Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 11. Januar 1840: Das Lyceum Fridericianum in Kassel wird verstaatlicht
    Das Friedrichsgymnasium in Kassel geht auf die im Jahr 1539 gegründete städtische Lateinschule zurück, die im Kreuzgang der Martinskirche untergebracht war. Da die Räumlichkeiten abgebrochen werden mussten, schenkte Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel (1720–1785) der Schule 1776 ein angemessenes Gebäude in der Königsstraße und gründete zugleich das „Lyceum Fridericianum“, das ... »Details
  2. 22. Januar 1840: Gründung der Landeskreditkasse für Nassau
    Die „Herzoglich Nassauische Landeskreditkasse“ wird mit Edikt vom 22. Januar 1840 in Wiesbaden als Staatsbank gegründet. Ziel war die Schaffung günstiger Kreditmöglichkeiten für alle Einwohner des Landes. Als lokale Geschäftsstellen fungierten die in jedem der 28 Amtsbezirke vorhandenen Filialen. Die Refinanzierung erfolgte über Spareinlagen und Einlagen der Staatskasse sowie über ... »Details
  3. 1. Mai 1840: Ludwig II. stiftet einen neuen Verdienstorden
    Der neue „Verdienstorden Philipps des Großmütigen“ wird am 1. Mai 1840 von Großherzog Ludwig II. (1777–1848) gestiftet.(StH) ... »Details
  4. 6. Mai 1840: Gründung des Frauenvereins für Krankenpflege in Kassel
    In Kassel gründet Fräulein von Meyer den ersten Frauenverein für Krankenpflege in der Stadt. Wie in anderen Orten engagieren sich verstärkt Frauen des Bürgertums, um aus christlichen Motiven ärmeren Bevölkerungsschichten zu helfen und die herrschende soziale Not zu lindern. In Kassel entstehen 1842 eine Suppenanstalt durch Fräulein von Meyborn, eine Krankenanstalt durch Frau von Thun und ... »Details
  5. 7. September 1840: Einweihung der neu errichteten katholischen Kirche in Gießen
    Am 7. September 1840 wird der Neubau der ersten katholischen Kirche nach der Reformation in Gießen eingeweiht.|Ab 1784 waren in Gießen wieder katholische Gottesdienste zunächst durch die Wetzlarer Franziskaner abgehalten worden. Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts hatte die Zahl der Katholiken stark zugenommen. Ab 1804 konnte die evangelische Burgkirche mitgenutzt werden, nach deren Abriss die ... »Details
  6. 27. Oktober 1840: Johann David Passavant wird zum Inspektor am Städelschen Kunstinstitut berufen
    Nach dem überraschenden Tod von Karl Friedrich Wendelstadt (1786–1840) wird im Oktober 1840 der in Paris und Rom ausgebildete Maler und Kunstschriftsteller Johann David Passavant (1787–1861) von der Administration zum Inspektor des 1815 gegründeten Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main berufen. In dieser Funktion hatte er auch Zeichen-Unterricht zu geben, war aber selber zu diesem ... »Details
  7. 18. Januar 1841: Hochwasser im ganzen Land
    Noch im Dezember 1840 hatte es eisige Temperaturen, Frost und Schneemengen gegeben, sodass Dörfer teilweise abgeschnitten waren. Aufgrund eines Wärmeeinbruchs im Januar taut der Schnee, sodass am 18. Januar 1841 ganz Hessen Hochwasser herrschte. Die Flüsse Fulda, Lahn und Main erreichten den höchsten Stand des Jahrhunderts. Der Sommer hingegen war trocken, doch kam im Juli ein Wirbelsturm auf, ... »Details
  8. 28. Februar 1841: Der Biebricher Hafen wird über Nacht mit Steinen verschüttet
