Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
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  • 1990
  • 2000
  1. Oktober 1932: Teile der Kasseler Wirtschaftspartei treten zur NSDAP über
    Der Vorsitzende der Wirtschaftspartei in Kassel tritt zur NSDAP über und erklärt öffentlich, die Ziele und Interessen der Mittelklassen wären nur von der NSDAP durchzusetzen. Viele Mitglieder und Wähler der Wirtschaftspartei schließen sich ebenfalls den Nationalsozialisten an.(OV) ... »Details
  2. 1. Oktober 1932: Angliederung des Kreises Wetzlar an die Provinz Hessen-Nassau
    Mit Inkrafttreten der als Sparmaßnahme angeordneten Neugliederung vom 1. August wird der preußische Kreis Wetzlar der Provinz Hessen-Nassau, der vormals kurhessische Kreis Grafschaft Schaumburg mit Rinteln Hannover zugeteilt.(OV) ... »Details
  3. 4. Oktober 1932: Antrag auf Auflösung des Hessischen Landtags abgelehnt
    Der Antrag der sozialdemokratischen Fraktion im Hessischen Landtag auf Auflösung des Landtags findet bei der Abstimmung keine Mehrheit.(OV) ... »Details
  4. 6. Oktober 1932: Beachtliches Defizit im Haushalt des Volksstaats Hessen
    Im Hessischen Landtag legt der amtierende Finanzminister Ferdinand Kirnberger (1875–1962; Zentrumspartei) einen Überblick über die finanzielle Situation des Volksstaats vor. In der Folge des schweren konjunkturellen Einbruchs zeigen die Einnahmen gegenüber den geplanten Ausgaben einen Fehlbetrag von 3,9 Millionen Reichsmark aus.(OV) ... »Details
  5. 8. Oktober 1932: Landung des Wasserflugboots Dornier DO X auf dem Main
    Die Dornier DO X, das derzeit größte Wasserflugzeug der Welt, erregt bei einer Landung oberhalb der neuen Griesheimer Mainstaustufe bei Höchst am Main beträchtliches Aufsehen. Die Maschine wassert auch im Hafen von Wiesbaden-Schierstein.(OV) ... »Details
  6. 12. Oktober 1932: Einstellung des Verfahrens betr. die Boxheimer Dokumente durch das Reichsgericht
    Das Reichsgericht in Leipzig stellt das Verfahren zu den sogenannten Boxheimer Dokumenten ein. ... »Details
  7. 22.-23. Oktober 1932: NS-Flugtag und Kraftfahrertreffen in Kassel
    Am Samstag, den 22. und Sonntag, den 23. Oktober findet in Kassel und auf dem Flugplatz in Kassel-Waldau ein NS-Kraftfahrertreffen und ein von den Nationalsozialisten veranstalteter Flugtag statt. Anlässlich der beiden organisatorisch zusammengehörigen Ereignisse wird eine gemeinsame, aufwendig gestaltete Plakette ausgegeben, auf der die Kasseler Martinskirche, der Druselturm sowie ein ... »Details
  8. 31. Oktober 1932: Adolf Hitler spricht während des Reichstagswahlkampfes in Limburg
    Im Rahmen seines „Deutschlandfluges“ spricht Adolf Hitler (1889–1945) in einem Zelt auf dem Limburger Marktplatz anlässlich der bevorstehenden Reichstagswahl (am 6. November 1932). Vor 10.000 bis 20.000 Menschen ist er überzeugt: „Ich glaube nicht, daß ein Mensch der letzten dreißig Jahre mehr Segen der Vorsehung gehabt hat als ich“. Nach seiner Rede erheben sich tosender Beifall und ... »Details
  9. November 1932: Jeder Sechste in Marburg von der Wohlfahrt unterstützt
    In der Universitätsstadt Marburg werden 4.331 der etwa 28.000 Einwohner (ca. 15,4 %) von der städtischen Wohlfahrt unterstützt.(OV) ... »Details
