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Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
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- 1990
- 2000
- 11. Februar 1831: Einsturz der katholischen Bonifatiuskirche in Wiesbaden
Am 11. Februar 1831 stürzt der fast vollendete Neubau der Bonifatiuskirche am neu angelegten Luisenplatz in Wiesbaden ein. Verantwortlich für den Bau war der herzoglich nassauische Hofbaurat Friedrich Ludwig Schrumpf (1765–1844), der den Bau im klassizistischen Stil entworfen hatte. Der Grundriss der Kirche hatte die Form eines Zentralbaues auf der Basis eines griechischen Kreuzes. Eine ... »Details - 2. Mai 1831: Nassauischer Landtag wird auf unbestimmte Zeit verschoben
Am 22. Februar 1831 findet sich der Nassauische Landtag in Wiesbaden zusammen, um über die Eigentumsrechte der nassauischen Domäne zu tagen, worunter auch die kurmainzischen Gebiete im Rheingau fallen. Durch einen Streit wird der Landtag jedoch auf unbestimmte Zeit verlegt. Schon beim ersten Treffen des Landtages im Jahr 1818 zählten die Deputierten die Domanialvermögen zum Staatseigentum ... »Details - 19. Juni 1831: Genehmigung zur Errichtung einer „Cur-Anstalt“ in Kronthal
1818 hatte der nassauische Amtsarzt und Medizinalrat Ferdinand Küster (1791–1854) bei Kronberg einen Sauerbrunnen entdeckt. Er erkannte die Heilwirkung der Quelle und organisierte ab 1821 erste Formen eines Bade- und Kurbetriebs. Die Konzession für den Kurbetrieb erhielt er 1826. Im Jahr 1835 errichtete er ein Kurhaus, das ein älteres Gebäude ersetzte. ... »Details - 12. Juli 1831: Vereinsgründung in Hanau zur Unterstützung von Polen
Als Reaktion auf die ab dem November 1830 begonnenen Freiheitskämpfe in Polen bildet sich am 12. Juli 1831 in Hanau der „Hauptverein für Verwundete und Leidende im Königreich Polen“ mit wachsender Mitgliedszahl. In Polen löste sich die Bevölkerung von den Zaren und stand nun in Konfrontation mit der russischen Armee. Ähnliche Vereine aus Butzbach, Darmstadt und Gießen wandten sich mit ... »Details - 25. August 1831: Kurhessen schließt sich dem hessisch-preußischen Zollverein an
Der Darmstädter Gesandte August Hofmann (1776–1841) unterzeichnet am 12. Februar 1828 mit preußischem Finanzminister Friedrich von Motz (1775–1830) die Zollunion zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen in Berlin. Nach den gescheiterten süddeutschen Zollplänen von Finanzminister Karl du Bos du Thil (1777–1859) entschied er sich – mit Blick auf die Getreide- und Weinexporte – ... »Details - 29. September 1831: Hofgericht in Gießen urteilt über Hanauer Unruhestifter
Der Darmstädter Gesandte August Hofmann (1776–1841)hatte am 12. Februar 1828 mit dem preußischen Finanzminister Friedrich von Motz (1775–1830) die Zollunion zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen in Berlin unterzeichnet. Nach den gescheiterten süddeutschen Zollplänen von Finanzminister Karl du Bos du Thil (1777–1859) entschied er sich – mit Blick auf die Getreide- und ... »Details - 30. September 1831: Kurprinz Friedrich Wilhelm übernimmt die Regentschaft
Während der revolutionären Ereignisse in Kurhessen 1830/31 zielt der Unmut der Bevölkerung vor allem auch auf den Kurfürsten Wilhelm II. (1777–1847) und seine Mätresse, die von ihm zur Gräfin von Reichenbach-Lessonitz erhobene Emilie Ortlöpp (1791–1843).|Nachdem es nach der Unterzeichnung der neuen Verfassung im Januar 1831 in Kurhessen wegen der Rückkehr der unbeliebten Gräfin und ... »Details - 7. Dezember 1831: Erste „Garde-Du-Corps-Nacht“ in Kassel