    In der Nacht des 28. Februars 1841 werden von einer Flotte von über 100 Mainzer Lastkähnen Steine vor der Einfahrt des Hafens in Biebrich in den Rhein geworfen, um einen Sperrdamm aufzuschütten. In Biebrich war ein boomender Umschlagplatz für Frankfurter Ware entstanden, wodurch der Umschlag in Mainz nach Abschaffung der Stapelrechte zurückging. Die Regierung in Darmstadt wusste von der ... »Details
  9. 11. April 1841: Veröffentlichung von „Der Datterich“ von Ernst Elias Niebergall
    In Darmstadt erscheint im Jahr 1841 das zeitkritische Werk „Datterich. Localposse, in der Mundart der Darmstädter“ von Ernst Elias Niebergall (1815–1843). Veröffentlich wurde die anonyme, biedermeierliche Lokalposse, welche im Darmstädter Dialekt verfasst wurde, in der Verlagsbuchhandlung Ludwig Pabst (1808–1889), der am 11. April 1841 das Erscheinen des Werkes erstmals im „Hessischen ... »Details
  10. 26. April 1841: Der Maler Jacob Becker wird zum Lehrer an der Städelschen Kunstschule bestellt
    Am 26. April 1841 wird der an der Kunstakademie in Düsseldorf ausgebildete Maler Jacob Becker (1810–1872), auch genannt „Jacob Becker von Worms“, als Elementarlehrer an der Städelschen Kunstschule in Frankfurt am Main eingestellt. Bereits ein Jahr später wird er zum Professor für Genre- und Landschaftsmalerei ernannt. Er sorgt für die Aufwertung der Genremalerei an der von der ... »Details
  11. 28. April 1841: Prinzessin Marie heiratet Großfürst Alexander II. in St. Petersburg
    Am 28. April 1841 heiratet die in Darmstadt geborene Prinzessin Marie von Hessen und bei Rhein (1824–1880), die Tochter des Großherzogs Ludwig II. (1777–1848), den späteren russischen Zaren Alexander II. (1818–1881) in St. Petersburg.|Ende 1843 kam das Paar auch nach Darmstadt und wurde mit einer Ehrenpforte und einem Festzug begrüßt.|Nach der späteren Zarin wurde die „Marienhöhe“ ... »Details
  12. 14. Juni 1841: Kinderarbeit in Hanauer Fabriken
    Im Königreich Preußen gibt es seit 1839 erste Regelungen zur Kinderarbeit, die unter anderem vorsehen, dass Kinder unter neun Jahren nicht in Fabriken arbeiten dürfen. Bis zum Alter von 16 Jahren war die tägliche Arbeitszeit auf zehn Stunden beschränkt. Im Kurfürstentum Hessen galten diese Vorschriften noch nicht, wie der Bericht der Hanauer Regierung vom 14. April 1840 zeigt. ... »Details
  13. 18. Juli 1841: Schwerer Sturm zerstört „Rieseneiche“ in Dagobertshausen
    Noch im Dezember 1840 gab es eisige Temperaturen, Frost und Schneemengen, sodass Dörfer teilweise abgeschnitten waren, doch aufgrund eines Wärmeeinbruchs taut der Schnee, sodass am 18. Januar 1841 in ganz Hessen Hochwasser auftrat. Die Flüsse Fulda, Lahn und Main erreichten den höchsten Stand des Jahrhunderts.  ... »Details
  14. 1. Oktober 1841: August Lucas wird zum Lehrer für freies Zeichnen an der Höheren Gewerbeschule in Darmstadt bestellt
    Am 1. Oktober 1841 wird der Maler und Grafiker August Lucas (1803–1863) zum Zeichenlehrer an der seit 1836 bestehenden Höheren Gewerbeschule und der damit verbundenen Realschule in Darmstadt ernannt. Nach einem längeren Italienaufenthalt war er 1834 in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Eugen Bracht (1842–1921), Wilhelm Bayrer (1836–1903), Philipp ... »Details
  15. 29. Oktober 1841: Die kurhessischen Leib-Dragoner beziehen die neue Kavalleriekaserne in Hofgeismar
