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Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
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- 1960
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- 1980
- 1990
- 2000
- Sommer 1949: Gründung des Arbeitskreises Schlüchternplan zur Durchführung eines Flüchtlingseingliederungsprogramms
Mit dem von dem Soziologen Ludwig Neundörfer (1901–1975; Leiter des Soziographischen Instituts an der Universität Frankfurt) angestoßenen „Schlüchternplan“ wird unter Trägerschaft verschiedener Kreis- und Kommunalverbände (ohne Beteiligung des Landes Hessen) ein Selbsthilfeprogramm zur Schaffung von Arbeitsplätzen ins Leben gerufen. Das Programm ist kreisbezogen und beschränkt sich ... »Details - Juli 1949: Erste Ausgabe der Opel-Mitarbeiterzeitschrift „Opel-Post“
Mit der Juli-Ausgabe startet die Mitarbeiterzeitschrift der Adam-Opel-AG. Sie trägt den Namen „Opel-Post“. Die „Opel-Post“ bleibt in der Folgezeit über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg ein zentraler Bestandteil der innerbetrieblichen Kommunikation des Automobilherstellers. (KU) ... »Details - 25. Juli 1949: Thomas Mann nimmt den Gothepreis entgegen und hält eine „Ansprache zum Goethejahr“
Thomas Mann nimmt in der Paulskirche zu Frankfurt am Main den Goethepreis der Stadt Frankfurt entgegen. Seine Festrede, die als „Ansprache im Goethejahr 1949“ bekannt und später publiziert wird, hält der Anfang der 1930er Jahre in die Vereinigten Staaten emigrierte Schriftsteller in fast identischer Form (unter Hinzufügung einer Einleitung) nochmals am 1. August 1949 im Nationaltheater zu ... »Details - 14. August 1949: FDP in Hessen bei Bundestagswahlen zweitstärkste Partei, CDU mit starken Verlusten
Bei den ersten Wahlen zum Deutschen Bundestag wird in Hessen die mit der NPD verbundene FDP0=Die nationalkonservative, betont antisozialistisch und föderalistisch auftretende Nationaldemokratische Partei (NPD; nicht zu verwechseln mit der 1964 aus der Deutschen Reichspartei hervorgegangenen rechtsextremen Partei gleichen Namens) verbucht in Hessen bereits seit den Gemeindewahlen 1948 größere ... »Details - 14. August 1949: Frankfurt wird Sitz der amerikanischen Militärverwaltung in Deutschland
Die Presseagentur Associated Press (AP) meldet, dass Frankfurt am Main zum Sitz der amerikanischen Militärregierung in Deutschland (Office of Military Government of the United States (OMGUS)) bestimmt wurde. In Berlin verbleiben nur noch die amerikanische Stadtkommandantur und ein Verbindungsstab.(OV) ... »Details - 28. August 1949: Verleihung der Goetheplakette der Stadt Frankfurt
In einem Festakt zum 200. Geburtstag Goethes in der Paulskirche wird erstmals die von der Stadt Frankfurt am Main gestiftete Goetheplakette verliehen.(OV) ... »Details - 30. August 1949: Hessischer Landtag wählt die Mitglieder der ersten Bundesversammlung
In der 65. Plenarsitzung des Hessischen Landtags werden die insgesamt 36 hessischen Vertreter*innen für die sich erstmals am 12. September 1949 konstituierende Bundesversammlung gewählt. Bei der Wahl entfallen auf die SPD 16 Mandate, auf die CDU elf, die FDP darf fünf Vertreter nach Bonn entsenden, die KPD vier. ... »Details - 1. September 1949: Wahl eines Chefarztes in Offenbach löst Antisemitismus-Diskussion aus
Der Magistrat der Stadt Offenbach am Main wählt einen neuen Chefarzt für die Frauenklinik des Stadtkrankenhauses. Dabei kommt es zu Vorkommnissen, die dem Magistrat den Vorwurf des Antisemitismus einbringen. ... »Details - 10.-11. September 1949: Gespräche über eine „Wissenschaft von der Politik“ im Schloss Waldleiningen