Obschon die am 30. September 1830 erfolgte Übertragung der Mitregentschaft an den Kurprinzen Friedrich Wilhelm (1802–1875) in Kassel große Zustimmung bei der Bevölkerung gefunden hatte, führte schon bald der Familienzwist wegen seiner nicht standesgemäßen Heirat mit der von ihm im Oktober zur Gräfin Schaumburg erhobenen, geschiedenen Bürgerlichen Gertrude Lehmann (1803–1882) zu ... »Details - 1832: Kritik an der Auswanderung
Der Frankfurter Autor Wilhelm Sauerwein (1803–1847), der aufgrund seiner liberalen und republikanischen Gesinnung wiederholt Probleme mit den Behörden hatte, veröffentlichte 1832 eine ironische Schrift, die er den „deutschen ABC-Schützen, welche die Freiheit erzielen möchten, aus Patriotismus“ widmete. Im Kapitel „Der Bauer“ setzte er sich mit der Lage der ländlichen Bevölkerung ... »Details - 1832-1833: Die berufliche Emanzipation der Juden
Die Bemühungen von staatlicher als auch jüdischer Seite, „bürgerliche“ Berufe für die Juden zu öffnen, wurden innerhalb jüdischer Kreise als wichtiger Schritt zu einer vollständigen rechtlichen Gleichstellung gesehen. ... »Details - 1. Januar 1832: Erste Ausgabe des „Hessischen Volksblatts“ sowie Neugründungen von politischen Zeitungen
Schon am 5. Januar 1831 versprach die kurhessische Verfassung die Pressefreiheit, jedoch wurde noch kein diesbezügliches Gesetz erlassen. Zu Beginn des Jahres bildeten sich nicht nur ein Presseverein zur Förderung freier Zeitungen in Zweibrücken, sondern es erschien auch am 1. Januar 1832 durch die Lockerung der Zensur die erste Ausgabe der neu gegründeten, pfälzischen, liberalen Zeitung ... »Details - 19. Februar 1832: Fest der „Freunde Hessischer Eintracht“ in Gießen
Gut drei Monate vor dem legendären revolutionären Fest auf dem Hambacher Schloss (27. bis 30. Mai 1832) wird am 19. Februar 1832 in Gießen das „Fest der Freunde Hessischer Eintracht“ mit etwa dreihundert Teilnehmern veranstaltet. Im Gegensatz zu der späteren Veranstaltung verlief das Gießener „Verbrüderungsfest“ mit Teilnehmern aus Gießen und Marburg im konstitutionellen ... »Details - Juni 1832: Gründung der Landeskreditkasse in Kassel
Im Juni 1832 gründet das Kurfürstentum Hessen die Landeskreditkasse als staatliche Grundkreditanstalt, die Bauern und Kommunen zinsgünstige Kredite gewähren sollte. Diese steht unter der Aufsicht des Innenministeriums. Die Kredite werden durch langfristige Schuldverschreibungen finanziert.|1833 erwarb der Kurhessische Staat das Pfarrhaus der Oberneustädter Gemeinde in Kassel und richtete dort ... »Details - 6. Juni 1832: Neue Schulordnung für das Großherzogtum Hessen
Mit dem „Edict, das Volkschulwesen im Großherzogthume überhaupt und insbesondere die Organisation der Behörden zur Leitung der Schulangelegenheiten betreffend“ werden die liberalen Bestimmungen der Schulordnung von 1827 aufgehoben. Die Volksschule wird wieder Konfessionsschule und den Pfarreien zugeordnet. Im Unterricht stehen wieder religiöse Inhalte im Mittelpunkt, als Fächer werden ... »Details - 22. Juni 1832: Demonstration in Wilhelmsbad während eines Volksfests