  10. 3. November 1932: Massenkundgebung mit Adolf Hitler in Kassel
    Im Rahmen des von der NSDAP mit großer Propaganda aufgezogenen „Freiheitsfluges“ macht Adolf Hitler beim Reichstagswahlkampf auch in Kassel Station und spricht bei einer Massenkundgebung in einem Großzelt1=Bericht im Völkischen Beobachter Nr. 310 vom 5.11.1932. Zur Veranstaltung kommen etwa ein Drittel weniger Zuhörer als zu der im Juli. Hitler erklärt, dass für ihn kein Ministeramt in ... »Details
  11. 6. November 1932: Wahlen zum Deutschen Reichstag
    Bei den zweiten Reichstagswahlen des Jahres bleibt die NSDAP trotz leichten Rückgangs mit landesweit 41,5 % auch in Hessen stärkste Partei. Die Kommunisten erreichen zu Lasten der auf 14 % zurückgefallenen SPD 22 % der Stimmen. ... »Details
  12. 17. November 1932: Tumult in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung
    Tumult in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung. Die Polizei entfernt einen kommunistischen Stadtrat. ... »Details
  13. 25. November 1932: Einführung der Schlachtsteuer im Volksstaat Hessen
    Im Volksstaat Hessen wird die Schlachtsteuer eingeführt.(OV) ... »Details
  14. Dezember 1932: Hohe Arbeitslosenzahlen in Kassel
    In Kassel sind 15 % der Bevölkerung arbeitslos und auf Unterstützung angewiesen.(OV) ... »Details
  15. 5. Dezember 1932: Streik und Arbeitsverweigerung der „Wohlfahrtserwerbslosen“ in Marburg
    Die sogenannten Wohlfahrtserwerbslosen in Marburg treten in den Streik und verweigern bis Mitte Januar 1933 die Pflichtarbeit von zweimal acht Stunden pro Woche. Sie wollen damit Mietbeihilfen durchsetzen. Der Magistrat der Stadt kürzt daraufhin die Unterstützung um drei Reichsmark. Am 21. Januar 1933 bricht die Front der Streikenden zusammen, nachdem die Stadt eine einmalige Zahlung von zehn ... »Details
  16. 16. Dezember 1932: Schwierige Haushaltslage im Volksstaat Hessen
    Der hessische Finanzminister Ferdinand Kirnberger (1875–1962; Zentrum) gibt im Finanzausschuss des Landtags einen Überblick über die Finanzsituation des Volksstaats. Er weist auf einen Fehlbetrag von 5,36 Millionen Reichsmark im laufenden Haushalt hin. Allein durch die Verringerung der Steuerüberweisungen des Reichs beträgt das Minus 4,8 Millionen Reichsmark.(OV) ... »Details
  17. 1. Januar 1933: Hohe Zahl von Arbeitslosen in Frankfurt
    In Frankfurt am Main sind zu Beginn des Jahres 1933 insgesamt 70.179 Menschen arbeitslos gemeldet.(OV) ... »Details
  18. Anfang Mai 1933: Schandpfahl für „Literatur undeutschen Geistes“ an der Universität Marburg
    An der Universität Marburg wird die Verbrennung von „undeutschen Büchern“ (am 10. Mai) vorbereitet. Es wird in der Universität ein „Schandpfahl“ errichtet, an den die Studenten Bücher „undeutschen Geistes“ annageln sollen.(OV) ... »Details
  19. 8. Januar 1933: Jungsta- und Scharnhorstgruppen des „Stahlhelm“ üben in der Gegend um Zierenberg und Weimar
    Der paramilitärisch organisierte Wehrverband „Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten“ hält in der Umgebung der nordhessischen Orte Zierenberg und Weimar eine Tages-Geländeübung ab. Zur Teilnahme aufgerufen sind alle „Wehrsporttreibenden Jugendverbände Kassels“, für die Angehörigen der „Stahlhelm“-Jungsta- und Scharnhorstgruppen aus Kassel, Wolfhagen, Hofgeismar und Oberweser besteht ... »Details
