Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Historical Gazetteer

Outline map of Hesse
Ordnance Map
5123 Niederaula
Modern Maps
Kartenangebot der Landesvermessung
Topographical Maps
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historical Maps
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 65. Niederaula

Reckerode

Ortsteil · 320 m über NN
Gemeinde Kirchheim, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

8 km westlich von Bad Hersfeld

Geographical Situation:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung am Wälsebach, einem kleinen linksseitigen Zufluss zur Aula. Kirche auf leichter Anhöhe. Durch den Ort führt als Hauptachse die L 3159 (Reckeröder Straße) von Kirchheim Richtung Bad Hersfeld. Am Westrand der Ortsgemarkung verläuft die A 7

Earliest Reference:

1332

Settlement Development:

1505 ist der Ort offenbar wüst

Historical Names:

Naming:

  • Wüstung (1505)
  • Dorf, Dorfschaft (1766)

Settlement Sites:

Land Consolidation:

1906

Earliest Local Map:

1732

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3542191, 5636530
UTM: 32 U 542100 5634715
WGS84: 50.862589° N, 9.598211° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

632011090

Land Usage Statistics:

  • 1885 (Hektar): 308, davon 179 Acker (= 58.12 %), 38 Wiesen (= 12.34 %), 12 Holzungen (= 3.90 %)
  • 1961 (Hektar): 1424, davon 1132 Wald (= 79.49 %)

Population Statistics:

  • um 1610: 35 Hausgesesse
  • 1628: 35 Hausgesesse
  • 1673: 9 Hausgesesse
  • 1747: 25 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1766: 29 steuerpflichtige Häuser mit 154 Menschen; Gewerbetreibende: 1 Maurer, 1 Wagner, 1 Zimmermann, 1 Schneider, 2 Leineweber, so auch tagelohnen, 3 Leineweber so Ackerleute und nun auch ihre eigen Tuch machen, 2 Tagelöhner, 1 Wirt, und 14, so bloss Ackerbau treiben (HStAM Best. 49 d, Hersfeld Nr. 363)
  • 1885: 215, davon 215 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 230, davon 203 evangelisch (= 88.26 %), 25 katholisch (= 10.87 %)
  • 1970: 217

Charts:

Reckerode: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Obergeis
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula (zuletzt Landgericht Hersfeld)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Former Administrative District:

Hersfeld

Court:

  • vor 1822: Amt Niederaula
  • 1822: Landgericht Hersfeld
  • 1832: Justizamt Niederaula
  • 1867: Amtsgericht Niederaula
  • 1879: Amtsgericht Niederaula
  • 1932: Amtsgericht Bad Hersfeld
  • 1933: Amtsgericht Oberaula (Zweigstelle Niederaula)
  • 1943: Amtsgericht Oberaula
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Lordship:

Spätestens Mitte des 14. Jahrhunderts hat Kloster Hersfeld Zinseinkünfte in Reckerode. Bis zur Auflösung des Stifts Hersfeld und seinem endgültigen Übergang an die Landgrafschaft Hessen 1651 ist Reckerode in hersfeldischem Besitz und ist dem Amt Niederaula zugeordnet. Es gehört zu den Dörfern, mit denen die Äbte von Hersfeld ihre Burgmannen in Hattenbach ausstatteten.

1362 bestätigt Ludwig von Hattenbach dem Apel Siferts aus Reckerode und dessen Ehefrau Gele die Veräußerung einer Hufe in Reckerode samt Zubehör. Die Hattenbacher hatten also neben Lehens- auch Eigenbesitz in Reckerode.

1505 treten die Schlitz genannt von Görtz dem Kloster Hersfeld in einem Vergleich ihre Gerechtigkeit an der Wüstung Reckerode ab. 1530 behauptet Hersfeld seinen Besitz in Reckerode gegenüber den Hattenbachern.

1766 steht das Dorf mit aller Gerichts- und Gerechtsbarkeit den Landgrafen von Hessen zu.

Recent Developments:

Am 01.08.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Kirchheim eingegliedert.

Property

Local Nobility:

1332 bis nach 1727

Church and Religion

Local Churches:

  • 1766 ist eine Kirche vorhanden
  • Spätgotischer Chorturm mit kurzem Anfang des 19. Jahrhunderts verändertem Schiff. 1926 renoviert, 1963 innen neu gestaltet

Parochial Affiliation:

1560 zu Niederaula, 1747, 1766, 1872 und 1994 zu Kirchheim

Conversions:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Culture

Schools:

1766 ist ein Schulhaus vorhanden, in dem der Schulmeister wohnt.

1910 einklassige Volksschule

Language History (Digital Facsimiles):

Economy

Mills:

1766 ist keine Mühle vorhanden

References

Bibliography:

Citation
„Reckerode, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/3273> (Stand: 20.2.2026)