Während eines großen politischen Volksfestes am 22. Juni 1832 in Wilhelmsbad demonstrieren über 8.000 Menschen für Freiheit und einen demokratischen Zusammenschluss Deutschlands. Präsident des Festkomitees ist der Redakteur des „Teutschen Volksblatts“ Johann Adam Förster (1796–1890). Nach dem Festmahl gibt es politische Reden von Georg Fein (1803–1869), Karl Brüggemann (1810–1887) ... »Details - 23. Juni 1832: Bauernbefreiung im Kurfürstentum Hessen durch das Ablösungsgesetz
Da die 1809 im Königreich Westphalen verkündete Bauernbefreiung bereits 1815 durch den hessischen Kurfürsten Wilhelm I. (1743–1821) wieder aufgehoben wird, verschlechtert sich die Lage in der Landwirtschaft ständig. 1830 kommt es zum Bauernaufstand in Oberhessen. Erst 1832 werden die Bauern im Kurfürstentum Hessen-Kassel persönlich frei. Der wichtigste Grundherr im Kurfürstentum bleibt ... »Details - Juli 1832: Gründung des „Actienvereins“ in Kassel
Um den Bau von Eisenbahnen zu unterstützen, wird im Juli 1832 in Kassel von handel- und gewerbetreibenden Bürgern ein privater „Actienverein zur Errichtung einer von den Hansestädten beginnenden, durch den Norden Deutschland über Hannover’sch Minden nach den süddeutschen Städten führenden Eisenbahn“ gegründet. Die Mitglieder versprechen sich von dem neuen Verkehrsmittel einen starken ... »Details - 22. Juli 1832: Neugründung des „Vaterlands-Vereins zur Unterstützung der freien Presse“
Schon am 5. Januar 1831 versprach die kurhessische Verfassung die Pressefreiheit, jedoch wurde noch kein diesbezügliches Gesetz erlassen. Zu Beginn des Jahres bildeten sich nicht nur ein Presseverein zur Förderung freier Zeitungen in Zweibrücken, sondern es erschien auch am 1. Januar 1832 durch die Lockerung der Zensur die erste Ausgabe der neu gegründeten, pfälzischen, liberalen Zeitung ... »Details - 7. August 1832: Erlass zur Gründung einer Polytechnischen Schule in Kassel
Mit Erlass vom 7. August 1832 wird in Kassel eine „Polytechnische Anstalt“ oder auch „Höhere Gewerbeschule“ gegründet, die das ehemalige Gouvernementsgebäude am Martinsplatz zugewiesen bekommt. Erster Direktor wird der Chemiker Friedrich Wöhler (1800–1882). An der Schule unterrichteten renommierte Persönlichkeiten, wie etwa die Chemiker Robert Bunsen (1811–1899) und Carl ... »Details - 1833: Moritz Daniel Oppenheim – „der erste jüdische Maler“
Moritz Daniel Oppenheim (1800-1882) wurde in Hanau geboren und wuchs im dortigen jüdischen Ghetto auf. Er profitierte während seiner Schulzeit von der nach französischem Vorbild eingeführten weitgehenden Gleichberechtigung der jüdischen Bevölkerung und konnte die Hohe Landesschule und die Staatliche Zeichenakademie in Hanau besuchen. Er war zudem der erste jüdische Schüler am Städelschen ... »Details - 1833: „Die Unanwendbarkeit der englischen Eisenbahnen“
Bevor im September 1839 die erste Eisenbahnstrecke in Hessen zwischen Frankfurt und Höchst eröffnet werden konnte, gab es jahrelange Diskussionen über die Vor- und Nachteile des neuen Transportmittels. So verfasste Alexander Lips (1779-1838), Professor der Staatswissenschaft an der Universität Marburg, eine Abhandlung unter dem Titel „Die Unanwendbarkeit der englischen Eisenbahnen auf ... »Details - 1833-1834: Die Gießener Auswanderungsgesellschaft
