Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 3. Februar 1946: Einweihung eines neuen Synagogenraums in Marburg
    In Marburg wird durch die 3. US-Infanterie-Division und die Jewish Community in Marburg ein neuer Synagogenraum in der Landgraf-Philipp-Straße 2 eingeweiht. Im Gebäude werden zur gleichen Zeit Klubräume und ein Übernachtungsheim für durchreisende Juden eröffnet. Vom Kultur- und Erziehungsreferat des Jüdischen Hilfskomitees werden Fachkurse für Englisch und Hebräisch eingerichtet.(OV) ... »Details
  2. 4. Februar 1946: Eintreffen erster Flüchtlings- und Vertriebenen-Transporte
    Erste Transporte mit Flüchtlingen und Vertriebenen aus der Tschechoslowakei erreichen Hessen. Zu ihrer Eingliederung in die Gesellschaft werden am 2. Juni 1946 erste Leitsätze erlassen. Im September 1950 beläuft sich die Zahl der in Hessen lebenden Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten ausweislich einer Volkszählung auf ca. 720.000 Menschen. (OV) ... »Details
  3. 9. Februar 1946: SPD-Forderung nach Umbildung der Landesregierung löst Regierungskrise aus
    In einer Erklärung fordert die SPD, die mit einem Stimmenanteil von 44,5 % als stärkste Partei aus den ersten Kommunalwahlen hervorgegangen ist, eine Umbildung der hessischen Landesregierung und erhebt Anspruch auf das Amt des Ministerpräsidenten. Zu diesem Zweck zieht sie ihre Minister aus der Regierung zurück, erklärt sich aber bereit, in Gespräche zur Neubildung einer Regierung ... »Details
  4. 13. Februar 1946: Positive Bilanz des Referenten für Flüchtlingsfürsorge der Landesregierung
    Der im Oktober 1945 zum Referent für Flüchtlingsfürsorge ernannte Regierungsrat und spätere Staatskommissar für das Flüchtlingswesen Walter Mann1=Walter Mann fungiert zugleich als Vertreter Groß-Hessens im Flüchtlingsausschuss des Länderrates. zieht in einem Bericht an den amtierenden Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr der provisorischen Landesregierung, Rudolf Mueller ... »Details
  5. 15. Februar 1946: Militärregierung ordnet Entlassung des Kultusministers an
    Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953) wird eine Anordnung der US-Militärregierung verlesen, die ihn anweist, den parteilosen Kultusminister Prof. Dr. Franz Böhm (1895–1977) zu entlassen. Hintergrund ist, dass die zuständige Erziehungsabteilung der US-Landesmilitärregierung den Juristen Böhm für ungeeignet erachtet, eine auf Demokratisierung ausgerichtete Schulpolitik einzuleiten. ... »Details
  6. 19. Februar 1946: Hessischer Ministerrat beschließt Verlegung des Regierungssitzes nach Frankfurt
    Nach einer Meldung der französischen Presseagentur AFP hat der groß-hessische Ministerrat die Verlegung des Sitzes der Landesregierung von Wiesbaden nach Frankfurt am Main beschlossen.(OV) ... »Details
  7. 26. Februar 1946: Beratender Landesausschuss nimmt die Arbeit auf
    Der von Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953) auf Grundlage von Artikel 9 Absatz 2 des Staatsgrundgesetzes für Groß-Hessen berufene Beratende Landesausschuss nimmt mit einem Festakt im Großen Haus des Deutschen Theaters in Wiesbaden seine Arbeit auf. Ihm gehören je zwölf berufene Mitglieder von CDU, KPD, LDP und SPD an, darunter fünf Frauen. Den Vorsitz im Ausschuss führen ... »Details
  8. 1. März 1946: Politische Parteien erklären Einheit Deutschlands zur zentralen Forderung
    Die in Großhessen zur Verfassungberatenden Versammlung zusammengetretenen Vertreter von CDU, SPD und KPD fordern in einer gemeinsamen Erklärung: ... »Details
  9. 5. März 1946: Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus
    Mit dem sogenannten Befreiungsgesetz übergibt die amerikanische Militärregierung den Prozess der Entnazifizierung an deutsche Stellen. Fortan müssen in der US-Zone alle Deutschen über 18 Jahren – das sind insgesamt 13 Millionen – einen Meldebogen ausfüllen, der von einer aus deutschen Laien besetzten Spruchkammer überprüft wird. Die Spruchkammern nehmen eine Einstufung in fünf ... »Details
  10. 5. März 1946: Winston Churchill prägt den Begriff „Eiserner Vorhang“
    In einer öffentlichen Rede in Fulton (Missouri) in den USA prägt der britische Premierminister Winston Churchill (1874–1965) den Begriff „Eiserner Vorhang“ für die Grenze durch Europa und das geteilte Deutschland, indem er feststellt: ... »Details
  11. 8. März 1946: Eröffnung des Oberlandesgerichts Frankfurt
    Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main wird feierlich eröffnet. Die Festreden halten US-Oberst und Chef der Militärregierung für Groß-Hessen James R. Newman (1902–1964), Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953) und Justizminister Georg August Zinn (1901–1976; SPD). Newman hebt hervor:Ein Anzeichen dafür, daß es sich um ein neues Gerichtswesen und nicht um das Wiederaufleben des ... »Details
  12. 12. März 1946: Eröffnung des Vorbereitenden Verfassungsausschusses
    Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953) richtet einen Vorbereitenden Verfassungsausschuss ein, der Vorarbeiten für die Beratungen der Verfassungberatenden Landesversammlung leisten soll. Zu seinen Mitgliedern bestimmt Geiler die Minister Werner Hilpert (1897–1957; CDU), Hans Venedey (1902–1969) und Georg August Zinn (1901–1976; beide SPD), Staatskanzleichef Hugo Swart (1885–1952), ... »Details
  13. 15. März 1946: Bücherverluste Frankfurter Bibliotheken und Institute erfasst
    Nach einer Mitteilung in der Presse haben die Bibliotheken und Institute in Frankfurt am Main durch Krieg und Zerstörung Verluste von etwa 500.000 Büchern zu verzeichnen. (OV) ... »Details
  14. 16. März 1946: Amerikanisches Außenministerium kündigt Schließung der Lager für Displaced Persons an
    Die New York Herald Tribune meldet, dass das amerikanische Außenministerium dem in Atlantic City tagenden Rat der United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNRRA), das heißt der Nothilfe- und Wiederaufbauverwaltung der Vereinten Nationen mitgeteilt hat, dass die Lager für Displaced Persons in der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland zwischen dem 1. August und 1. September ... »Details
  15. 31. März 1946: Wahlgesetzentwurf für die Verfassungberatende Landesversammlung vorgelegt
    Der Vorbereitende Verfassungsausschuss legt einen maßgeblich von Heinrich von Brentano (1904–1964; CDU) ausgearbeiteten Entwurf für ein Wahlgesetz für die Verfassungberatende Landesversammlung vor, die am 30. Juni 1946 gewählt werden soll. Hierbei handelt es sich um einen Kompromiss zwischen Verhältnis- und Mehrheitswahlrecht. 64 der 90 Sitze sollen in den Regierungsbezirken gewählt ... »Details
  16. April 1946: Besuch des thüringischen Ministerpräsidenten Rudolf Paul in Hessen
    Nach seinem Besuch in Weimar im Januar 1946 empfängt Groß-Hessens Ministerpräsident Karl Geiler seinen thüringischen Amtskollegen Rudolf Paul drei Monate später in Hessen. Dieser erscheint in Begleitung seiner eigenen bewaffneten Polizei, was bei hessischen Politikern mit einem gewissen Befremden aufgenommen wird. Nichtsdestotrotz wird in den bilateralen Gesprächen eine Intensivierung der ... »Details
  17. 1. April 1946: Erste Ausgabe der „Frankfurter Hefte“