    1838 begann man in der kurhessischen Garnisonsstadt Hofgeismar mit dem Bau einer Kaserne für das 1832 vom Mitregenten Prinz Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) neu formierte Leibdragonerregiment, das bis dahin in Privatquartieren untergebracht war. Die in diesem Jahr vorgelegten Pläne wurden genehmigt, doch zogen sich die Bauvorbereitungen aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten – Hofgeismar ... »Details
  16. November 1841: Herzog Adolph von Nassau bezieht das fertiggestellte Stadtschloss in Wiesbaden
    Die Planungen für ein herzogliches Stadtschloss im Stadtzentrum von Wiesbaden reichen bis in die 1830er Jahre zurück. Bis dahin hatte das Barockschloss Biebrich als Residenz gedient. Zunächst war ein Bauplatz am neu angelegten Luisenplatz auf dem Gelände der 1831 eingestürzten Bonifatiuskirche vorgesehen. 1835 legte der großherzoglich hessen-darmstädtische Baumeister Georg Moller ... »Details
  17. Dezember 1841: Franz Dingelstedt geht als Korrespondent nach Paris
    1836 war Franz Dingelstedt (1814–1881), der Dichter des später vertonten „Weserlieds“, als Hilfslehrer am Lyceum Fridericianum in Kassel angestellt worden. Hier gründete er mit Freunden den literarischen Zirkel „Stiftshütte“, dem unter anderem Friedrich Wilhelm Müller(1801–1889), Karl Friedrich Oetker (1809–1881) und Heinrich Josef König (1790–1869) angehörten.  ... »Details
  18. 1842: Auswanderung aus Wernings
    Um der wirtschaftlichen Not zu entgehen, entschlossen sich viele Hessen zur Auswanderung. Ein besonderer Fall war Wernings im Vogelsberg, wo alle Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes gemeinsam ihre Heimat verließen. Da das Dorf hoch verschuldet war, machte der Lehrer Wilhelm Reifschneider den Vorschlag, auszuwandern. Durch den Verkauf der Grundstücke und Immobilien konnte genug Geld eingenommen ... »Details
  19. 1842: Das neue Gebäude des anatomischen Instituts in Marburg ist bezugsfertig
    Wegen des Platzmangels in dem alten, 1789 aus Kassel nach Marburg versetzten anatomischen Theater hatte der seit 1813 amtierende Direktor des anatomischen Instituts Professor Christian Heinrich Bünger (1782–1842) wiederholt bei der Regierung auf einen Neubau gedrängt. 1838 bis 1842 konnte schließlich das neue Gebäude nach den Entwürfen von Nicolaus Erdmann Arend (1770–1846) in der ... »Details
  20. um 1847: Die kurhessische Industrie
    Bruno Hildebrand (1812-1878), Politiker und Wirtschaftswissenschaftler, verfasste 1852 „Statistische Mittheilungen über die volkswirtschaftlichen Zustände Kurhessens“. Er sah die Publikation als Teil einer „nationale[n] Statistik Deutschlands, die zur Erzeugung eines nationalen Selbstbewusstseins nothwendig“ sei. Eine vergleichbare statistische Übersicht für Kurhessen lag bis zu diesem ... »Details
  21. 20. April 1842: Gründung des „Mainzer Adelsvereins“ im Schloss Biebrich
    Am 20. April 1842 wird im Schloss Biebrich der „Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas“ unter dem Protektorat des Herzogs Adolph von Nassau (1817–1905) gegründet. Die 21 Mitglieder des Vereins, der 1844 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, waren ausschließlich Angehörige des Adels, weshalb der Verein auch „Mainzer Adelsverein“ genannt wurde.|Generalkommissar des ... »Details
  22. 17. August 1842: Feierliche Enthüllung des Bonifatius-Denkmals in Fulda