1833 gründeten der Gießener Rechtsanwalt Paul Follen (1799-1844) (latinisierte Form „Follenius“) und Friedrich Münch (1799-1881), Pfarrer in Nieder-Gemünden, die Gießener Auswanderungsgesellschaft. Sie kannten sich aus ihrer Studienzeit in Gießen, in der sie den republikanisch idealistischen Ideen eines deutschen Idealstaates, die Pauls Bruder Karl Follen (1796-1840) vertrat, folgten. Da ... »Details - 6. März 1833: Gründung des Evangelischen Missionsvereins in Kurhessen
Viele evangelische Christen fühlen sich nach dem Zeitalter der Französischen Revolution und ihrer antireligiösen Einstellung verstärkt zu den Kirchen hingezogen; sie suchen in der Hinwendung zu religiösen Traditionen und sozialer Betätigung neue Sinnerfüllung als Christen. Die aus dieser Erweckungsbewegung entstandene „Innere Mission“ wendet sich schon früh auch der Missionierung in ... »Details - 15. März 1833: Eröffnung des Städelschen Kunstinstituts in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurt
Das fünfköpfige städtische Administratorenteam des 1815 gestifteten Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main, das damals neben Carl Ferdinand Kellner (1775–1841) und Dr. jur. Carl Friedrich Starck (1774–1833), den Stadtphysikus Prof. Dr. med. Theodor Kestner (1799–1847), den Archivar Dr. jur. Johann Friedrich Böhmer (1795–1863) und den Kaufmann Philipp Passavant (1782–1856) ... »Details - 3. April 1833: Studenten stürmen in Frankfurt die Haupt- und Konstablerwache
In Gießen werden am 28. Juni 1828 insgesamt 48 Verbindungsstudenten vom Universitätskanzler Franz Joseph von Arens (1779–1855) im Zuge der „Großen Relegation“ von der Universität verwiesen. Die radikale Burschenschaft der „Schwarzen“ unter Karl Follen (1795–1840), eine Teilgruppe der „Teutschen Lesegesellschaft“, die einen Einheitsstaat forderte, wurde von „Hassia“ und ... »Details - 1. Juni 1833: Gründung des „Historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen“ in Darmstadt
Am 1. Juni 1833 versammeln sich im Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt historisch interessierte Bürger, um den „Historischen Verein für das Großherzogtum Hessen“ zu gründen, der sich um die Erforschung und den Erhalt historischer Quellen kümmern sollte. Erster Präsident wurde Staatsrat Carl Eigenbrodt (1826–1900).|Unter den zunächst 111 Mitgliedern des staatstragenden Vereins waren ... »Details - 9. Juni 1833: Einweihung der Frankfurter Paulskirche
Da 1786/87 die gotische Barfüßerkirche in Frankfurt am Main wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste, wurde Stadtbaumeister Johann Andreas Liebhardt (1713–1788) mit der Planung eines Neubaus beauftragt. Sein Entwurf im spätbarocken Stil auf der Basis eines Ovals mit angelegtem Turm im Süden und zwei Treppenhäusern auf der gegenüberliegenden Seite wurde allerdings in der Stadt ... »Details - 30. Juni 1833: Frankfurt richtet eine Bundeszentralbehörde für „politische Unruhen“ ein
In Gießen werden am 28. Juni 1828 insgesamt 48 Verbindungsstudenten vom Universitätskanzler Franz Joseph von Arens (1779–1855) im Zuge der „Großen Relegation“ von der Universität verwiesen. Die radikale Burschenschaft der „Schwarzen“ unter Karl Follen (1795–1840), eine Teilgruppe der „Teutschen Lesegesellschaft“, die einen Einheitsstaat forderte, wurde von „Hassia“ und ... »Details - 6. Juli 1833: Der Philosoph Arthur Schopenhauer lässt sich dauerhaft in Frankfurt nieder