Auf Einladung des hessischen Staatsministeriums findet im Odenwald-Schloss Waldleiningen eine Konferenz über die „Einführung der politischen Wissenschaften an den deutschen Universitäten und Hochschulen“ statt. An ihr nehmen 99 Persönlichkeiten teil, unter ihnen neben Vertretern der alliierten Militärbehörden vor allem Repräsentanten deutscher Kultusverwaltungen und Universitäten, ... »Details - 17. September 1949: Erste Frankfurter Buchmesse nach dem Krieg in der Paulskirche
In der Paulskirche wird die erste Frankfurter Buchmesse nach dem Krieg eröffnet. Sie hat vom 18. bis 23. September ihre Tore geöffnet.(OV) ... »Details - 20. September 1949: Anton Storch wird Arbeitsminister im Kabinett Adenauer
Einziger Hesse im ersten Kabinett des Bundeskanzlers Konrad Adenauer (1876–1967; CDU) ist der aus Fulda stammende Arbeitsminister Anton Storch (1892–1975; CDU). Der gelernte Tischler hatte sich in der Weimarer Republik als Sekretär des Zentralverbands der christlichen Holzarbeiter und Leiter des Landesverbands des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds in Niedersachsen betätigt. 1945 ... »Details - 8.Oktober 1949: Erste Verkaufsausstellung für Offenbacher Lederwaren
Unter dem Titel „Lederwarenindustrie und Marshallplan“ wird in der früheren Synagoge der jüdischen Gemeinde in Offenbach am Main, dem jetzigen Theater an der Goethestraße, die erste Verkaufsausstellung für Offenbacher Lederwaren und Reiseartikel eröffnet, an der sich 55 vorwiegend aus dem Raum Offenbach stammende Aussteller beteiligten. Ermöglicht wird die Leistungsschau, die das ... »Details - 10. Oktober 1949: Hessischer Finanzminister Hilpert legt sein Bundestagsmandat nieder
Werner Hilpert (1897–1957), Mitbegründer und Landesvorsitzender der CDU in Hessen und zugleich Hessischer Minister der Finanzen, legt sein Mandat im ersten Deutschen Bundestag nach nur wenigen Wochen nieder.0=Der 1. Deutsche Bundestag war am 7. September 1949 zu seiner ersten Sitzung zusammengetreten. Die hessischen Ergebnisse der ersten Bundestagswahl finden sich hier. Für Hilpert rückt ... »Details - 21.-22. Oktober 1949: Landesparteitag der CDU in Kassel
In Kassel findet der Landesparteitag der CDU statt. Entgegen den seit dem Vorjahr immer deutlicher zutage getretenen inneren Widerständen besonders der nordhessischen Kreisverbände gegen die seit der Landtagswahl 1946 bestehende Wiesbadener Koalition mit der SPD geben sich die versammelten Delegierten einmütig. Der Landesvorsitzende Dr. Werner Hilpert (1897–1957), zugleich hessischer Minister ... »Details - 31. Oktober 1949: Keine deutliche Zunahme von Flüchtlingen nach Gründung der DDR
Auf eine Anfrage hin teilt das hessische Innenministerium mit, dass nach der Bildung der „Ostzonenregierung“ (am 7. Oktober 1949) an der bayerischen und hessischen Zonengrenze bis zum 25. Oktober kein „verstärkter Drang von illegalen Grenzgängern“ festgestellt worden sei. Im Unterschied dazu würde aus Niedersachsen eine Zunahme des Flüchtlingsstroms und eine Überfüllung des ... »Details - 1. November 1949: Erste Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
In Frankfurt am Main erscheint die erste Ausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Gründungsherausgeber sind die deutschen Journalisten bzw. Publizisten Hans Baumgarten (1900–1968), Erich Dombrowski (1882–1972), Karl Korn (1908–1991), Paul Sethe (1901–1967) und Erich Welter (1900–1982). Einige der bei der FAZ tätigen Redakteure arbeiteten zuvor schon bei der 1856 ... »Details - 1. November 1949: Umbildung des Kabinetts von Ministerpräsident Christian Stock (SPD)
Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) bildet sein Kabinett um. Justizminister Georg August Zinn (1901–1976; SPD), der Minister für Wirtschaft und Verkehr Harald Koch (1907–1992; SPD), Landwirtschaftsminister Karl Lorberg (1891–1972; CDU) und Arbeitsminister Josef Arndgen (1884–1966; CDU) scheiden aus dem Kabinett aus. Neu in der Landesregierung sind Albert Wagner ... »Details - 2. November 1949: Regierungskommission Adenauers wegen Unterbringungsmöglichkeiten von Bundesorganen in Hessen
Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967; CDU) erklärt in Bonn, dass eine Regierungskommission Frankfurt am Main und andere hessische Städte mit dem Auftrag besucht habe, „die Möglichkeiten einer Unterbringung der Bundesorgane in Frankfurt, Offenbach und Bad Homburg zu prüfen“. Die hessische Landesregierung sei vom Eintreffen dieser Kommission in Frankfurt am Main und den anderen ... »Details - 3. November 1949: Entscheidung für Bonn als Bundeshauptstadt gegen Frankfurt
In Bonn fällt die Entscheidung zugunsten Bonns als Sitz der Bundesorgane gegen den Vorschlag, Frankfurt am Main zur Bundeshauptstadt zu machen. 200 Abgeordnete stimmen für Bonn, 176 für Frankfurt am Main, drei enthalten sich der Stimme. Elf Stimmzettel sind ungültig. Gegen die Stimmen der SPD, der KPD, der Bayernpartei, der Wiederaufbauvereinigung und eines Teils der FDP wird geheim ... »Details - 4. November 1949: FDP-Antrag auf Verlegung der Landeshauptstadt nach Frankfurt
Der FDP-Landtagsabgeordnete Karl Theodor Bleek (1898–1969) fordert gegenüber dem Landtagspräsidenten die Verlegung des Sitzes des Hessischen Landtags von Wiesbaden nach Frankfurt am Main als ersten Punkt auf die Tagesordnung der Landtagssitzung vom 9. November 1949 zu setzen.(OV) ... »Details - 4. November 1949: Festlegung der Diäten für die Mitglieder des Hessischen Staatsgerichtshofs
Das Gesetz über die Entschädigung der Mitglieder des Hessischen Staatsgerichtshofs wird im Rechtsausschuss des Hessischen Landtags beraten. Der Ausschuss schlägt vor, dem Präsidenten des Staatsgerichtshofs Diäten von 200 DM monatlich zu zahlen, dem Vizepräsidenten des Gerichtshofs und dem Landesanwalt eine Entschädigung von 150 DM und dem Stellvertretenden Landesanwalt 100 DM pro Monat zu ... »Details - 8. November 1949: Direktor der amerikanischen Landeskommission für Wiesbaden als Landeshauptstadt
In der Diskussion über eine Verlegung des Sitzes der Hessischen Landesregierung von Wiesbaden nach Frankfurt am Main (vgl. 4. November 1949) tritt der Direktor der amerikanischen Landeskommission für Hessen, Col. Dr. James R. Newman (1902–1964), grundsätzlich dafür ein, den Sitz der Landesregierung in Wiesbaden zu belassen. Würde der Regierungssitz nach Frankfurt verlegt, würde dadurch ... »Details - 8. November 1949: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit beklagt Antisemitismus in Hessen
Die Gesellschaften für Christlich-jüdische Zusammenarbeit in Frankfurt am Main und Wiesbaden fordern den hessischen Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) in einem gemeinsamen Schreiben auf, gegen antisemitische Umtriebe in Hessen einzuschreiten. „Wenn Friedhofsschändungen immer wieder fast ausschließlich auf Übermut und Ahnungslosigkeit spielender Kinder zurückgeführt ... »Details - 9. November 1949: Regierungserklärung von Ministerpräsident Stock im Landtag
Der hessische Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) stellt dem Hessischen Landtag in seiner 68. Plenarsitzung sein neues Kabinett vor und gibt dazu eine Regierungserklärung ab. Er teilt mit, dass die Landesregierung in Zukunft nur noch aus dem Ministerpräsidenten und vier Fachministern bestehen wird, nämlich den Ministern für Inneres, für Finanzen, für Erziehung, Volksbildung ... »Details - 9. November 1949: Erste Sitzung des Interministeriellen Ausschusses für Ausfuhrgarantien und Ausfuhrbürgschaften