  20. 11. Januar 1933: Massenkundgebung der NSDAP in Marburg
    In Marburg findet in den Stadtsälen eine große Kundgebung der örtlichen NSDAP, der SA und der SS statt zur Frage „Was will das deutsche Volk?“ Auf der Veranstaltung sprechen, wie schon aus der Anzeige in der Oberhessischen Zeitung vom 9. und 10. Januar hervorgeht, der Rottenarbeiter und Gaubetriebszellenleiter Hilmar Stock aus Kassel, der als „Schwälmer Bauer“ angekündigte ... »Details
  21. 18. Januar 1933: Reichsgründungsfeier der Studentenschaft in Marburg
    In Marburg findet die Reichsgründungsfeier der Studentenschaft statt. Hauptredner ist Professor Johann Wilhelm Mannhardt (1883–1969), der an der Philipps-Universität Marburg die „Grenzland- und Auslandskunde“ vertritt und später ein Unterzeichner des „Bekenntnisses der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler“ ist.0=Das „Bekenntnis der Professoren ... »Details
  22. 21. Januar 1933: Streikende Arbeitslose aus dem Marburger Rathaus vertrieben
    Der seit Dezember 1932 andauernde Streik der Marburger „Wohlfahrtserwerbslosen“1=Als Wohlfahrtserwerbslose werden erwerbslose arbeitsfähige Personen bezeichnet, die eine Fürsorge- oder Wohlfahrtsunterstützung erhalten und dafür teilweise zur Pflichtarbeit verpflichtet sind. in der Universitätsstadt Marburg eskaliert in einer Aktion im Rathaus der Stadt. Die Oberhessische Zeitung vom 23. ... »Details
  23. 24. Januar 1933: Hungermarsch Erwerbsloser nach Darmstadt
    Tausende von Erwerbslosen und Anhänger machen sich aus verschiedenen Orten im Volksstaat Hessen (unter anderem aus Mainz, Groß-Gerau, Offenbach am Main, Dieburg usw.) trotz Schneetreibens und Kälte auf einen „Hungermarsch“ zu dem von den Erwerbslosenausschüssen unter Führung der KPD organisierten Erwerbslosentag in Darmstadt. Redner fordern bei einer Kundgebung auf dem Paradeplatz die ... »Details
  24. 30. Januar 1933: Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler
    Die Meldungen von der Ernennung Adolf Hitlers (1889–1945) zum Reichskanzler lösen in zahlreichen Städten Hessens Siegesfeiern der NSDAP und Gegendemonstrationen der „Eisernen Front“ aus. ... »Details
  25. 30.-31. Januar 1933: Aufruf zum Generalstreik durch die KPD
    Die KPD wirbt bei der SPD, den Gewerkschaften und anderen demokratischen Gruppierungen für eine „Volksfront“ gegen Hitler und die NSDAP.|Im Büro die Kommunistischen Partei in Darmstadt werden in der Nacht vom 30. zum 31. Januar Flugblätter gedruckt, die am Morgen des 31. Januar vor Darmstädter Betrieben verteilt werden und die Arbeiter und Angestellten zum Generalstreik aufrufen. Die noch ... »Details
  26. 31. Januar 1933: Bürgerliche Kräfte glauben an die Verfassungstreue der Regierung Hitler
    Kommentare in der bürgerlichen Darmstädter Tagespresse lassen erkennen, dass bürgerlich-konservative Kreise bis hin zur SPD von der Verfassungstreue in der Politik der neuen Reichsregierung unter Adolf Hitler (1889–1945) ausgehen. Viele glauben, dass durch die Ernennung Hitlers „sozialistische Experimente“ von links vereitelt wurden und bejahen auch deshalb die aktuelle Entwicklung. ... »Details
  27. 31. Januar 1933: Vizekanzler von Papen zur Zukunft des parlamentarischen Systems