Am 6. Juli 1833 lässt sich der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788–1860) dauerhaft in Frankfurt am Main nieder. Schon 1831 war er aus Angst vor einer Choleraepidemie in Berlin in die Stadt geflüchtet und dann vorläufig nach Mannheim gezogen. ... »Details - September 1833: Gründung der Gießener Auswanderungsgesellschaft
Angesichts der Restauration der alten Machtverhältnisse, die sich in den deutschen Kleinstaaten nach dem Wiener Kongress eingestellt hatte, und der daraus resultierenden politischen Unterdrückung der liberalen, freigeistigen Bevölkerung, die sich auch nach den Unruhen im Jahre 1830 nicht wesentlich gebessert hatte, erschien vielen von ihnen die Auswanderung nach Nordamerika als erstrebenswertes ... »Details - 21. September 1833: Eröffnung der Großherzoglichen Nationalbühne Mainz
Am 21. September 1833 wird die Großherzogliche Nationalbühne Mainz mit der Jubelouvertüre von Carl Maria von Weber (1786–1826) und einer Vorstellung von W. A. Mozarts Oper „Titus“ feierlich eröffnet.|Bereits während der französischen Besetzung von Mainz war ein Theaterbau als Ersatz für das im kurfürstlichen Marstall nur unzureichend untergebrachte Hoftheater geplant worden. Als ... »Details - 1834: Päpstliche Anerkennung von katholischen Genossenschaften und Kongregationen
Papst Gregor XVI. (1765–1846) erkennt die neu gegründeten religiösen Genossenschaften und Kongregationen als Orden an. Damit wird die kirchenrechtliche Grundlage für die vielen neuen Gemeinschaften, die in der Zeit von 1850 bis 1950 entstehen, gelegt. Die Gruppen sind in der Kranken- und Armenpflege, im Schulbereich und der Altersversorgung tätig. Die Kongregationen sind hierarchisch ... »Details - 1834: Der Armenverein in Kassel
Vor allem in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts übernahm privat organisierte Armenfürsorge neben der staatlichen und kirchlichen wichtige Funktionen. 1834 gründete der Armenverein in Kassel eine „Anstalt zur Erziehung armer verwahrloster Knaben“, die zunächst Platz für 27 Jungen bot. Diese wurden dort tagsüber betreut, verbrachten aber die Nächte bei den Eltern. ... »Details - 14. Februar 1834: Antoine Chabert erhält die Konzession für die Spielbanken in nassauischen Badeorten
Als 1830 in Frankreich Spielbanken verboten wurden, suchten deren Pächter in Deutschland neue Wirkungsstätten. Am 14. Februar 1834 erwarb Antoine Chabert (1774–1850), der bereits 1824 die Spielbanklizenz für Baden-Baden erhalten hatte, die Konzession für die Spielbanken in den vier nassauischen Kurorten Bad Ems, Langenschwalbach, Schlangenbad und Wiesbaden.|Das Glücksspiel spielte beim ... »Details - Frühjahr 1834: In Kassel erscheint „Prinz Rosa Stramin“ von Ernst Koch
Unter dem Pseudonym Eduard Helmer veröffentlicht der Jurist Ernst Koch (1808–1858) im Frühjahr 1834 in Kassel sein Buch „Prinz Rosa-Stramin“. Zu dem skurrilen Titel hatte ihn seine damalige Verlobte Henriette von Bosse (geb. 1813) angeregt, die ihm ein Notizbuch geschenkt hatte, das in rosa Stramin eingebunden war, bestickt mit der Darstellung eines persischen Prinzen. ... »Details - 18. Juni 1834: Verurteilung von Wilhelm Schulz in Darmstadt
In Darmstadt wird Wilhelm Schulz (1797–1860) am 18. Juni 1834 wegen seinen erneuten revolutionären Handlungen vom Kriegsgericht zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der ehemalige Leutnant kämpfte in den Feldzügen von 1813/14, studierte Rechtswissenschaften und hatte um 1818 Kontakt zu den „Darmstädter Schwarzen“. Er schrieb den wirkungsvollen Text des „Frag- und Antwortbüchleins“, ... »Details - 5. Juli 1834: Gründung des Mutterhauses der Vinzentinerinnen in Fulda
