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Hessian Biography

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Portrait

Emil Gustav Friedrich Martin Niemöller
(1892–1984)

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Niemöller, Emil Gustav Friedrich Martin [ID = 1727]

* 14.1.1892 Lippstadt, † 6.3.1984 Wiesbaden, Begräbnisort: Wersen bei Osnabrück, evangelisch
D. – Theologe, Pfarrer, Kirchenpräsident
Other Names | Activity | Family Members | References | Life | Citation
Activity

Career:

  • Abitur in Elberfeld 1910 (Klassenbester)
  • 1910 Eintritt in die Kaiserliche Marine als Seekadett, 1915 zweiter Wachoffizier auf U 73, 1916 Steuermann auf U 39 (EK I), dann erster Offizier auf U 151, Mai 1918 Kapitän von UC 67, sah sich durch seinen Eid dem Kaiser bis zu dessen Tod 1941 verpflichtet
  • Ausbildung in der Landwirtschaft zwecks Auswanderung nach Argentinien
  • 1919-1923 Studium der Theologie an der Universitäten Münster
  • 1923 kommandierte während des Kapp-Putsches in Münster eines von drei „akademischen Schutzkorps“
  • 1924 ordiniert und Taufe seines Sohnes Heinz Hermann
  • Geschäftsführender Pfarrer beim Westfälischen Provinzialverband für innere Mission e. V., Mitglied des Stadtrats in Münster und im Verband der Inneren Mission
  • 1931-1937 Gemeindepfarrer in Berlin-Dahlem
  • 1933 Eintritt in die „Jungreformatorische Bewegung“, Gründung des Pfarrernotbundes
  • 1937 verhaftet und Untersuchungshaft in Moabit, nach dem Prozess „persönlicher Gefangener des Führers“ im Konzentrationslager Sachsenhausen, 1941 im Konzentrationslager Dachau, um seine Konversion zum katholischen Glauben voranzutreiben, was scheitert
  • 1939 meldet er sich als Freiwilliger, wird aber nicht freigelassen, 1945 nach Südtirol deportiert
  • Kritiker der Westintegration, lehnte bis zum Lebensende das parlamentarische Parteiensystem ab
  • 1945 stellvertretender Ratsvorsitzender und (bis 1956) Leiter des Außenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland
  • 1947 erster Kirchenpräsident der EKHN, „Stuttgarter Erklärung“, „Darmstädter Wort“
  • 1952 Moskaureise
  • 1954 Gespräche mit Hahn, Heisenberg und von Weizsäcker: Wandlung zum Pazifisten, Präsident der Friedensgesellschaft
  • 1958 Bestätigung der Präsidentschaft der EKHN mit nur einer Stimme Mehrheit
  • 1959 Kasseler Rede, dagegen Klage durch Franz-Josef Strauß
  • 1961-1968 Präsident des ÖRK
  • 1964 Rücktritt vom Amt des Kirchenpräsidenten der EKHN
  • 1966 Treffen mit Ho Tschi Minh (nordvietnamesischer Staats- und Parteiführer)
  • 1967 Auszeichnung mit dem Lenin-Friedenspreis
  • 1968 Herzanfall und Reduktion seines Arbeitspensums
  • 1971 Lenin-Medaille in Gold, Großkreuz des Bundesverdienstordens
  • 1977 Goldene DDR-Friedensmedaille
  • 1980 Krefelder Appell

Role:

  • Hessen und Nassau, Evangelische Kirche, Kirchenpräsident, 1947-1964

(Art-) Works:

Places of Residence:

  • Elberfeld; Münster (Westfalen)
Family Members

Father:

Niemöller, Johann Heinrich, GND, 1859–1941, aus Wersen, Dr. theol., 1884 Pfarrer in Lippstadt, 1900 in Elberfeld, Vorsitzender des Rheinischen Verbandes der Gustav-Adolf-Stiftung, Sohn des Gerhard Heinrich Niemöller, Lehrer, und der Christine Bäumer

Mother:

Müller, Paula, 1868–1956, Tochter des Gustav Müller, Kaufmann in Lippstadt

Partner(s):

  • Bremer, Else, † 7.8.1961 durch Autounfall, Tochter des August Bremer, Dr. med., Sanitätsrat in Elberfeld
  • Sell, Sibylle Augusta Sophia Freiin von, Heirat 1971. * 1923, Konfirmandin von Martin Niemöller, Tochter des Ulrich von Sell, 1884–1945, Schatullverwalter Kaiser Wilhelms II., und der Auguste von Brauchitsch

Relatives:

  • Niemöller, Brigitte <Tochter>
  • Niemöller, Heinz Hermann <Sohn>, * 1924
  • Niemöller, Jan <Sohn>, 1925–1998, Richter
  • Niemöller, Wilhelm <Bruder>, * Lippstadt 7.4.1898, † Bielefeld 13.10.1983, Pfarrer in Bielefeld, Chronist des kirchlichen Widerstandes im Dritten Reich, verheiratet 1924 mit Ingeborg Vowinkel, * 1900, Tochter des Emanuel Vohwinkel, 1898 Pfarrer an der Main-Christuskirche in Frankfurt , 1907 in Freudingen bei Laasphe
  • Bremer, Hermann <Schwager>, † 1918 (gefallen), Kamerad und Freund von Martin Niemöller
References

Bibliography:

Image Source:

Internet

Citation
„Niemöller, Emil Gustav Friedrich Martin“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118587900> (Stand: 9.3.2026)