In Frankfurt-Höchst trifft sich der Interministerielle Ausschuss (IMA) für Ausfuhrgarantien und Ausfuhrbürgschaften, das Entscheidungsgremium für die Vergabe von Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland zu seiner konstituierenden Sitzung. Der Ausschuss, der sich aus Vertretern der Bundesregierung (der Bundesministerien für Wirtschaft und der Finanzen), Sachverständigen und dem ... »Details - 10. November 1949: Gründung des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Die Gesellschaften für Christliche Jüdische Zusammenarbeit in München, Wiesbaden, Frankfurt am Main, Stuttgart und Berlin gründen einen Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit als bundesdeutschen Dachverband. Er nimmt seinen Sitz in Bad Nauheim.(OV) ... »Details - 13. November 1949: Statistische Angaben zum sozialen Wohnungsbau in Hessen
Die Wiederaufbauabteilung der Hessischen Landesregierung hat die Zahl der bezugsfertig gewordenen Wohnungen, die aus den für den sozialen Wohnungsbau bewilligten Mitteln von 15 Millionen DM gebaut worden sind, kreisweise erfasst. Danach sind statt der vorgesehenen Zahl von 1.909 Wohnung insgesamt 2.773 bezugsfertig hergerichtet worden, die meisten davon im Regierungsbezirk Kassel, weitere in den ... »Details - 13. November 1949: Wahl eines Präsidenten der Landwirtschaftskammer
Nach langdauerndem Streit zwischen dem Hessischen Bauernverband und der Landwirtschaftskammer Kurhessen kommt es endlich zur Wahl eines neuen Präsidenten der Landwirtschafskammer. Der Hessische Bauernverband hofft, dass mit der Wahl des Herrn von Scharfenberg endlich eine einheitliche landwirtschaftliche Organisation möglich wird.(OV) ... »Details - 21. November 1949: Keine Tagung des Nauheimer Kreises in der Frankfurter Paulskirche
Der Magistrat der Stadt Frankfurt lehnt die Bitte des Vorsitzenden des Nauheimer Kreises, Prof. Ulrich Noack (1899–1974) ab, die Paulskirche für eine Tagung des Kreises zur Verfügung zu stellen, die in Rengsdorf verboten worden ist. Der Magistrat verweist darauf, dass die vertraglichen Bestimmungen über die Verwendung der Paulskirche eine solche Tagung nicht möglich machen. Dem Beschluss des ... »Details - 22. November 1949: Kabinettsbeschluss zur Haftentschädigung ehemaliger politischer Häftlinge
Das hessische Kabinett beschließt, dass jedem ehemaligen politischen Häftling für jeden Monat erlittener Haft eine Entschädigung von 150 DM zustehen soll. ... »Details - 27. November-3. Dezember 1949: Erster Nachkriegskongress der deutschen Kunstlehrer in Fulda
Im Fuldaer Amerika-Haus findet der seit 1933 erste Kongress der deutschen Lehrer aller Kunstzweige statt. Die Tagung wird vom Hessischen Kultusministerium und der Abteilung für Erziehung und kulturelle Angelegenheiten im (Amerikanischen) Oberkommissariat finanziert.(OV) ... »Details - 1. Dezember 1949: Staatsakt in Wiesbaden zum Jahrestag der Verfassung
Zum dritten Jahrestag der Annahme der Hessischen Verfassung (1946) veranstaltet die Hessische Landesregierung einen Staatsakt im Großen Haus des Staatstheaters Wiesbaden. Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) begrüßt die Vertreter der hessischen Landesregierung, des Hessischen Landtags, der kommunalen Behörden und Angehörige der amerikanischen Landeskommission in Hessen. Der ... »Details - 1. Dezember 1949: Entwurf für ein Schul-Wiedergutmachungsgesetz fertiggestellt
Das Ministerium für Erziehung und Volksbildung leitet dem Kabinett einen Gesetzentwurf für ein Schul-Wiedergutmachungsgesetz zu. Nach dessen Bestimmungen können in Gemeinden, die vor dem 30. Januar 1933 Bekenntnisschulen oder bekenntnisfreie Schulen hatten und die danach (in nationalsozialistischer Zeit) abgeschafft wurden, diesen Zustand wiederherstellen, wenn die Mehrheit der ... »Details - 3.-4. Dezember 1949: Landesdelegiertentagung der National-Demokratischen Partei in Alsfeld
In Alsfeld findet die Landesdelegiertentagung der National-Demokratischen Partei Hessens statt. Dem neu gewählten Landesvorstand gehören als Erster Vorsitzender der Bundestagsabgeordnete Dr. Heinrich Leuchtgens, als geschäftsführender Vorsitzender Karl Schäfer (Alsfeld) und als gleichberechtigte Mitglieder des Vorstands Wolf Herrmann (Kassel), Arthur Martini (Wiesbaden) und Rudolf Hafer ... »Details - 4. Dezember 1949: Genehmigungsfreier Autoverkehr jetzt auch an Sonntagen