1734 gründet Kardinal Armand Gaston de Rohan-Soubise (1674–1749), Bischof von Straßburg, die „Soeurs de la charité“, die Schwestern der Nächstenliebe, die sich auf den heiligen Vinzenz von Paul (1581–1660) berufen. Der 1729 heiliggesprochene Priester gilt als Begründer der neuzeitlichen Caritas, als Betreuer der Armen und Kranken. Durch die Französische Revolution kommen Schwestern ... »Details - 27. Juli 1834: Karl Schapper veranstaltet ein Handwerkerfest auf dem Steinhölzi
Der geflüchtete „Wachentürmer“ Karl Schapper (1812–1870) veranstaltet am 27. Juli 1834 ein Handwerkerfest auf dem Steinhölzi bei Bern. Im Mai 1836 druckte Carl Preller (1802–1877) in Biel 4.000 Exemplare eines fiktiven Auswanderbrief aus einem „Freistaat von Nordamerika“ im Namen eines „Adam Frank aus Fränkisch-Crumbach im Odenwald“. Preller druckte im August 1835 ebenfalls den ... »Details - 1. August 1834: Verhaftung von Karl Minnigerode in Gießen
Am späten Abend des 1. August 1834 wird Karl Minnigerode (1814–1894) am Selzertor in Gießen verhaftet. Bei sich trug er 139 (in seine Kleidung eingenähte) Exemplare des „Hessischen Landboten“, geschrieben von Georg Büchner (1813–1837) und editiert von Friedrich Ludwig Weidig (1791–1837) aus Butzbach. Die Flugschrift verbreitet sich trotz der Festnahme in Oberhessen und die Polizei ... »Details - 16. August 1834: Aufruf zur Gründung des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde in Kassel
Im August 1834 entwickeln die Kasseler Bibliothekare Carl Bernhardi (1799–1874) und Heinrich Schubart (1800–1885) sowie der junge Historiker Georg Landau (1807–1865) auf einer Wanderung die Idee, wie schon 1821 in Wiesbaden für das Herzogtum Nassau und 1833 in Darmstadt für das Großherzogtum Darmstadt geschehen, einen historischen Verein für Kurhessen zu gründen. Hinzugewinnen können ... »Details - 12. November 1834: Landgraf Victor Amadeus von Hessen-Rotenburg verstirbt
Mit dem Tod des Landgrafen Victor Amadeus von Hessen-Rotenburg (1779–1834) am 12. November 1834 auf Schloss Zembowitz bei Ratibor erlischt die Sonderstellung des teilsouveränen Fürstentums Hessen-Rotenburg („Rotenburger Quart“).|Diese Nebenlinie der Landgrafschaft Hessen-Kassel ging auf Landgraf Moritz von Hessen-Kassel (1572–1632) zurück, der 1627 auf Betreiben seiner zweiten Ehefrau ... »Details - 4. Januar 1835: Gründung des Kunstvereins in Kassel
Auf Initiative des Akademieprofessors Friedrich Wilhelm Müller (1801–1889) wird am 4. Januar 1835 der „Kunstverein für Kurhessen“ in Kassel gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem der Akademiedirektor Ludwig Hummel (1770–1840), die Professoren Johann Conrad Bromeis (1788–1855), der der erste Präsident des Vereins wird, Johann Christian Ruhl (1764–1842), Karl ... »Details - 24. April 1835: Verhaftung von Friedrich Ludwig Weidig
Aufgrund des Mitwirkens am „Hessischen Landboten“ wird der Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig (1791–1837) am 24. April 1835 festgenommen. Wegen Hochverrats befand er sich im Darmstädter Arresthaus und nach zwei Jahren Haft, am Morgen des 23. Februar 1837, nahm er sich mit Schnitten an Pulsadern und Hals das Leben. Grund des Suizids sei das unmenschliche Verhör durch Konrad Georgi ... »Details - 1. Juli 1835: Inbetriebnahme der „Soolbad-Anstalt zu Nauheim“