    In Anwesenheit des Künstlers Johann Werner Henschel (1782–1850) wird am 17. August 1842 auf dem Bonifatiusplatz in Fulda das überlebensgroße Bronzestandbild des Hl. Bonifatius feierlich enthüllt.|Bereits 1828 fanden erste Gespräche mit dem Kasseler Bildhauer über das geplante Denkmal statt. Im gleichen Jahr erschien erstmals ein Spendenaufruf des damaligen Oberbürgermeisters. Neben ... »Details
  23. September 1842: Auswanderung der Landbevölkerung nach Nordamerika
    Die zunehmende Verarmung der Landbevölkerung nach Missernten brachte ganze Dörfer in Hessen zum Verschwinden. ... »Details
  24. 12. September 1842: Eröffnung der "Ersten Deutschen Industrie-Ausstellung" in Mainz
    Im Jahre 1841 beschloss die 1840 gegründete Mainzer Sektion des Gewerbevereins für das Großherzogtum Hessen eine Ausstellung einheimischer Erzeugnisse abzuhalten. Die zunächst nur für Firmen aus dem Großherzogtum gedachte Leistungs-Schau wurde im Verlauf der Planungen auf die Rheinlande und letztendlich auf alle Staaten des Deutschen Zollvereins erweitert. Großherzog Ludwig II. von Hessen ... »Details
  25. 24. September 1842: Eine Neuausgabe eines bürgerlichen Kochbuchs des Gustav Lange Verlags erscheint in Darmstadt
    In dem Darmstädter „Frag- und Anzeigeblatt“ veröffentlicht der Verleger Gustav Lange (1812–1843) die neueste und erweiterte vierte Ausgabe des Kochbuchs „Supp‘, Gemüs‘ und Fleisch“ mit bürgerlichen Rezepten zu Speisen und Backwaren jeglicher Art. Ein weiteres Angebot umfasst neue Tanzkurse auf dem Karlshof von Lepître. Während in derselben Ausgabe der Kaufmann Blumenthal eine ... »Details
  26. 2. Januar 1843: Eröffnung einer Gold- und Silberscheideanstalt in Frankfurt
    In Frankfurt am Main eröffnet am 2. Januar 1843 Friedrich Ernst Rössler (1813–1883) eine private Edelmetallscheideanstalt. Der Sohn des Großherzoglich Hessischen Münzrats Johann Hector Rössler (1779–1863) war bereits seit 1838 für den Bau und die Einrichtung der neuen städtischen Münze eingestellt worden und wurde im Jahr 1841 zum Münzwardein (Münzprüfer) bestellt. 1860 konnte er ... »Details
  27. 28. Februar 1843: Generalversammlung des „Gewerbevereins für das Herzogtum Nassau“ in Wiesbaden
    Am 28. Februar 1843 tagt in Wiesbaden die erste Generalversammlung des „Gewerbevereins für das Herzogtum Nassau“. Ähnlich wie der bereits 1822 in Kassel im Rahmen der Neuordnung des Kurstaates gegründete Handels- und Gewerbeverein und der 1836 in Darmstadt entstandene „Gewerbeverein für das Großherzogtum Hessen“, hatte er vorrangig zum Ziel, Industrie und Handel zu fördern sowie ... »Details
  28. 19. April 1843: Ernst Elias Niebergall verstirbt in Darmstadt
    In Darmstadt erscheint im Jahr 1841 das zeitkritische Werk „Der Datterich“ von Ernst Elias Niebergall (1815–1843). Veröffentlich wurde die anonyme, biedermeierliche Lokalposse, welche im Darmstädter Dialekt verfasst wurde, in der Verlagsbuchhandlung Ludwig Pabst (1808–1889), doch war bekannt, dass Niebergall der Autor war. Benannt war der Datterich nach dem Kanzleigehilfen Friedrich ... »Details
  29. 26. April 1843: Versorgung von Waisen im Großherzogtum Hessen
    Die „Großherzoglich Hessische Landes-Waisen-Anstalt“ war im Großherzogtum Hessen für die Versorgung mittelloser Waisen zuständig. Deren Unterbringung erfolgte nicht in Waisenhäusern, sondern bei Pflegeeltern, die dafür ein Pflegegeld erhielten. Der Aufenthalt endete mit dem Tag der Konfirmation beziehungsweise Kommunion. Auch nach dieser Zeit sollte den Jugendlichen weiterhin geholfen ... »Details
