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Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 1816: Rücknahme der bürgerlichen Rechte für die Juden in Frankfurt
Ende 1811 erhielten die Juden in Frankfurt die gleichen bürgerlichen Rechte wie die christliche Bevölkerung – allerdings erst nach der Zahlung von 440.000 Gulden. Lange währte die Gleichstellung nicht. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurden im Januar 1814 die Gesetze und die Verfassung wieder in Kraft gesetzt, die bis 1803 gültig waren. Damit konnten Juden keine Bürger mehr ... »Details - 1816: In Frankfurt erscheinen die ersten Kupferstiche des „Faust“-Zyklus von Peter Cornelius
Nachdem 1808 der erste Teil von Johann Wolfgang von Goethes (1749–1832) „Faust“ erschienen war, begannen sehr bald die Auseinandersetzungen zeitgenössischer Künstler mit der Tragödie. Der in Düsseldorf ausgebildete Peter Cornelius (1783–1867), der 1809 nach Frankfurt am Main gekommen war, begann dort Ende 1810 mit den ersten Federzeichnungen für einen auf zwölf Blatt angelegten ... »Details - 5. Februar 1816: Kurfürstentum Hessen erhält neues Territorium
Die am 9. Juni 1815 unterzeichnete Wiener „Kongressakte“ hatte die Grenzen der deutschen Territorien nach der Auflösung der napoleonischen Staaten festgelegt. Die Umsetzung der Gebietsveränderungen erfolgte jeweils durch bilaterale Verträge zwischen den beteiligten Staaten.|Der am 5. Februar 1816 zwischen Preußen und Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) geschlossene Vertrag garantiert ihm ... »Details - 15. Februar 1816: Standesherren fordern die Landstände
Der Großherzog von Hessen wird von den Standesherren schriftlich dazu aufgefordert, die Landstände wieder einzuberufen, die 1806 aufgelöst worden waren.(StH) ... »Details - 22. März 1816: Gründung der Wiesbadener Casino-Gesellschaft
Am 22. März 1816 genehmigt Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) die Gründung einer Casino-Gesellschaft in Wiesbaden.|Die ersten Casino-Gesellschaften waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Frankreich als gesellschaftliche Vereine gegründet worden. Der Name leitet sich vom italienischen Wort „casino“ ab, das ursprünglich ein kleines Haus meint, in dem gesellige ... »Details - 19. April 1816: Fürstentum Waldeck erhält landständische Verfassung
Die Landständische Verfassungsurkunde für das Fürstentum Waldeck, der sogenannte Landesvertrag, wird am 19. April 1816 von Fürst Georg Heinrich von Waldeck und Pyrmont (1789–1845) und den Ständen in Arolsen unterzeichnet. Das Staatsgrundgesetz garantiert die landständischen Rechte und verfügt eine Umstrukturierung der Verwaltung. In die Landesvertretung ziehen nun neben den ... »Details - 10. Mai 1816: Wilhelm I. löst den Landtag in Kassel auf
In Kassel wird von Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) der Landtag aufgelöst, was die seit März 1815 andauernden Beratungen über eine Landesverfassung beendet. Ziel war es nach seinem siebenjährigen Exil die französische Fremdherrschaft mit der alten Ordnung zu ersetzen. Durch den Akzessionsvertrag vom 2. Dezember 1813 soll eine Rekrutierung der Stände möglich sein. Eine vierte Kurie, die ... »Details - 18. Juni 1816: Ludwig Emil Grimm trifft in Rom ein
Am 18. Juni 1816 trifft der „Malerbruder“ der damals in Kassel lebenden Brüder Grimm, Ludwig Emil Grimm (1790–1863) in Rom ein. Er besucht die Stadt auf Einladung des befreundeten Frankfurter Kaufmanns Georg Brentano (1775–1851). Der in München studierende Künstler hatte schon länger den Plan gehegt, einen Studienaufenthalt in Italien zu verbringen. Die insgesamt nur sechswöchige ... »Details - 1. Juli 1816: Die Domäne Johannisberg im Rheingau wird Klemens Fürst von Metternich übertragen
Im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 war das Klosterweingut Johannisberg mitsamt dem barocken Schloss, das als Sommerresidenz der Fürstäbte von Fulda gedient hatte, dem Haus Nassau-Oranien zugesprochen worden. Nach der Weigerung der Oranier, dem Rheinbund beizutreten, wurden sie jedoch 1806 von Napoleon Bonaparte (1769–1821) enteignet. 1807 schenkte Napoleon die Domäne seinem Marschall ... »Details - 8. Juli 1816: Das linksrheinische Reinhessen gelangt an das Großherzogtum Hessen
In der am 9. Juni 1815 unterzeichneten Wiener „Kongressakte“ werden die Grenzen der deutschen Territorien nach der Auflösung der napoleonischen Staaten festgelegt. Die Umsetzung der Gebietsveränderungen erfolgt jeweils durch bilaterale Verträge zwischen den beteiligten Staaten. ... »Details - 5. August 1816: Gründung der Freimaurerloge „Johannes der Evangelist zur Eintracht“ in Darmstadt