    In Frankfurt erscheint die erste Ausgabe der „Frankfurter Hefte. Zeitschrift für Kultur und Politik“. Herausgegeben werden sie von Eugen Kogon (1903–1987) und Walter Dirks (1901–1991). Beide gehören zum sogenannten Frankfurter Kreis der CDU, der einen „christlichen Sozialismus“ verficht. In den Frankfurter Heften publiziert Kogon im Juli 1947 auch seinen bekannten Aufsatz „Das ... »Details
  18. 2. April 1946: Stück von Thornton Wilder im Landestheater Darmstadt
    Im Landestheater Darmstadt wird Thornton Wilders (1897–1975) Stück mit dem beziehungsreichen Titel „Wir sind noch einmal davongekommen“ in deutscher Erstaufführung gespielt. Regie führt Karl-Heinz Stroux (1908–1985). Die Hauptpersonen durchleben drei Katastrophen: Eiszeit, Sintflut und Bombenkrieg. Im dritten Akt kriechen nach dem Ende eines Bombenkrieges staubbedeckt und verstört ... »Details
  19. 5. April 1946: Erich Kästner über das kriegszerstörte Darmstadt
    Der Schriftsteller Erich Kästner (1899–1974) formuliert seinen Eindruck vom kriegszerstörten Darmstadt:|Darmstadt existiert im Grunde nicht mehr. Es wurde in einem zwanzig-Minuten-Angriff aus der Welt geschafft. Die Einwohnerzahl sank in dieser maßlosen Drittelstunde von 120 auf 80 tausend Menschen, und an Bewohnbarem blieb keine Hundehütte übrig.(OV) ... »Details
  20. 28. April 1946: Kommunalwahlen in den größeren Stadtgemeinden in Hessen
    In den Stadtgemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern findet die erste Gemeinderatswahl statt, an der 75,3 % der Wahlberechtigten teilnehmen. Dabei erreichen die Parteien und Wählergruppen folgendes Ergebnis:SPD 456.000 Stimmen (34,0 %), 539 SitzeCDU 383.000 Stimmen (28,6 %), 406 SitzeKPD 87.000 Stimmen (6,5 %), 11 SitzeLDP 64.000 Stimmen (4,8 %), 43 SitzeSonstige 351.000 Stimmen (26,1 %), 39 ... »Details
  21. 6. Mai 1946: Anordnung des Arbeitseinsatzes zur Trümmerräumung in Darmstadt
    In Darmstadt wird zum Wiederaufbau der Stadt aufgerufen, womit die Anordnung zum allgemeinen Arbeitseinsatz für die Trümmerräumung verbunden ist. ... »Details
  22. 16. Mai 1946: Herabsetzung der Lebensmittelrationen in der amerikanischen Zone
    Nach einer Meldung der Presseagentur Reuter gibt der Länderrat bekannt, dass die Lebensmittelrationen in der amerikanischen Besatzungszone, zu der die Hauptteile des früheren Volksstaats Hessen und der preußischen Provinz Hessen-Nassau gehören, ab dem 27. Mai für Normalverbraucher von 1.275 auf 1.180 Kalorien gesenkt werden. Die monatlichen Brotrationen werden von sechs Kilogramm auf vier ... »Details
  23. 25. Mai 1946: Amerikanischer Militärgouverneur verkündet vorläufiges Ende aller Reparationsleistungen
    Nach einer Meldung der United Press verfügt der amerikanische Militärgouverneur in Deutschland, General Lucius D. Clay (1898–1978), die sofortige Einstellung aller Reparationsleistungen in der amerikanischen Besatzungszone, bis eine endgültige Entscheidung darüber vorliegt, ob Deutschland als wirtschaftliche Einheit behandelt werden solle. In der amerikanischen Besatzungszone seien noch 150 ... »Details
  24. 29. Mai 1946: Gesetz zur Ahndung nationalsozialistischer Straftaten
    Die groß-hessische Regierung erlässt ein Gesetz zur Ahndung nationalsozialistischer Straftaten, das die Einleitung von Ermittlungsverfahren erleichtert. Das Gesetz legt fest, dass aus politischen, rassistischen oder religiösen Motiven begangene Verbrechen mit Ablauf der NS-Zeit nicht verjährt sind und dass Handeln auf Befehl eines Vorgesetzten oder einer übergeordneten Institution nicht von ... »Details
  25. 30. Mai 1946: SPD legt verfassungspolitisches Konzept vor – die Hochwaldhäuser Beschlüsse