  30. 27. April 1843: Verurteilung von Mitgliedern des Bundes der Geächteten
    Das Abschlussurteil beendet den bereits Ende des Jahres 1840 mit einer großangelegten Verhaftungsaktion der Bundeszentralbehörde eingeleiteten Prozess gegen den „hochverräterischen Bund der Geächteten“, der die frühere „Gesellschaft der Menschenrechte“ weitergeführt hatte. In Darmstadt werden elf Mitglieder, zumeist Handwerker, zu mehrjährigen zu Zuchthausstrafen verurteilt.(StH) ... »Details
  31. 24. Mai 1843: Philipp Hoffmann erhält den Auftrag zum Neubau der Bonifatiuskirche in Wiesbaden
    Nachdem der ab 1828 errichtete Vorgängerbau kurz vor seiner Vollendung im Februar 1831 eingestürzt war, beauftragt Herzog Adolf von Nassau (1817–1905) am 24. Mai 1843 den Wiesbadener Baumeister Philipp Hoffmann (1806–1889) mit dem Bau einer neuen Kirche am Luisenplatz.|Da erst noch Gelder zum Bau der Kirche gesammelt werden mussten, konnte die Grundsteinlegung erst am 5. Juni 1845 ... »Details
  32. 16. August 1843: Eröffnung des Spielsaals im neuen Kurhaus in Homburg vor der Höhe
    Nachdem man zu Beginn des Jahrhunderts mit dem Ludwigsbrunnen die erste mineralische Heilquelle in Homburg vor der Höhe entdeckt hatte, der später noch weitere folgen sollten (Elisabethenbrunnen, Kaiserbrunnen, Stahlbrunnen), bemühte man sich um den Ausbau des Kurwesens. Da das 1826 errichtet Kurhäuschen den gestiegenen Ansprüchen nicht genügte, plante man den Bau eines Kurhauses. Der ... »Details
  33. 20. September 1843: Hauptversammlung der Gustav-Adolf-Stiftung in Frankfurt
    Um die protestantischen Gemeinden in der Diaspora zu stützen, findet sich der „Evangelische Verein der Gustav-Adolf-Stiftung“ am 20. September 1843 zur ersten Hauptversammlung in Frankfurt am Main ein. ... »Details
  34. November 1843: Wilhelm Schulz veröffentlicht eine schriftliche Kritik an der hessischen Justiz in der Schweiz
    Aufgrund des Mitwirkens am „Hessischen Landboten“ wird der Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig (1791–1837) am 24. April 1835 festgenommen. Wegen Hochverrats befand er sich im Darmstädter Arresthaus und nach zwei Jahren Haft, am Morgen des 23. Februar 1837, nahm er sich mit Schnitten an Pulsadern und Hals das Leben. Grund des Suizids sei das unmenschliche Verhör durch Konrad Georgi ... »Details
  35. 11. November 1843: Diskussion um den Eisenbahnbau
    Im Kurfürstentum Hessen entstanden seit den frühen 1830er Jahren verschiedene Vereinigungen, die sich für den Bau einer Eisenbahn einsetzten. Allerdings konnte über Jahre hinweg keine Einigkeit erzielt werden, so dass der Baubeginn der ersten kurhessischen Bahnstrecke, die von Kassel über Bebra nach Gerstungen führte, erst im Juli 1845 stattfand. Im südlichen Hessen wurde dagegen bereits ... »Details
  36. 14. November 1843: Ernennung von Hugo von Ritgen zum Professor für Baukunst an der Universität Gießen
    Seit 1838 bereits als außerordentlicher Professor an der großherzoglich-hessischen Landesuniversität Gießen tätig, wird der aus Westfalen stammende Architekt Hugo von Ritgen (1811–1889) am 14. November 1843 zum ordentlichen Professor für Baukunst berufen.|Bei Georg Moller (1784–1852) in Darmstadt ausgebildet, hatte er sich 1835 in Gießen im Baufach habilitiert. Als Architekt führte er ... »Details
