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Jewish Gravesites

Kahn, Dr. Elieser Lipmann (Leo) (1936) – Wiesbaden, Jüdischer Friedhof am Hellkundweg

Grave No. 273 → Site plan (PDF), Wiesbaden, Jüdischer Friedhof am Hellkundweg, Gemarkung Wiesbaden, Landeshauptstadt | Historical Gazetteer
External Properties | Inscription | Deceased | Indices | References | Citation
External Properties

Material:

Granit

Dimensions:

50 x 117 x 20 cm (B x H x T)

Placement:

stehend

Description:

Darstellung: segnende Hände am Grabsteinabschluss

Miscellaneous:

Im beigefügten Lageplan trägt der Stein die Grabnummer R22/1.

Reference:

Fotografie einer Gedenktafel aus grauem Marmor (angebracht von der Familie Wyler 1967 im Innenraum der Synagoge Friedrichstraße in Wiesbaden) für Elieser Lipmann Kahn, in: Aktives Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte in Wiesbaden e. V.: Ordner Altisraelischer Friedhof Am Hellkundweg Wiesbaden, Linke Seite B; Fotografie von und biographische Informationen zu Elieser Lipmann Kahn, in: Aktives Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte in Wiesbaden e. V.: Ordner Altisraelischer Friedhof Am Hellkundweg Wiesbaden Linke Seite B; Kahn, Ludwig D.: Die Familie Kahn von Sulzburg/Baden, Ihre Geschichte und Genealogie. Basel 1963 (STUB Frankfurt am Main, Signatur: S 24 1680); Kahn, Bezalel: Citadel of Splendor. The 500 Year Legacy of Jewish Sulzburg. New York 1995, S. 145-160 (Auszug und Übersetzung in: Aktives Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte in Wiesbaden e. V.: Ordner Altisraelischer Friedhof Am Hellkundweg Wiesbaden, Anhang C). Siehe auch: Presse, in: Aktives Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte in Wiesbaden e. V.: Ordner Altisraelischer Friedhof Am Hellkundweg Wiesbaden, Anhang C.

Inscription

Language (Front Side):

hebräisch

Language (Rear Side):

deutsch

Front Side:

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht

unser geliebter und teurer Rabbiner,

unser Lehrer, unser Leiter Rabbiner Rabbi Eliezer,

Sohn von Yitzchak Katz, gesegnet das Andenken des Gerechten,

Gründer unserer Gemeinde im Jahr

5630 und sie geleitet hat 55 Jahre.

Auch an seinen Ruhetagen setzte

sein Herz auf sie, bis sein Ende kam.

Geehrt geehrt! Wurdest gerufen

vor Deine gesegnete Hoheit.

Lernen und Lehren widmetest Du

Nächte und Tage, alle Deine Tage.

Deine Hand ist in Liebe ausgestreckt

für jeden, der sich Deinem Hause näherte.

Die Stahlsäule für

unseren Glauben warst Du in Deinem Heldentum.

Ein Strauß von Thora, Priesteramt und Königtum

hast Du in der Angelegenheit Deiner Gnade getragen.

Geboren am Gedaliah Fastentag (= 7.9.1842),

gestorben im guten Alter am 12. Cheschwan 5697 (= 28.10.1936).

Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens.


Notes:

Zeile 3 der hebräischen Inschrift: Katz = Abkürzung für Cohen-Zedek, Gerechtigkeits-Priester

Die Anfangsbuchstaben der Zeilen 9 bis 19 der hebräischen Inschrift ergeben den Namen "Eliezer" (Akrostichon).