    Die Hochwaldhäuser Beschlüsse sind Ergebnis ausführlicher Beratungen eines von der SPD eingesetzten Verfassungsausschusses, dem unter anderem der Verfassungsexperte Adolf Arndt (1904–1974), Justizminister Georg August Zinn (1901–1976), Innenminister Hans Venedey (1902–1969) und die Regierungspräsidenten Fritz Hoch (1896–1984) und Ludwig Bergsträsser (1883–1960) angehören. Nachdem ... »Details
  26. 31. Mai 1946: Amerikanischer Befehlshaber beschreibt Folgen der Kürzung von Lebensmittelrationen
    General Joseph T. McNarney (1893–1972), der Befehlshaber der amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland, schildert in seinem Bericht über die Lage in der amerikanischen Zone die schwerwiegenden Folgen der Kürzung der Lebensmittelrationen vom 16. Mai 1946. Die Folge seien eine Zunahme der Verbrechen und Vergeltungsangriffe von Deutschen auf die amerikanischen Soldaten und ... »Details
  27. 2. Juni 1946: Erste Leitsätze für die Eingliederung der Flüchtlinge
    Von der „Arbeitsgemeinschaft Großhessischer Landkreise“ werden erste Leitsätze für die Eingliederung der Flüchtlinge festgelegt, die seit dem 4. Februar in Hessen eintreffen. „Ziel aller Hilfe für die Flüchtlinge muß sein, sie so schnell wie möglich wieder auf eigene Füße zu stellen und sie aus Fremden zu Einheimischen werden zu lassen“ (zitiert nach Chronik Hessens). Der ... »Details
  28. 7. Juni 1946: Erstes Entnazifizierungsverfahren in Darmstadt
    Vor der Spruchkammer Darmstadt-Stadt wird am 7. Juni 1946 das erste Entnazifizierungsverfahren durchgeführt. Grundlage ist das sogenannte Befreiungsgesetzes der amerikanischen Militärregierung vom 5. März 1946. Am Ende dieses ersten Verfahrens erhält ein ehemaliger Gestapo-Angehöriger eine Strafe von fünf Jahren Arbeitslager sowie Vermögensentzug. Wenige Tage später richtet die hessische ... »Details
  29. 7. Juni 1946: Beratender Landesausschuss schließt seine Beratungen ab
    Nach sechs Plenarsitzungen schließt der Beratende Landesausschuss in Wiesbaden seine Beratungen ab. Im Verlauf der Zeit hat er „erheblichen Einfluss auf die Regierungsarbeit“0=Berding, S. 42 genommen. So ist das Kabinett seinen Entschließungen zu wichtigen politischen Fragen stets gefolgt, zum Beispiel bezüglich der Eingliederung von Flüchtlingen und Vertriebenen. Ferner hat der ... »Details
  30. 12. Juni 1946: Erste Marburger Hochschulgespräche
    In Marburg werden erstmals die „Marburger Hochschulgespräche“ veranstaltet, die vier Tage dauern und auf denen eine Neubestimmung des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik diskutiert wird. Ferner geht es um eine Neuordnung der Studien- und Lehrpläne. Auf der von Wissenschaftlern aus Deutschland und der Schweiz sowie von Beobachtern der US-Militärregierung besuchten Tagung treten unter ... »Details
  31. 13. Juni 1946: Militärgouverneure kündigen Schritt zur Bizone an
    Der stellvertretende US-Militärgouverneur, Generalleuntnant Lucius D. Clay (1897–1978), und der stellvertretende britische Militärgouverneur, Generalleutnant Sir Brian Robertson (1896–1974), kündigen bei einem Zusammentreffen deutscher Beamter aus der amerikanischen und britischen Zone eine enge Zusammenarbeit in der Verwaltung der beiden Zonen. Sie äußern den Wunsch, daß die ... »Details
  32. 15. Juni 1946: Einrichtung von mehr als 100 Spruchkammern zur Entnazifizierung
    Die hessische Landesregierung richtet in Umsetzung des sogenannten Befreiungsgesetzes der amerikanischen Militärregierung vom 5. März 1946 mehr als 100 Spruchkammern für die Durchführung von Entnazifizierungsverfahren ein. Die mit Laien besetzten Spruchkammern unterstehen dem Ministerium für politische Befreiung. ... »Details
  33. 18. Juni 1946: Vorbereitender Verfassungsausschuss legt Verfassungsentwurf vor