  37. 17. Dezember 1843: Künstlerfest zu Ehren des Malers Anton Radl im Augsburger Hof
    Am 17. Dezember 1843 findet im Augsburger Hof in Frankfurt am Main ein Künstlerfest zu Ehren des seit 1794 in der Stadt ansässigen Malers und Kupferstechers Anton Radl (1774–1852) statt. Veranstaltet wird es von Frankfurter Bürgern und Kollegen – unter ihnen der Arzt Dr. Heinrich Hoffmann (1809–1894), der ein Jahr später den „Struwwelpeter“ dichtete, der Maler Moritz Daniel ... »Details
  38. 1844: Karikatur auf die Gegner des Eisenbahnbaus
    Die beiden Abgeordneten der kurhessischen Ständeversammlung Johann Wilhelm Bähr (1786-1854) und Carl von Ochs (1794-1846) standen dem Bau einer Eisenbahn im Kurfürstentum Hessen kritisch gegenüber. Während einer Debatte im Landtag äußerte Bähr die Besorgnis, dass die Eisenbahn „auf Kosten des Landes und armer Unterthanen“ erbaut würde. Es sei nicht leicht, ein solches Projekt zu ... »Details
  39. 1844: „Landgängerei“
    Die Armut vor allem in Mittelhessen, im Westerwald und Taunus zwang die Bevölkerung dazu, außerhalb ihrer Heimatdörfer Arbeit zu suchen. Diese sogenannten Landgänger betätigten sich oft als Musikanten, Besen- und Fliegenwedelhändler und reisten bis nach Russland, Skandinavien und Großbritannien, um dort Geld zu verdienen. Oftmals wurde der Handel mit Besen oder Fliegenwedeln nur ... »Details
  40. 27. Februar 1844: Gustav Kaupert erhält ein zweijähriges Reisestipendium für Italien
    Der an der Kasseler Akademie unter anderem bei Johann Christian Ruhl (1764–1842) und Johann Werner Henschel (1782–1850) ausgebildete Bildhauer Gustav Kaupert (1819–1897) erhält am 27. Februar 1844 die Zusage für ein zweijähriges Stipendium der Akademie für einen Studien-Aufenthalt in Italien. Nach einem kurzen Halt in München reist er entlang des Gardasees über Verona, Padua und ... »Details
  41. 26. März 1844: Herzogin Elisabeth zieht in Wiesbaden ein
    Am 31. Januar 1844 heiratete Elisabeth (1826–1845), die Tochter des Zarenbruders Michael Pawlowitsch Romanow (1798–1849), in St. Petersburg Herzog Adolph von Nassau (1817–1905), den sie 1840 bei einem Aufenthalt in dem beim russischen Adel sehr beliebten Kurort Bad Ems kenngelernt hatte. ... »Details
  42. 20. April 1844: Ernst Christian Schleiermacher verstirbt
    Am 20. April 1844 verstirbt der ehemalige Kabinettssekretär von Großherzog Ludewig (1753–1830) Ernst Christian Schleiermacher im Alter von 89 Jahren in Darmstadt. Schleiermacher war mehr als vier Jahrzehnte lang engster Mitarbeiter des Großherzogs, maßgeblicher Mitgestalter der Kunst- und Kulturpolitik des Großherzogtums und seit der Gründung des von ihm mit aufgebauten Darmstädter ... »Details
  43. 23. Juni 1844: Erstes Bergturnfest auf dem Feldberg im Taunus
    Ab Juli 1832 wurden politische Vereine verboten. Schon ab 1833 entstanden daraufhin mehrere Turn- und Gesangsvereine, um verdeckt politische Kontakte zu pflegen, so auch die „Turngemeinde“ in Hanau im Jahr 1837. Ebenfalls ab 1833 gab es einen Turnverein in Frankfurt am Main. Ein Turnfest mit Vereinen aus Hanau und Mainz wurde im Herbst 1841 in Frankfurt veranstaltet. Schließlich kam 1843 der ... »Details
  44. 25. August 1844: Einweihung des Ludwigsmonuments in Darmstadt
