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Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
- 1910
- 1920
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- 1980
- 1990
- 2000
- 16. Oktober 1809: Friedrich Gottlieb Welcker zum Professor an der Universität Gießen berufen
Der aus Grünberg gebürtige Klassische Philologe Friedrich Gottlieb Welcker (1784–1868) wird – wohl auf Empfehlung Wilhelm von Humboldts (1767–1835) – als Professor der griechischen Literatur und Archäologie an die Universität Gießen berufen. Zum ersten Mal in Deutschland wird eine Professur mit dieser Denomination besetzt. Welcker bleibt sieben Jahre an der Universität Gießen und ... »Details - 1810-1812: Probleme bei der Umsetzung der Gleichstellung der Juden im Königreich Westphalen
Mit der Verabschiedung der Verfassung des Königreichs Westphalens im November 1807 erlangten die Juden die rechtliche Gleichstellung mit der christlichen Bevölkerung. Im täglichen Leben gab es jedoch weiterhin zahlreiche Hindernisse, die oft erst durch die Einschaltung der Behörden geklärt werden konnten. ... »Details - 16. Februar 1810: Errichtung des Großherzogtums Frankfurt
Am 16. Februar 1810 dekretiert Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) die Errichtung des Großherzogtums Frankfurt am Main und ernennt gleichzeitig Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg (1744–1817) zum Großherzog. Der Fürstprimas des Rheinbundes hatte dort bereits seit September 1806 regiert.|Der neue Großherzog erhielt die Gebiete der Grafschaft Hanau, und des Fürstbistums Fulda als ... »Details - 4. April 1810: Der Komponist Carl Maria von Weber trifft in Darmstadt ein
Am 4. April 1810 trifft der junge Komponist Carl Maria von Weber (1786–1826) in Darmstadt ein, um bei dem großherzoglichen Hofkomponisten Abbé Georg Joseph Vogler (1749–1814) zu studieren. Ab September wohnt er in dessen Haus am Mathildenplatz. Zusammen mit den beiden Mitschülern Giacomo Meyerbeer (1791–1864) und Johann Gänsbacher (1778–1844) bildete er die sogen. „Trias ... »Details - 29. April 1810: Großbrand in Beerfelden
Im Odenwalder Städtchen Beerfelden entsteht aufgrund einer brennenden Fettpfanne ein Großbrand, der durch die engen Gassen und Strohdächer ca. 80 % des Ortes niederbrennt. Die Einwohner konnten noch fliehen, doch verstarben insgesamt elf Personen. Der Wiederaufbau wurde von der im Jahre 1777 gegründeten Hessische Brandassekurationskasse mit Kosten von 172.802 Gulden getragen und der ... »Details - 31. Mai 1810: Eröffnung des Kurhauses in Wiesbaden
Im November 1807 genehmigten Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) und Fürst Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg (1768–1816) den durch eine Aktiengesellschaft zu finanzierenden Bau eines „Vergnügungssaales“ für die wachsende Anzahl der Kurgäste in Wiesbaden. Das Gebäude sollte außerhalb der Stadt auf dem neu geschaffenen Platz vor dem Sonnenberger Tor nahe des ... »Details - 16. August 1810: Das Großherzogtum Frankfurt erhält eine Verfassung nach französischem Vorbild
Das am 16. Februar 1810 durch Kaiser Napoléon (1769–1821) errichtete Großherzogtum Frankfurt als Teil des Rheinbundes erhält am 16. August 1810 mit dem „Höchsten Organisations-Patent der Verfassung des Großherzogtums Frankfurt“ eine an derjenigen des 1807 eingerichteten Königreichs Westphalens orientierte, moderne Verfassung.|In diesem Staatsvertrag wurde eine Vielzahl von ... »Details - 27. September 1810: Gesellschaftervertrag von Mayer Amschel Rothschild mit seinen Söhnen
Der seit 1763 in Frankfurt am Main ansässige Kaufmann und Bankier Mayer Amschel Rothschild (1743–1812), seit 1803 Oberhofagent des Kurfürsten Wilhelm I. von Hessen-Kassel (1743–1821), unterzeichnet am 27. September 1810 einen Gesellschaftervertrag, in dem er seine Söhne Amschel Mayer Rothschild (1773–1855), Salomon Mayer Rothschild (1774–1855) und Carl Mayer Rothschild (1788–1855) ... »Details - 4. Oktober 1810: Erste Aufführung im Theater zu Napoleonshöhe (Wilhelmshöhe)
Da der seit 1807 in Kassel residierende König Jérôme von Westphalen (1784–1860) während der Sommermonate in dem damals „Napoleonshöhe“ genannten heutigen Schloss Wilhelmshöhe residierte und sich das Hoftheater in der Stadt Kassel befand, lag es für den theaterbegeisterten „König Lustik“ nahe, ein bequemer erreichbares Theater zu errichten. Die Planungen für ein neben dem ... »Details - 27. November 1810: Kontinuierliche Zerstörung britischer Ware