    Der im März 1946 eingerichtete Vorbereitende Verfassungsausschuss legt seinen Entwurf vor, der für die Beratungen der Verfassungberatenden Versammlung des Landes Groß-Hessen als Grundlage dienen soll. ... »Details
  34. 30. Juni 1946: Wahl zur Verfassungberatenden Landesversammlung
    In Hessen findet die Wahl zur Verfassungberatenden Landesversammlung statt. Dabei erhält die SPD 44,3 % der gültigen Stimmen, die CDU 37,3 %, die KPD 9,7 % und die LDP 8,1 %. Auf die Arbeiterpartei entfallen 0,6 %. In der Verfassungberatenden Landesversammlung (90 Sitze) stellt die SPD damit 42 Mitglieder, die CDU 35, die KPD sieben und die LDP sechs Mitglieder. Unter den Mitgliedern der ... »Details
  35. 30. Juni 1946: Sperrung der Zonengrenze
    Durch die von der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) geforderte Kontrollratsverordnung ist die Grenze zwischen der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und den drei westlichen Besatzungszonen gesperrt. Der Grund dafür ist die millionenfache Flucht ostdeutscher Bürger in den Westen. Jene Verordnung hat, unter anderem auch für Hessen, sowohl für den wirtschaftlichen als auch ... »Details
  36. Juli 1946: Landesgesetz zur Entschädigung von NS-Opfern
    Ein hessisches Landesgesetz regelt die Entschädigung von NS-Opfern. ... »Details
  37. Juli 1946: Rücktritt des groß-hessischen Innenministers Hans Venedey
    Groß-Hessens Innenminister Hans Venedey (1902–1969; SPD) tritt von seinem Amt zurück. Dieser Schritt steht im Zusammenhang mit seinem Vorschlag zur Ausweitung der Zusammenarbeit der SPD mit der KPD und mit Arbeitsminister Oskar Müller (1896–1970; KPD). Indem er sogar einer Fusion mit der KPD das Wort geredet hat, verstößt er klar gegen die offizielle Parteilinie der SPD in ... »Details
  38. Juli 1946: Königsteiner Entwurf der Verfassung einer konstitutionellen Demokratie in Hessen
    Das verfassungspolitische Programm des hessischen Ministerpräsidenten Karl Geiler, das dieser anlässlich der Eröffnung des Vorbereitenden Verfassungsausschusses am 12. März 1946 dargelegt hat, fließt maßgeblich in den sogenannten Königsteiner Entwurf einer konstitutionellen Demokratie ein. Unter konstitutioneller Demokratie verstehen die beiden Autoren des Entwurfes, die ... »Details
  39. Juli 1946: Verfassungsentwurf der SPD für die Beratungen der Verfassungberatenden Landesversammlung
    In Anknüpfung an die Hochwaldhäuser Beschlüsse legen die SPD-Verfassungsexperten Adolf Arndt und Georg August Zinn (1901–1976) den offiziellen Verfassungsentwurf der SPD für die Beratungen der Verfassungberatenden Landesversammlung vor. Das, was dem Arndt-Zinn-Entwurf sein besonderes programmatisches Profil gab, war sein Eintreten für umfassende unveräußerliche Grundrechte und die ... »Details
  40. Juli 1946: Jüdische Rundschau berichtet von Auswanderung jüdischer Überlebender nach Amerika
    Die in Marburg erscheinende Jüdische Rundschau berichtet von der Auswanderung von 200 jüdischen Überlebenden aus dem in Frankfurt eingerichteten „Sammellager für zugelassene Auswanderer“ nach Amerika. Die Emigration ist möglich geworden, nachdem die Vereinigten Staaten denjenigen, die Verwandte in den USA haben, die Einreise gestattet haben. Ein Bildberichterstatter der Jüdischen ... »Details
  41. 4. Juli 1946: Erste offizielle Besprechung des neuen Schulfunkprogramms im Hessischen Kultusministerium
    Im Hessischen Kultusministerium in Wiesbaden treffen der amtierende hessische Kultusminister Dr. Franz Schramm (1887–1966; CDU), der Regierungsdirektor im Kultusministerium Otto Appel, der Intendant des 1945 von der amerikanischen Besatzungsmacht neu gegründeten Radio Frankfurt Eberhard Beckmann (1905–1962) und der Jugendfunkleiter des Radios, Jochen Leschke (1919–1971) zu einer ersten ... »Details
