 2 Nr. 124. Das Wandgemälde im Renthof zu Cassel von 1580 bezeichnet ihn als Rat und Secretarius (!) (ZHG 13, 369). ↑
- M. St. S. 4360. ↑
- Wohl erst zur Zeit des Landgrafen Moritz Er starb vor 1599 Mai 10. ↑
- Marburger Universitätsmatrikel z. J. 1600. Vgl. auch Knetsch in den Nachrichten der Gesellschaft für Familienkunde in Kurhessen und Waldeck. 3. Jg. (1928), S. 36. ↑
- Bibliography
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- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 422 f.
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 86 f.
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 2: Urkunden und Akten, Marburg 1932, Nr. 124
- Bernhardi, Landgraf Wilhelm IV. von Hessen und seine Räthe, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 13 (1871), S. 367-374
- Stölzel, Studierende der Jahre 1368 bis 1600 aus dem Gebiete des späteren Kurfürstenthums Hessen, Kassel 1875
