Historical Gazetteer
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- 5223 Queck
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- KDR 100, TK25 1900 ff.
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- Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 9. Lauterbach
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 76. Eiterfeld
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 75. Breitenbach - Gerichtsstätten
- Gerichtsplatz in Wehrda (Haunetal)
Further Information
Wehrda
-
Ortsteil · 252 m über NN
Gemeinde Haunetal, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Settlement ↑
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Settlement Type:
Dorf
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Localization:
14,7 km südwestlich von Bad Hersfeld
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Earliest Reference:
1303
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Settlement Development:
1928 erfolgt die Eingemeindung der aufgelösten Gutsbezirke Wehrda (von Stein) und Forst Hohenwehrda.
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Historical Names – Preliminary Note:
Die ältesten Belege beziehen sich nicht konkret auf das Dorf Wehrda, sondern auf die Burg Alt-Wehrda bzw. das Amt und Gericht.
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Historical Names:
- Werdowe (1303) [Hochschul- und Landesbibliothek Fulda, Kopialbuch der Abtei Fulda, Handschrift 100 B 6, Nr. 1242]
- Werdowe (1308) [Hochschul- und Landesbibliothek Fulda, Kopialbuch der Abtei Fulda, Handschrift 100 B 6, Nr. 1242]
- Werdowe, in (1310) [HStAM Best. Urk. 80 Nr. 659]
- Werdouwe (1378) [HStAM Best. Urk. 75 Nr. 537]
- Weerda (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 16,1]
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Naming:
- suburbium (1303, 1308)
- castrum et officium (1310)
- sloße, ampte und gerichte (1378
- Dorf (1560)
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Settlement Sites:
- Burg Alt-Wehrda
- Forsthaus Buchenborn
- Forsthaus Hohenwehrda
- Forsthaus von Stein
- Grabenhauk
- Gutsbezirk Wehrda von Stein
- Hadeboldes
- Harprechtes
- Hartprechts
- Karlshof
- Klebsmühle (Klebs)
- Schloss Hohenwehrda
- Trappenberg
- Trümbach
- Burg Alt-Wehrda (→ Castles, Palaces, Manor Houses)
- Rotes Schloss Wehrda (→ Castles, Palaces, Manor Houses)
- Schloss Hohenwehrda (→ Castles, Palaces, Manor Houses)
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Castles and Fortifications:
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Coordinates:
Gauß-Krüger: 3546967, 5622903
UTM: 32 U 546874 5621093
WGS84: 50.739734° N, 9.664303° O OpenLayers - Statistics ↑
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Location Code:
632008140
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Land Usage Statistics:
- 1885 (Hektar): 408, davon 240 Acker (= 58.82 %), 85 Wiesen (= 20.83 %), 56 Holzungen (= 13.73 %)
- 1961 (Hektar): 1643, davon 1010 Wald (= 61.47 %)
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Population Statistics:
- 1557: 34 steuerpflichtige Güter und 11 Personen Dienstpersonal
- 1569: 35 steuerpflichtige Güter und 3 Personen Dienstpersonal
- 1808 98 Feuerstellen mit 628 christlichen und 124 jüdischen Bewohnern
- 1885: 609, davon 491 evangelisch (= 80.62 %), 26 katholisch (= 4.27 %), 94 Juden (= 15.44 %)
- 1961: 782, davon 656 evangelisch (= 83.89 %), 120 katholisch (= 15.35 %)
- 1970: 693
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Charts:

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Constitution ↑
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Administrative Area:
- 1308: Reichsabtei Fulda, Gericht Wehrda (von Trümbach)
- 1308: Reichsabtei Fulda, Gericht Wehrda (von Trümbach und von Buchenau)
- 1557: Fürstentum Fulda, Ritterschaftliches Patrimonialgericht Wehrda (Herren von Trümbach)
- 1597: Fürstentum Fulda, Ritterschaftliches Patrimonialgericht Wehrda (Herren von der Tann)
- 1711: Fürstentum Fulda, Ritterschaftliches Patrimonialgericht Wehrda (Herren von Trümbach 2/3, von Heringen 1/3)
- 1787: Fürstentum Fulda, Ritterschaftliches Patrimonialgericht Wehrda (Herren von Trümbach und von Heringn)
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Cent Neukirchen
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Burghaun
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
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Former Administrative District:
Hünfeld
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Court:
- 1822: Justizamt Burghaun
- 1867: Amtsgericht Burghaun
- 1932: Amtsgericht Hünfeld
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Lordship:
Wehrda gehörte mit der Burg seit dem Spätmittelalter zum Territorium der Reichsabtei Fulda im Gericht Wehrda. Durch dauernde Verpfändungen entglitten die Herrschaftsrechte dem Stift.