Das Hessische Wirtschaftsministerium teilt mit, dass die sogenannte Kraftfahrzeugbenutzungsverordnung am 31. Dezember 1949 ausläuft, nach der für den Kraftfahrzeugverkehr an Sonntagen eine Genehmigung eingeholt werden musste. Damit ist der Kraftfahrzeugverkehr in Hessen auch an Sonntagen genehmigungsfrei möglich. ... »Details - 5. Dezember 1949: Gründung der Sozialistischen Reichspartei in Witzenhausen
Die Abteilung für politische Angelegenheiten bei der amerikanischen Landeskommission für Hessen teilt mit, dass in Witzenhausen die Sozialistische Reichspartei als neue politische Partei gegründet worden ist. Sie ist, wie die Deutsche Rechtspartei in der britischen Zone, dem äußersten rechten Flügel zuzurechnen.(OV) ... »Details - 5. Dezember 1949: Innenministerium will mehr Informationen aus Hessen sammeln
Das Hessische Innenministerium teilt mit, dass es seine Pressestelle und deren Aufgaben erweitern will. Die neue Stelle solle Nachrichten sammeln, „um die Landesregierung fortlaufend über das politische, wirtschaftliche und soziale Leben im Landes zu unterrichten“. Das Ministerium weist jedoch darauf hin, dass keine Kontrolle der Presse oder eine geheime Polizei geplant seien.(OV) ... »Details - 6. Dezember 1949: Debatte um die Steuerbefreiung der Weihnachtsgratifikation
In der politischen Diskussion um die Steuerbefreiung der Weihnachtsgratifikation (des „Weihnachtsgeldes“) für Arbeitnehmer dementiert der hessische Finanzminister Dr. Werner Hilpert (1897–1957; CDU) Meldungen aus Bonn, Hessen habe sich gegen eine Steuerbefreiung von 300 DM der Weihnachtsgratifikation ausgesprochen. Der hessische Standpunkt in dieser Frage werde erst in der Sitzung des ... »Details - 7. Dezember 1949: Ministerpräsident fordert Rückgliederung von Rheinhessen
Bei einem Staatsakt zum Antrittsbesuch von Bundespräsident Theodor Heuss (1884–1963; FDP) in Wiesbaden meldet Ministerpräsident Christian Stock (1882–1967; SPD) den Anspruch Hessens auf Rückgliederung der Provinz Rheinhessen an.(OV) ... »Details - 8. Dezember 1949: Weihnachtsaufruf zugunsten der Kriegsheimkehrer in Hessen
Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) ruft die Regierungspräsidenten, Landeshauptleute, Oberbürgermeister, Landräte und die Vertreter der Landes- und Bezirksfürsorgeverbände dazu auf, zu Weihnachten die Notlage der zurückgekehrten Kriegsgefangenen in Hessen zu lindern, insbesondere der der kranken und arbeitslosen Heimkehrer. Das Land wird an Weihnachten entlassene ... »Details - 11. Dezember 1949: Arbeits- und Wirtschaftsminister Wagner stellt Probleme des Ministeriums vor
Auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden gibt der neue hessische Minister für Arbeit, Wirtschaft und Landwirtschaft, Albert Wagner (1885–1974; SPD), einen Überblick über den Zuschnitt und die aktuellen Probleme seines „Sammelministeriums“. Die Planung, 25 % des Personals des Ministeriums zu entlassen, könne noch verändert werden. Die Ernährungsämter B würden zum 31. Dezember 1949 ... »Details - 14. Dezember 1949: Tumulte bei Demonstration des VVN vor dem Hessischen Landtag
Bei einer Demonstration der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) in Hessen kommt es zu tumultartigen Szenen vor und im Wiesbadener Schloss, in dem zu dieser Zeit der Hessische Landtag eine Plenarsitzung abhält. Der Landesvorstand des VVN hatte die Mitglieder in Hessen zu einem Marsch nach Wiesbaden aufgerufen, um mit Nachdruck auf Forderungen der Vereinigung auf Abänderung des ... »Details - 14. Dezember 1949: CDU-Kreisverbände wünschen Auflösung der Wiesbadener Regierungskoalition mit der SPD