    In der Sitzung der Reichsregierung erklärt Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945), dass er nach Verhandlungen mit dem Führer des Zentrums, Prälat Ludwig Kaas (1881–1952), keine Möglichkeit einer Vertagung des Reichstags auf ein Jahr sehe. Er votiert darum für baldige Neuwahlen, bei denen er 51 % des Reichstags hinter sich zu bekommen glaubt. Vizekanzler Franz von Papen (1879–1969) ... »Details
  28. 31. Januar 1933: Kasseler Nationalsozialisten feiern Ernennung Hitlers zum Reichskanzler
    Die Kasseler Nationalsozialisten feiern einen Tag nach der Ernennung ihres Führers Adolf Hitler (1889–1945) zum Reichskanzler ihren Sieg. In einem großen Fackelzug ziehen sie vom Friedrichsplatz zur Stadthalle. Die Polizei schreitet nicht ein, als von den Nationalsozialisten Gegendemonstranten verprügelt werden.(OV) ... »Details
  29. 1. Februar 1933: Große vaterländische Kundgebung in Eschwege
    Unter Mitwirkung der SA-Kapelle aus Wanfried veranstalten die SA und der Stahlhelm eine „Große vaterländische Kundgebung“ mit Fackelzug in Eschwege, um die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler zu feiern. Neben dem Kreisleiter der NSDAP Karl Adam (1899–1981) spricht auch der NSDAP-Landtagsabgeordnete, der auf der Kundgebung erklärt: Mit Hitlers Machtübernahme ist das Morgenrot einer ... »Details
  30. 1. Februar 1933: Auflösung des Reichstags und Ansetzung von Neuwahlen
    Nachdem es dem neu ernannten Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) nicht gelungen ist, die Zentrumspartei zur Zustimmung für eine einjährige Vertagung des Deutschen Reichstags zu gewinnen, löst Reichspräsident Paul von Hindenburg (1847–1934) aufgrund des Artikels 25 der Reichsverfassung den Reichstag per Verordnung auf und ordnet Neuwahlen zum 5. März 1933 an.(OV) ... »Details
  31. 1. Februar 1933: Angriffe auf Arbeitersportler und Vorgehen gegen die KPD in Kassel
    In der Königsstraße in Kassel wird eine Gruppe von Arbeitersportlern von Nationalsozialisten überfallen. Am gleichen Tag verbietet der Kasseler Polizeipräsident Wolf Dietrich von Kottwitz (1889–nach 1933) alle Versammlung der Kommunisten in der Stadt unter freiem Himmel.(OV) ... »Details
  32. 2. Februar 1933: Eiserne Front und Reichsbanner warnen vor „wilden Aktionen“
    Die Landeskampfleitung der Eisernen Front und der Gauvorstand des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold wenden sich gegen den Aufruf der KPD zum Generalstreik und veröffentlichen die „Warnung vor wilden Aktionen“. In dem Aufruf an alle Kameraden des Reichsbanners und der Eisernen Front heißt es: Die sich überstürzenden politischen Ereignisse erfordern von uns Besonnenheit, Einigkeit und ... »Details
  33. 2. Februar 1933: Warnung der hessischen Polizei vor Aktionen gegen die Regierung Hitlers
    Die hessische Polizei in Darmstadt warnt in einem Artikel im „Hessischen Volksfreund“ vom 2. Februar 1933: ... »Details
  34. 2. Februar 1933: Veranstaltung der SPD und der Eisernen Front in Darmstadt
    Die SPD und die Eiserne Front führen in Darmstadt eine Veranstaltung gegen die neue Reichsregierung unter Adolf Hitler in der Woogsturnhalle durch. Sie steht unter der Losung: „Heraus zum Massenprotest! Kampf gegen Hitler-Diktatur“. Einer der Hauptredner ist der sozialdemokratische Schriftsteller (und ermordete spätere Widerstandskämpfer) Carlo Mierendorff (1897–1943).(OV) ... »Details
