Hessian Biography
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GND-ID
1388774585
Schützeberg, Heinrich von [ID = 21197]
- * um 1415 Zierenberg, † nach 1449
Jurist, Kanzler, Oberschreiber, Siegler, Notar - Biographical Text
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Biogramm bei Demandt, Personenstaat
[Von Zierenberg]1, studiert in den 30er Jahren in Erfurt2 und ist Magister, als er 1436 Juli 22 als Oberschreiber Landgraf Ludwigs I. bezeichnet wird3, hatte dieses Amt aber wahrscheinlich schon 1435 Dezember 8 inne4. 1437 Mai 13 heißt er oberster Schreiber und Siegler5, 1438 März 23 oberster Schreiber6 und Juli 14 Oberschreiber7. 1438 September 11 wird er als Kanzler des Landgrafen bezeichnet8. Er war Notar päpstlicher Autorität in Kassel 1442 November 299 und 1445 April 1210. 1446 Januar 6 wird Schützeberg von dem Schreiber Konrad Volkhard als Siegler erbeten und dabei nur einfach Meister Heinrich von Schützeberg genannt11. 1448 Dezember 22 heißt er der alte Siegler in Kassel12. – Er war verheiratet, denn 1449 Februar 25 verkauft der Gudensberger Pfarrer (und Rentmeister) Heinrich Reimbold an Heinrich von Schützeberg und dessen Frau Waltrud 2 MI. Korngülte für 50 fl.13.
- Schützeberg heißt eine Wüstung nordöstlich von Wolfhagen. Danach nennt sich eine Zierenberger Ratsfamilie, die 1383 April 29 einen Bürgermeister Heinrich Schützeberg stellt. 1424 Juni 1 belehnt Landgraf Ludwig einen Heinrich Schützeberg und seine Ganerben mit 2 Hufen zu Ehrsten (nördlich Zierenberg) (Kopiar 4 Nr. 45). ↑
- In den 30er Jahren des 15. Jhs. studieren drei Personen des Namens Schützenberg in Erfurt, nämlich 1432, 1435 und 1436, von denen zwei von Wolfhagen heißen, von denen jedoch für uns nur der erste in Frage kommt. ↑
- Urkk., Depositum der Stadt Gudensberg. ↑
- Gundlach III S. 247 zitiert aus der Marburger Rentereirechnung zu diesem Datum: 9 ½ tn. vor win, als meinster Heinrich gein Limpurg wulde. ↑
- Urkk., Kloster Merxhausen, Urkk., Kloster Breitenau. ↑
- Schultze, Kasseler Klöster Nr. 395. ↑
- v. Roques, Kaufunger UB I Nr. 413. ↑
- Rechn. I, Wolfhagen (115/3 Bl. 49): meister Heynrichs knecht, myns herren kenceller. Das ist die erste Nennung eines hessischen Kanzlers. ↑
- Urkk., Karthause Eppenberg, ↑
- Gundlach III S. 247 zitiert: Fritzlarer Kopialbuch VII Bl. 132. ↑
- Siehe unter Konrad Volkhard. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Cassel. ↑
- Ebd. ↑
- Bibliography
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- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 511.
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 796, Nr. 2792
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 246 f.
- v. Roques, Urkundenbuch des Klosters Kaufungen in Hessen, Bd. 1, Kassel 1900
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
