Hesse in the 19th and 20th Centuries

Schloss Philippsruhe wird an Landgraf Friedrich Wilhelm von Hessen übergeben, 25. Februar 1875
Am 25. Februar 1875 wird Schloss Philippsruhe bei Hanau laut des 1873 geschlossenen Staatsvertrags zwischen Preußen und den ehemaligen hessischen Kurfürsten an den Landgraf Friedrich Wilhelm von Hessen-Rumpenheim (1820–1884) übergeben. Das barocke Schloss, das ab 1701 von Graf Philipp Reinhard von Hanau (1664–1712) errichtet worden war, war nach dem Aussterben des Grafengeschlechts 1736 an die Landgrafen von Hessen-Kassel gekommen. Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) ließ die Innenräume des Schlosses 1821 bis 1827 durch Johann Conrad Bromeis (1788–1855) klassizistisch umgestalten und bezog es nach seiner Abdankung 1831.
Landgraf Friedrich Wilhelm ließ das Schloss, das 1870/71 auch als Lazarett gedient hatte, in den Jahren 1875 bis 1880 zu seiner Residenz umbauen. Nach den Plänen des dänischen Architekten Ferdinand Meldahl (1827–1908) und unter Mitwirkung des Frankfurter Bildhauers und Inneneinrichters Johannes Dielmann (1819–1886) wurde der Mittelflügel erweitert und mit neuen Räumen im historistischen Stil ausgestattet. Der barocke Garten wurde zu einem englischen Landschaftspark umgestaltet.
Die musikliebende Landgräfin Anna von Hessen (1836–1918) veranstaltete dort wie auch in ihrem Haus in Frankfurt Hauskonzerte mit renommierten Musikern ihrer Zeit, zu denen unter anderem die seit 1878 an Dr. Hoch’s Konservatorium lehrende Pianistin und Komponistin Clara Schumann (1819–1896) gehörte.
(UH)
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- „Schloss Philippsruhe wird an Landgraf Friedrich Wilhelm von Hessen übergeben, 25. Februar 1875“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7733> (Stand: 27.11.2025)
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