  35. 2. Februar 1933: Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Nationalsozialisten und Linken in Kassel
    In Kassel eskalieren die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Nationalsozialisten und Anhängern der Linken. Eine Gruppe von Nationalsozialisten, die provokativ versucht, mit Spaten bewaffnet durch die Hochburg der Linken in der „roten Altstadt“ zu marschieren, wird von den Bewohnern der Altstadt zurückgeschlagen.(OV) ... »Details
  36. 3. Februar 1933: Feiern der NSDAP in Marburg zur Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler
    In Marburg feiert die Ortsgruppe der NSDAP die Ernennung Adolf Hitlers (1889–1945) zum Reichskanzler mit einem Fackelzug, an dem sich auch der „Stahlhelm“ und zahlreiche korporierte Studenten beteiligen. In den Stadtsälen findet anschließend eine Großkundgebung statt. ... »Details
  37. 4. Februar 1933: Notverordnung setzt demokratische Grundrechte außer Kraft
    Mit der „Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes“, die nur fünf Tage nach der Ernennung Adolf Hitlers (1889–1945) zum Reichskanzler im Reichsgesetzblatt verkündet wird, werden die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um öffentliche politische Versammlungen und Aufzüge zu verbieten, Zeitungen zu beschlagnahmen und Sammlungen zu politischen Zwecken zu ... »Details
  38. 4. Februar 1933: Aufruf der Eisernen Front in Kassel zur Besonnenheit
    Seit der Berufung Adolf Hitlers (1889–1945) zum Reichskanzler nehmen auch in Kassel die provozierenden und oft gewalttätig verlaufenden Aufmärsche der SA in den Arbeiterviertel erheblich zu. Angesichts dessen ruft die Bezirksleitung der Eisernen Front, zu der sich Gewerkschaften, SPD, der Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold und Arbeiterkulturorganisationen zusammengeschlossen haben, zur Besonnenheit ... »Details
  39. 6. Februar 1933: Ablehnung des NSDAP-Antrags zur Auflösung des Hessischen Landtags
    Der Hessische Landtag lehnt gegen die Stimmen der Rechtsparteien den mit dem Machtwechsel im Deutschen Reich begründete Antrag der Darmstädter NSDAP-Fraktion auf vorzeitige Auflösung des Hessischen Landtags ab. Ebenfalls abgelehnt wird der Antrag auf Kommunalneuwahlen und auf die Herabsetzung der Abgeordnetenzahl.(OV) ... »Details
  40. 6. Februar 1933: Wahlkampfauftakt der NSDAP in Darmstadt
    Die NSDAP beginnt ihren Wahlkampf für die Reichstagswahlen in Darmstadt mit der Einweihung eines Denkmals für den 1931 verstorbenen Gauleiter für den Volksstaat Hessen, Peter Gemeinder (1891–1931). An dem anschließenden Demonstrationszug durch die Stadt nehmen nach einem Bericht des Darmstädter Tagblatts etwa 3.500 Angehörige von SA, SS und Hitlerjugend teil.(OV) ... »Details
  41. 8. Februar 1933: Kritischer Vortrag des Marburger Nationalökonomen Wilhelm Röpke
    Der Marburger Professor für Nationalökonomie, Wilhelm Röpke (1899–1966), hält in Marburg einen Vortrag zu den zeitkritischen Fragen „Wo stehen wir? Wohin treiben wir?“. ... »Details
  42. 9. Februar 1933: Druck des Reichsinnenministeriums auf die Hessische Landesregierung