Deceased

Person Details:

  1. Kahn, Dr. Elieser Lipmann (Leo)

    Birthday

    7.9.1842

    Day of Death

    28.10.1936

    Sex

    männlich

    Familienstand

    verwitwet

    Place of Origin

    Sulzburg

    Place of Residence

    Wiesbaden

    Place of Death

    Wiesbaden

    Role

    Rabbiner · Gemeindevorsteher · Doktor (promoviert)

Annotations:

kam am 16.12.1869 nach Wiesbaden; Synagogalname: Eliezer; Gründer der Altisraelitischen Kultusgemeinde Wiesbaden; Vater: Isaak (Yitzchak) Kahn; Mutter: Pauline Kahn, geborene Levy; Großvater: Leopold Kahn; Onkel und zugleich Schwiegervater: Jehuda Dukas; Tante und zugleich Schwiegermutter: Magdalena Dukas, geborene Kahn; Ehefrau: Sara Kahn, geborene Dukas (seine Cousine)[Wiesbaden, Jüdischer Friedhof am Hellkundweg, Stein Nr. 274]; Kinder (insgesamt sieben, alle in Wiesbaden geboren, drei von ihnen im Kindesalter verstorben und auf dem Friedhof Hellkundweg begraben): David Kahn (1872-1896) (siehe Hellkundweg Reihe 6/1?, linke Seite), Mathilde Kahn (1874-1888)[Wiesbaden, Jüdischer Friedhof am Hellkundweg, Stein Nr. 118], Brendine Kahn (1884-1894)[Wiesbaden, Jüdischer Friedhof am Hellkundweg, Stein Nr. 6], Jenny Löwenthal, geborene Kahn (geboren 1875, gestorben 1961 in Tel Aviv, verheiratet mit Dr. Albert Löwenthal, Rabbiner von Posen); Lea Bamberger, geborene Kahn (geboren 1877, gestorben 1914 in Hamburg, verheiratete mit Dr. Selig Bamberger, Rabbiner von Legnau, Schweiz); Rosa Wyler, geborene Kahn (geboren am 9.8.1878, gestorben am 19.1.1951 in Zürich, verheiratet seit 1903 mit Louis Wyler, Kaufmann in Baden, Schweiz); Klara Nußbaum, geborene Kahn (geboren 1883, gestorben vermutlich in Israel, verheiratete mit Meier Isaak Nußbaum aus Kassel, war literarisch tätig und schrieb im "Israelit")

Indices

Persons:

Kahn, Dr. Elieser Lipmann (Leo) · Kahn, Isaak · Kahn, Pauline, geborene Levy · Levy, Pauline, verheiratete Kahn · Kahn, Leopold · Dukas, Jehuda · Dukas, Magdalena, geborene Kahn · Kahn, Magdalena, verheiratete Dukas · Kahn, Sara, geborene Dukas · Dukas, Sara, verheiratete Kahn · Kahn, David · Kahn, Mathilde · Kahn, Brendine · Löwenthal, Jenny, geborene Kahn · Kahn, Jenny, verheiratete Löwenthal · Löwenthal, Dr. Albert · Bamberger, Lea, geborene Kahn · Kahn, Lea, verheiratete Bamberger · Bamberger, Dr. Selig · Wyler, Rosa, geborene Kahn · Kahn, Rosa, verheiratete Wyler · Wyler, Louis · Nußbaum, Klara, geborene Kahn · Kahn, Klara, verheiratete Nußbaum · Nußbaum, Meier Isaak · Eliezer, Sohn des Yitzchak · Yitzchak, Vater des Eliezer · Eliezer, Ehemann der Rivka Zerla · Rivka Terla, Ehefrau des Eliezer

Places:

Baden · Hamburg · Israel · Kassel · Legnau · Polen · Posen · Schweiz · Sulzburg · Tel Aviv · Wiesbaden · Zürich

Keywords:

Hände, segnende · Priesterhände · Rabbiner · Doktoren · Promovierte · Herren

References

Editing:

Corinna Linsner (Aktives Museum Spiegelgasse), Wiesbaden, 2001; Felix Maskow, Wiesbaden, 2025

Photographs:

Citation
„Kahn, Dr. Elieser Lipmann (Leo) (1936) – Wiesbaden, Jüdischer Friedhof am Hellkundweg“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/juf/id/20438> (Stand: 28.1.2026)