Die von den mittelalterlichen Bauhütten abgeleiteten geselligen Vereinigungen der Freimaurer hatten sich im 18. Jahrhundert auch in Deutschland verbreitet.|Nach einigen früheren Gründungen erhielt in Darmstadt vor allem die unter Beteiligung von Großherzog Ludewig I. (1753–1830), seinem Bruder Christian (1763–1830) und dem großherzoglichen seinem Leibarzt Georg von Wedekind (1761–1831) ... »Details - 25. September 1816: Erhebung der Rothschild-Söhne in den Adelsstand
Am 25. September 1816 werden die fünf Söhne des Frankfurter Bankiers Mayer Amschel Rothschild (1743–1812), die nach seinem Tod gemeinsam das international operierende Bankhaus „Mayer Amschel Rothschild & Söhne“ leiten, von Kaiser Franz II. von Österreich (1768–1835) in den erblichen Adelsstand erhoben. Der älteste der Brüder, Amschel Mayer (1773–1855), leitet seit 1812 das ... »Details - 18. Oktober 1816: Die Freie Stadt Frankfurt erhält durch die „Konstitutionsergänzungsakte“ eine neue Verfassung
Am 9. Juni 1815 dekretiert der Wiener Kongress in Artikel 46 der Kongressakte, dass die ehemalige Freie Reichsstadt, die seit 1806 dem Fürstentum Aschaffenburg und ab 1810 dem Großherzogtum Frankfurt angehört hatte, nunmehr eine Freie Stadt, ein völkerrechtlich selbstständiger Staat, werden sollte.|Eine Kommission unter der Leitung von Johann Büchner erarbeitete die neue Verfassung der ... »Details - 19. Oktober 1816: Das Nassauische Armenpflegeedikt
Im Herzogtum Nassau wird die Bekämpfung der Armut und Versorgung der Armen als Aufgabe für die Gemeinden festgelegt. Statt des Heimatprinzips (Geburtsort) gilt nun das Unterstützungswohnungsprinzip (Aufenthalts-, Wohnort). Damit verbunden ist der Versuch der Disziplinierung der Armenschicht durch die Einführung einer Arbeitspflicht in den Gemeinden und das Verbot des Bettelns. (RKr) ... »Details - 24. November 1816: Gründung der „Frankfurtischen Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen Künste und der sie veredelnden Wissenschaften“ („Polytechnische Gesellschaft“)
Am 24. November 1816 gründen 33 angesehene Bürger – darunter unter anderem der Bankier Simon Moritz von Bethmann (1768–1826), der Pädagoge Adolph Diesterweg (1790–1866), der Großkaufmann Georg Brentano (1775–1851), der Architekt Friedrich Hess (1785–1845) und der Mathematiker Johann Heinrich Poppe (1776–1854) – die „Frankfurtische Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen ... »Details - 1817: Die Glockengießerei Rincker wird von Leun nach Sinn verlagert
Die ursprünglich in Aßlar beheimatete Glockengießerfamilie Rincker ist schon seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland nachweisbar. Der Name Rincker bezeichnete schon seit früher Zeit einen Beruf beim Bronzeguss, den Ringgießer oder auch Rotgießer, genannt ‚Ringe‘.|1817 verlegte der erst 22-jährige Philipp Heinrich Rincker (1795–1868) die Gießerwerkstatt vom damals preußischen Leun an ... »Details - 1817: Marianne von Rohden wird Ehrenmitglied der Kasseler Kunstakademie
Die Künstlerin Marianne von Rohden (1785–1866), die auch nach ihrer Heirat mit dem vor allem für seine Porträts bekannten Maler Ludwig Hummel (1770–1840) weiterhin unter ihrem Mädchennamen bekannt war, wird 1817 zusammen mit ihrem Mann zum Ehrenmitglied der Kunstakademie in Kassel ernannt.|Ihre Ausbildung hatte sie vermutlich bei ihrem älteren Bruder, dem Landschaftsmaler Martin von ... »Details - Frühjahr 1817: Erbprinzessin Wilhelmine veranlasst die Anlage der „Rosenhöhe“
Im Frühjahr 1817 beginnen in Darmstadt die ersten Arbeiten zur Anlage eines Landschaftsgartens auf dem ehemals mit Wein bepflanzten Hügel „Busenberg“ vor den Toren der Stadt, ab 1818 auch „Rosenhöhe“ genannt. Erbprinzessin Wilhelmine von Hessen und bei Rhein (1788–1836) beauftragte den Schwetzinger Gartenbaudirektor Johann Michael Zeyher (1770–1843) mit der Gestaltung der ... »Details - 24. März 1817: Nassauisches Schuledikt – Einführung der Nassauischen Simultanvolksschule
Im Herzogtum Nassau wird eine grundlegende Schulreform durchgeführt. Die Elementarschule ist für alle Jungen und Mädchen ohne Unterscheidung nach Stand oder Religion die verpflichtende Schulform und muss ganzjährig vom sechsten bis zum 14. Lebensjahr besucht werden. Diese Simultanvolksschule gilt als gesetzliche Schulform für alle Konfessionen; fest gelegt wird ein gegliedertes Schulsystem ... »Details - 17. Juli 1817: Hessen-Homburg tritt dem Deutschen Bund bei
Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde die 1806 mediatisierte und dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt angeschlossene Landgrafschaft Hessen-Homburg wieder ein souveräner Staat. Damit wurde der Einsatz des Fürstenhauses in den Befreiungskriegen (sechs Söhne des Landgrafen dienten im österreichischen/preußischen Heer) honoriert. In der am 9. Juni 1815 unterzeichneten Wiener ... »Details