    Ein Beauftragter des Reichsinnenministers trifft zu einer informativen Aussprache bei der Regierung des Volksstaats Hessen ein und äußert – so die amtliche Erklärung von Seiten der Reichsregierung – die Besorgnis, die hessische Landespolizei werde den Rechtsparteien im Volksstaat nicht die gleichen Schutz gewähren wie den anderen Parteien. Die Absicht, einen Reichskommissar für Hessen ... »Details
  43. 9. Februar 1933: Haushaltsplan 1933/34 für den Volkstaat Hessen
    Der Voranschlag für den Haushalt des Volksstaats Hessen für das Haushaltsjahr 1933/34 schließt ausgeglichen mit Einnahmen und Ausgaben von 104,9 Millionen RM ab.(OV) ... »Details
  44. 11. Februar 1933: Kundgebung mit Adolf Hitler in Kassel
    Der neue Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) spricht zur Eröffnung des Reichstagswahlkampfs der NSDAP auf dem Friedrichsplatz in Kassel vor 100.000 Hessen (so die „Kasseler Post“)0=Hitler hatte am gleichen Tag bereits die Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung in Berlin eröffnet und dazu Cut getragen, während er bei seiner Rede in Kassel in brauner Parteiuniform erschien. ... »Details
  45. 11.-13. Februar 1933: Regierungspräsidenten und Polizeipräsident werden aus den Ämtern entlassen
    Die Regierungspräsidenten Fritz Ehrler (1871–1944; Wiesbaden) und Ferdinand Friedensburg (1886–1972; Kassel) sowie der Frankfurter Polizeipräsident Ludwig Steinberg werden vom preußischen Innenminister Hermann Göring (1893–1946; NSDAP) aus ihren Ämtern entlassen.Nachfolger des liberalen Regierungspräsidenten Ferdinand Friedensburg in Kassel wird am 24. Februar der DNVP-nahe Kurt von ... »Details
  46. 14. Februar 1933: Breites Angebot der Opel-Werke in Rüsselsheim
    Die Opel-Werke in Rüsselsheim bieten ihren Kunden mit 17 verschiedenen Personenwagen-Modellen ein breites Angebot. Dazu gehören Fahrzeuge mit 1 Liter, 1,2 Liter und 1,8 Liter Hubraum. Die günstigste Limousine kostet 1.990 Reichsmark ab Werk.(OV) ... »Details
  47. 15. Februar 1933: Massendemonstration der Eisernen Front in Kassel
    Die „Eiserne Front“ organisiert eine Massendemonstration in Kassel. Den Demonstranten wird jedoch von der Polizei das Singen von Kampfliedern verboten.(OV) ... »Details
  48. 16. Februar 1933: Wahlveranstaltung der NSDAP in Darmstadt mit Prinz August Wilhelm von Preußen
    Auf einer ersten offiziellen Wahlveranstaltung der NSDAP in Darmstadt spricht Prinz August Wilhelm von Preußen (1887–1949; NSDAP), der vierte Sohn Kaiser Wilhelms II. Nach einem zusammenfassenden Bericht des „Darmstädter Tagblatts“ stellte er in seiner Rede fest: Die Nationalsozialisten würden nicht mehr aus der Regierung gehen, denn wer sollte nach ihnen kommen? Alles sei durchprobiert ... »Details
  49. 17. Februar 1933: Verbot des sozialdemokratischen „Kasseler Volksblatts“ für eine Woche
    Das „Kasseler Volksblatt“, die sozialdemokratische Zeitung in Kassel, wird für eine Woche verboten.(OV) ... »Details
  50. 23. Februar 1933: Großkundgebung der NSDAP in den Marburger Stadtsälen
    Im Rahmen des Wahlkampfs für die Wahlen zum Deutschen Reichstag veranstaltet die Marburger NSDAP eine Großkundgebung in den Stadtsälen. Im Anschluss an die Kundgebung wird vom Rundfunk eine Rede Adolf Hitlers übertragen.(OV) ... »Details