Bereits im 18. Jahrhundert hatte man in Nauheim eine der größten Salinen Europas errichtet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckte man die heilende Wirkung der Sole und nachdem man bereits 1823 eine Badeanstalt für die Belegschaft der Saline eingerichtet hatte, wird am 1. Juli 1835 die „Soolbad-Anstalt zu Nauheim“ mit neun Badezellen auf dem Gelände der heutigen Dankeskirche ... »Details - 27. Juli 1835: Staatsminister Hassenpflug erlässt Denkmalschutzverordnung für Kurhessen
Nachdem der Kasseler Archivdirektor Christoph Rommel (1781–1859) bei einer im Auftrag von Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) durchgeführten Reise zur Beschaffung mittelalterlicher Glasmalereien für die Ausstattung der künstlichen Ruine Löwenburg bei Kassel den schlechten Zustand der Baudenkmäler im Kurfürstentum beklagt hatte, war bereits am 17. August 1827 eine Verordnung erlassen ... »Details - 10. Dezember 1835: Nassau tritt dem „Großen Deutschen Zollverein“ bei
Der Darmstädter Gesandte August Hofmann (1776–1841) unterzeichnet am 12. Februar 1828 in Berlin mit dem preußische Finanzminister Friedrich von Motz (1775–1830) die Zollunion zwischen dem Königreich Preußen und dem Großherzogtum Hessen. Nach den gescheiterten süddeutschen Zollplänen von Finanzminister Karl du Bos du Thil (1777–1859) entschied er sich für Preußen mit Blick auf ... »Details - 1836: Wilhelm Heinrich Joseph Enke richtet ein „Zelt“ in Frankfurt ein
Der Schneidermeister Wilhelm Heinrich Joseph Enke richtet 1836 ein sogenanntes revolutionäres Zelt in Frankfurt am Main ein, welches unter die Geheimorganisation „Bund der Geächteten“ fällt. Im Jahr 1840 wird Enke verhaftet, doch konnten acht solcher Zelte in Frankfurt eingerichtet werden.(StH) ... »Details - 1836: Gründung des St. Elisabeth-Hospitals in Orb durch den bayerischen König
Orb0=Seit 1909 trägt die Gemeinde den Namen Bad Orb. gehört bis 1866 zum Königreich Bayern. König Ludwig I. von Bayern (1786–1868) fördert seit seinem Regierungsantritt im Jahr 1825 die Wiedererrichtung der Orden und Klöster in seinem Königreich. Dem Krankenpflegeorden der Vinzentinerinnen überträgt er die medizinische Versorgung für Bayern. 1836/37 wird in Orb ein Hospital durch ... »Details - 2. Januar 1836: Bildung eines Eisenbahn-Komitees in Frankfurt
Am 2. Januar 1836 tritt die Freie Stadt Frankfurt dem Deutschen Zollverein bei. Führende Bank- und Handelsunternehmen, angeführt von den Bankhäusern Bethmann und Rothschild, gründen aufgrund des Erfolgs der Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth vom Dezember 1835 noch am selben Tag ein Eisenbahn-Komitee. Am 31. Januar 1836 wird in Darmstadt ebenfalls eine Eisenbahn-Gesellschaft gegründet. ... »Details - 22. Januar 1836: Einweihung des neuen Ständehauses in Kassel
In Kassel wird am 22. Januar 1836 das neue Ständehaus für den kurhessischen Landtag eingeweiht. Es ist das älteste Parlamentsgebäude in Hessen.|Vorausgegangen war eine langwierige Diskussion über das Aussehen und den Standort des geplanten Gebäudes für die kurhessische Ständeversammlung, die sich 1830 erstmals zusammengefunden hatte. „Das Ständehaus muss ein sichtbares Denkmal der ... »Details