Nach einer dpa-Meldung vom 14. Dezember 1949 haben die nordhessischen und mittelhessischen Kreisverbände der CDU in einem Schreiben an den Landesvorsitzenden und die Landtagsfraktion den Wunsch geäußert, die bestehende Regierungskoalition mit der SPD aufzulösen. Die Pressemeldung wird kurz darauf als teilweise falsch zurückgewiesen0=Neitzke, Die CDU Hessen 1950–1967, S. 30. und der genaue ... »Details - 15. Dezember 1949: Wiedereröffnung der Autobahnbrücke über das Lahntal bei Limburg
Die amerikanische Landeskommission für Hessen teilt am 9. Dezember mit, dass die Autobahnbrücke auf der Strecke Frankfurt am Main–Köln über das Lahntal bei Limburg, die zur Zeit größte Autobahnbrücke in Hessen, am 15. Dezember vom hessischen Ministerpräsidenten Christian Stock (1884–1967; SPD) wieder eröffnet wird. Sie war in den letzten Kriegstagen durch Soldaten vor den anrückenden ... »Details - 18. Dezember 1949: Staatsgerichtshof lehnt Gutachten zum Fall Lewin in Offenbach ab
Der Hessische Staatsgerichtshof erklärt, dass er zum Fall des Offenbacher Chefarztes Dr. Herbert Lewin (1899–1982) kein Gutachten abgeben werde, da er nicht berufen sei, in die Tätigkeit der Spruchkammer einzugreifen, auch nicht durch die Erstattung von Gutachten. Der Staatsgerichtshof war von der Spruchkammer I in Frankfurt am Main um eine Entscheidung gebeten worden, ob sieben Mitglieder des ... »Details - 18. Dezember 1949: Finanzminister Hilpert kritisiert Vorfälle bei der VVN-Demonstration vor dem Landtag
In Königstein kritisiert der hessische Finanzminister Werner Hilpert (1897–1957; CDU) die Vorfälle bei der Demonstration der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes am 14. Dezember vor dem Hessischen Landtag in Wiesbaden. Das Parlament, so betont er, dürfe „nicht durch die Straße terrorisiert werden“. Man werde durch geeignete Maßnahmen dafür sorgen, dass in Zukunft nur nach ... »Details - 19. Dezember 1949: Deutsche Wählergesellschaft drängt auf Ausführungsbestimmungen zum Volksbegehren
Die Deutsche Wählergesellschaft erneuert ihre Forderungen an den Hessischen Landtag, endlich ein Ausführungsgesetz über das Verfahren des in der Hessischen Verfassung vorgesehenen Volksbegehrens zu verabschieden. Landtagspräsident Otto Witte (1884–1963; SPD) hat der Wählergesellschaft mitgeteilt, er habe ihre Forderung an den Hauptausschuss des Landtags überwiesen. Der Hauptausschuss habe ... »Details - 27. Dezember 1949: Bildung von Zentralspruchkammern in Frankfurt und Kassel
Zum 1. Januar 1950 werden in Frankfurt am Main eine Zentralspruchkammer und eine Zentralberufungskammer eingerichtet, die für die Regierungsbezirke Wiesbaden und Darmstadt zuständig ist. Entsprechende Einrichtungen für den Regierungsbezirk Kassel werden in Kassel gebildet. Die zentralen Kammern lösen die Spruch- und Berufungskammern in Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Fulda, Gießen und Kassel ... »Details - 1950: Gesellschaftliche Initiative zur Rückgliederung des Dorfes Asbach nach Hessen
Nach den Erinnerungen einer Zeitzeugin, die bis Anfang der 1950er Jahre in Asbach lebt, legt der Dorfpfarrer im Ort im Jahr 1950 nach einem Gottesdienst eine Unterschriftenliste aus, in der sich die Unterzeichnenden für die Rückgliederung des Dorfes nach Hessen beziehungsweise nach Bad Sooden-Allendorf (Kreis Witzenhausen) aussprachen.Asbach war als Folge des zwischen der amerikanischen und der ... »Details - 1950: Erste Interzonen-Fußballspiele in Kassel und Erfurt ausgetragen
Zwischen den Städten Kassel und Erfurt werden 1950 die ersten Interzonen-Fußballspiele im Erfurter Dimitroff-Stadion und dem Kasseler Hessenstadion ausgetragen. Der offizielle Empfang der Spieler und die Übergabe der Gastgeschenke erfolgt durch die jeweiligen Oberbürgermeister Georg Book (Erfurt) und Willi Seidel (Kassel).2=Vgl. Chronik der Stadt Erfurt, Stand: 8.9.2014; Chronik der Stadt ... »Details