    Im Mai 1837 konstituiert sich in Darmstadt ein „Verein zur Errichtung eines Monuments für Großherzog Ludewig I.“ (1753–1830), der in der Bevölkerung Spenden sammelt. Man dachte zunächst an ein Marmorstandbild nach dem Entwurf des Hofbildhauers Johann Baptist Scholl d. Ä. (1784–1854) auf dem Mathildenplatz. Finanziert werden sollte das Denkmal durch Spenden der Bürger in allen ... »Details
  45. 10. September 1844: Gründung der Friedrich-Wilhelms-Nordbahngesellschaft
    Am 10. September 1844 wird in Kassel die Gründung einer von Frankfurter Bank- und Handelshäusern geführten Aktiengesellschaft bekanntgegeben, die den Bau mehrerer Eisenbahnstrecken im Kurfürstentum Hessen finanzieren soll. Die kurhessische Ost-West-Verbindung soll als „Friedrich-Wilhelms-Nordbahn“ vom Anschluss der thüringischen Eisenbahn über Kassel bis zur preußischen Grenze führen. ... »Details
  46. 22. Oktober 1844: Einweihung des Goethe-Denkmals in Frankfurt
    Nachdem es bereits zu Lebzeiten des Dichters Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) in den 1820er Jahren nicht verwirklichte Ideen für ein Goethedenkmal auf der Maininsel in seiner Geburtsstadt Frankfurt am Main gegeben hatte, formierte sich fünf Jahre nach dem Tod des Dichters ein Komitee zur Errichtung eines Denkmals, – eine Initiative Frankfurter Bürger, die auch vom Frankfurter ... »Details
  47. Dezember 1844: Heinrich Hoffmann erfindet den „Struwwelpeter“ als Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn
    Im Dezember 1844 erfindet der Frankfurter Arzt und Psychiater Dr. Heinrich Hoffmann (1809–1894) das selbst gestaltete Bilderbuch des „Struwwelpeter“ und verschenkt es als Weihnachtsgeschenk an seinen Sohn. Trotz der Grausamkeit der Erzählungen waren Personen im nahen Umfeld begeistert von den Geschichten über kindliches Verhalten wie mangelnde Körperpflege und das Daumenlutschen, wogegen ... »Details
  48. 1845: Anwerbung von Siedlern für Algerien im Odenwald
    Im Zeitraum von 1841 bis 1847 wurden insgesamt 16.500 Auswanderer im Großherzogtum Hessen gezählt. Auslöser war unter anderem die durch die Dürre und Kartoffelfäule hervorgerufene Krise der Jahre 1845/46. Viele Gemeinden versuchten, sich auf diese Weise der Versorgungspflicht für die Armen zu entledigen.|Schon im Jahr 1845 wurde vor allem im Odenwald für das seit 1830 französisch besetzte ... »Details
  49. 1845: Bahnhof der Main-Neckar-Bahn in Bensheim fertiggestellt
    Das repräsentative Empfangsgebäude der Main-Neckar-Bahn in Bensheim wird 1845 nach Plänen des Darmstädter Hofbaudirektors Georg Moller (1784–1852) im Stil des Klassizismus errichtet. Der noch heute erhaltene Bahnhof ist damit einer der ältesten vollständig erhaltenen in Hessen und steht unter Denkmalschutz. Als Typus war er Vorbild für weitere Empfangsgebäude der Main-Neckar-Bahn wie ... »Details
  50. 1845: Herzogin Pauline bezieht das „Paulinenschlösschen“ als Witwensitz
    Nach dem überraschenden Tod ihres Ehemanns Herzog Wilhelm zu Nassau (1792–1839) war Herzogin Pauline Friederike von Nassau (1810–1856), eine württembergische Prinzessin, zunächst mit ihren Kindern in das an der nördlichen Seite der Rheinstraße gelegene Heersche Haus gezogen. 1845 kann sie dann das oberhalb der Sonnenberger Straße (heute Prinzessin-Elisabeth-Straße) in Wiesbaden gelegene ... »Details