  42. 15. Juli 1946: Konstituierung der Verfassungberatenden Landesversammlung Groß-Hessen
    Nach ihrer Wahl am 30. Juni 1946 konstituiert sich die Verfassungberatende Landesversammlung in der Aula des Realgymnasiums Oranienstraße in Wiesbaden als „das erste demokratische Nachkriegsparlament Hessens“.0=Mühlhausen, Demokratischer Neubeginn, S. 32. Als Alterspräsident eröffnet der CDU-Abgeordnete Siegfried Ruhl (1870–1962) aus Kirchhain (Kreis Marburg) die Versammlung. Zum ... »Details
  43. 1. August 1946: Walter Kolb Oberbürgermeister von Frankfurt
    Walter Kolb (1902–1956) wird Oberbürgermeister von Frankfurt am Main.(OV) ... »Details
  44. 13. August 1946: Erklärung der Ministerpräsidenten von Hessen und Thüringen zur wirtschaftlichen Einheit Deutschlands
    Anlässlich eines Treffens in Weimar handelt Groß-Hessens Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953) mit seinem thüringischen Amtskollegen Rudolf Paul (1893–1978) eine Erklärung mit Blick auf die wirtschaftliche Einheit Deutschlands aus, die am 13. August 1946 veröffentlicht wird. Darin heißt es in kritischer Beurteilung der Bildung einer auf die amerikanische und britische Besatzungszone ... »Details
  45. 14. August 1946: Kabinett Geiler beschließt Organisation einer Konferenz aller deutschen Ministerpräsidenten
    Die groß-hessische Landesregierung greift einen Vorschlag von Ministerpräsident Karl Geiler (1878–1953) vom Juni 1946 auf und beschließt, eine Konferenz aller deutscher Ministerpräsidenten in Frankfurt am Main zu veranstalten. Ziel der Konferenz soll es sein, die sich vertiefende Spaltung Deutschlands in Ost und West aufzuhalten. Für das schließlich nach Bremen anberaumte Treffen der ... »Details
  46. 21. August 1946: Überführung der Särge der Preußenkönige nach Marburg
    Die während des Krieges in einem Salzbergwerk in Thüringen gesicherten Särge der Preußenkönige Friedrich Wilhelm I. (1688–1740) und Friedrich II. (1712–1786), die sich ursprünglich in Potsdam befanden, sowie die Särge des ehemaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847–1934) und seiner Frau Gertrud (1860–1921), die im Tannenberg-Denkmal in Ostpreußen bestattet waren und ... »Details
  47. 25. August 1946: Beginn der Carepaket-Aktion
    Als Hilfsaktion des amerikanischen Volkes für das kriegszerstörte Europa und für Deutschland beginnt die Carepaket-Aktion.(OV) ... »Details
  48. 25. August 1946: Erste Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in Frankfurt
    Die ersten deutschen Leichtathletikmeisterschaften nach dem Zweiten Weltkrieg gehen in Frankfurt am Main zu Ende.(OV) ... »Details
  49. 25. August - 29. September 1946: Erste Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt
    Im Jagdschloss Kranichstein bei Darmstadt finden die ersten „Ferienkurse für internationale Neue Musik“ (der Name wird später in „Internationale Ferienkurse für Neue Musik“ geändert) statt. Nachdem die Nationalsozialisten moderne Musik als „entartet“ verfemt und verboten hatten und viele Komponisten und Musiker umbrachten, ins Exil trieben oder mundtot machten, entwickelt der seit ... »Details
  50. 28. August 1946: Der SS-Kriegsverbrecher und „Schlächter von Lyon“ Klaus Barbie wird in Marburg verhaftet
    Der gesuchte Kriegsverbrecher und ehemalige SS-Hauptsturmführer Nikolaus „Klaus“ Barbie (1913–1991) wird am 28. (oder 30.) August in Marburg von einem Angehörigen des amerikanischen Militärs auf offener Straße verhaftet. Ihm gelingt während der Fahrt zu seiner Vernehmung durch einen beherzten Sprung aus dem offenen Jeep die Flucht. Klaus Barbie, der nach Ende des Zweiten Weltkriegs ... »Details