1303 verkauft der Abt von Fulda die Burg Wehrda mit dem Allod im suburbium, so, wie er sie selbst erworben hat, an den Ritter Johannes von Beenhausen. 1308 wird das Gericht erwähnt, das der Abt dem Ritter Hartrad von Trümbach versetzte. Teile des Besitzes gelangten in der Folgezeit als Pfandbesitz auch an die von Buchenau, die von der Tann und andere Adelsfamilien. 1507 gestattet der Abt von Fulda, dass Albrecht von Trümbach, der bereits den größten Teil des Amtes besaß, auch die Pfandteile der von Buchenau und von Hattenbach an sich löste. Mit der Verlegung des Herrschaftsitzes von Burg Alt-Wehrda in das Rote Schloss Wehrda, mit dem der Abt von Fulda Karl von Trümbach belehnt, werd Wehrda selbst Mittelpunkt des Gerichts. Die Familie von Trümbach benennt sich nunmehr nach Wehrda. 1560 belehnt Abt Wolfgang von Fulda Lukas von Trümbach zu Wehrda, Amtmann in Burghaun, u.a. mit einer Behausung im Dorf Wehrda.
Ende des 16. Jahrhunderts gelingt es dem Geschlecht von der Tann, in das Gericht Wehrda und damit auch in das Dorf vorzudringen und in Konkurrenz zu den von Trümbach zu treten. 1687 ertauschten die von der Tann schließlich die Hälfte am Schloss und Vogtei mit der Zentgerichtsbarkeit von Fulda, gaben sie aber 1711 wieder an das Stift zurück. Fulda überließ schließlich 1786 diese Hälfte denen von Trümbach und von Heringen, die sich bereits die andere Hälfte teilten. 1808 besaßen die von Trümbach 2/3, die von Heringen 1/3.
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Recent Developments:
Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Haunetal eingegliedert.
- Property ↑
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Manorial System and Landholding:
- Kloster Fulda
- Church and Religion ↑
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Local Churches:
- 1476: Errichtung einer Kapelle durch Albrecht von Trümbach, Kaplan 1489 erwähnt. Heutige Kirche 1567 errichtet, 1733 erweitert.
- Im Kern romanischer Chorturm mit gotischem Schiff als einfacher Saalbau, 1567 erneuert. Grablege der von Trümbach
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Parochial Affiliation:
Zunächst vermutlich zu Schletzenrod gehörig, seit der Reformation Filial von Rhina, 1570 Pfarrort. Von 1680 bis 1710 wurde Langenschwarz mitbetreut. Zum Kirchspiel gehörten Rhina, Schletzenrod und Rhina.
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Patronage:
Im 19. Jahrhundert die Herren von Trümbach und Herren von Stein
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Diakonische Einrichtung:
1926 nach Ritter, Kirchliches Handbuch, S. 249 eine Gemeindestation mit einer Schwester; 1926 - 1957, 1978 - 1986 Schwesternstation (Landeskirchliches Archiv Kassel, E 1 Wehrda Pfarrarchiv Wehrda (KKR Fulda)
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Conversions:
Einführung der Reformation vermutlich um 1530.
Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Martin Hugo 1588-1590
1628 scheitert der Versuch, das katholische Bekenntnis einzuführen.
Seit 1818 unierte Pfarrei.
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Jews:
Provinzial Rabbinat Fulda, Langenschwarz Anfang des 19. Jahrhunderts angeschlossen.
1835: 139; 1861: 130; 1905: 77; 1932/33: 28 Juden. Nach 1933 verließen viele Juden den Ort.
Erste Hinweise auf Juden finden sich in dem Gebiet um den Ort bereits Mitte des 14. Jahrhunderts.
Zwischen 1764 und 1833 waren insgesamt 14 jüdische Familien im Ort ansässig.
1804 wurde eine Synagoge gebaut und eingeweiht; zuvor waren Gottesdienste privat gehalten worden. Das Holz für den Synagogenbau war von den Herren von Trümbach gespendet worden. Nach 1933 wurde der Gottesdienst in Rhina besucht, da die Wehrdaer Gemeinde nicht mehr genügend Mitglieder hatte. 1935/36 soll sich die Gemeinde aufgelöst haben.
Im Ort gab es eine israelitische Elemantarschule.
Beschäftigt waren die Juden vornehmlich im Handel und in der Landwirtschaft.
Zunächst wurde der Friedhof Burghaun genutzt, seit 1853 war ein Friedhof vor Ort. Er lag nördlich des Dorfes zwischen der Ruine Altwehrda und Schloss Hohenwehrda. (alemannia-judaica)
- Culture ↑
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Schools:
1910 Volksschule mit zwei Klassen
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Language History (Digital Facsimiles):
- Economy ↑
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Central Function:
1738 umfasst das Gericht Wehrda die Orte Kleinmoor, Rhina, Schletzenrod, Wehrda und Wetzlos, 1787 Rhina (ohne die hessen-kasselischen Häuser), Schletzenrod, Werda, Weglos, Hohenwehrda (Schloss)
- References ↑
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Bibliography:
- H. Neuber, Haunetaler Geschichte, S. 45-46, 73-74, 94, 110, 128-140, 176-181, 226 (Statistik)
- Denkmaltopographie Landkreis Hersfeld-Rotenburg 1, S. 358-371
- B. Jäger, Fürstentum Fulda, S. 403, 407-408
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 201
- Hofemann, Reichsabtei Fulda, S. 244 (Register)
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 497
- Aschkewitz, Pfarrergeschichte des Sprengels Hanau, S. 967ff.
- Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen: Anfang, Untergang, Neubeginn, Bd. 2, S. 348-350
- Citation ↑
- „Wehrda, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/3336> (Stand: 18.9.2026)