Die „Kontinentalsperre“ von Napoleon (1769–1821) ist ein Handelskrieg gegen Großbritannien, den er nach der Vernichtung seiner Flotte bei Trafalgar im Oktober 1805 begann. Seit zehn Tagen werden in Frankfurt am Main britische Güter verbrannt. Dies ist nicht der erste Versuch, den Handelskrieg zu erweitern und andere Nationen einzubeziehen, so wurde beispielsweise im Januar 1806 die Stadt ... »Details - 1811-1872: Die Judengasse in Frankfurt
Von 1462 bis 1796 war die jüdische Bevölkerung in Frankfurt gezwungen, im Ghetto in der Judengasse unter äußerst beengten Umständen und katastrophalen sanitären Verhältnissen zu leben. Nicht nur das Wohnen, auch der Aufenthalt im Rest der Stadt war stark eingeschränkt. Nach einem Brand im Jahr 1711 durften erstmals Juden außerhalb der Gasse eine Unterkunft suchen, allerdings nur bis zum ... »Details - 26. September 1811: Deutsche Familiennamen für die jüdische Bevölkerung
Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts entstanden in den deutschen Staaten zunehmend Regelungen, die Juden die Annahme eines deutschen Familiennamens vorschreiben, der an die Nachkommen weitergegeben werden musste. Die Großherzoglich Hessische Verordnung vom 15. Dezember 1808 nannte die bisher fehlenden Nachnamen als „daß größte Hinderniß richtiger Verzeichnisse“. Deutsche Namen waren zudem ... »Details - 24. November 1811: Verheerender Brand des Landgrafenschlosses in Kassel
In der Nacht vom 23. auf den 24. November 1811 brennt das Residenzschloss in Kassel, das alte Landgrafenschloss, das zu diesem Zeitpunkt von König Jerôme von Westphalen (1784–1860) bewohnt wird. Zerstört wird vor allem der Rotensteinflügel an der Seite zur Fulda hin, die anderen Gebäudeteile scheinen zumindest im Erdgeschoss erhalten geblieben zu sein.|Pläne zu einem Wiederaufbau und ... »Details - 28. Dezember 1811: Frankfurter Judenschaft erkauft sich die Zusage der bürgerlichen Rechte
Am 28. Dezember 1811 werden den Frankfurter Juden gegen eine Ablösungssumme von 440.000 Gulden die bürgerlichen Rechte zugesprochen. In das erste israelitische Bürgerbuch werden die Namen von 645 Juden eingetragen.(StH) ... »Details - 1812: Simon Moritz von Bethmann eröffnet das erste öffentlich zugängliche Museum Frankfurts
Im Jahr 1812 machte der Frankfurter Bankier, Politiker und Diplomat Simon Moritz von Bethmann (1768–1826) seine Antikensammlung in einem eigens dafür errichteten, klassizistischen Gebäude, dem später sogenannten Odeon, auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel in den seit 1806 neu angelegten Wallanlagen in Frankfurt am Main allgemein zugänglich. Es war somit das erste öffentliche ... »Details - 27. Januar 1812: Die „Rauch-, Kautabak und Cigarrenfabrik Georg Philipp Gail“ wird in Gießen gegründet
Am 27. Januar 1812 gründet Georg Philipp Gail (1785–1865) die erste Gießener Rauchtabakfabrik mit zunächst nur acht Mitarbeitern. Neben Pfeifentabak wurde auch Schnupftabak hergestellt, ab 1828 kam Kautabak hinzu. Die Stadt Gießen gehörte zum Großherzogtum Hessen, wo es damals kein Tabakmonopol gab und eine vergleichsweise niedrige Tabaksteuer erhoben wurde. Aufgrund der günstigen ... »Details - 7. April 1812: Einrichtung einer neuen Polizei in Hessen-Kassel
Mit dem Edikt über die „Etatsgenehmigung der zur errichtenden Gendarmerie“ wird im Kurfürstentum Hessen für die Zeit nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon das Polizeiwesen neu geordnet und umgesetzt. In jedem Landkreis wird eine Behörde mit einem Kreisbrigadier, zwei bis drei Offizieren und 14 bis 40 Gendarmen eingerichtet. Die Anzahl der Polizeibeamten richtet sich nach der Größe ... »Details - 7. Mai 1812: Hessische Truppen in britischer Gefangenschaft in Spanien
Von den 4.000 hessischen Soldaten, die am 24. August 1808 zum Einsatz nach Spanien gegen England geschickt wurden, geraten am 7. Mai 1812 an der südspanisch-portugiesischen Grenze bei Badajoz in britische Gefangenschaft. Die Truppen bestanden aus Soldaten des Großherzogtums Hessen („Groß- und Erbprinz“), des Herzogtums Nassau und der Truppen des Fürstprimas Karl von Dalberg (1744–1817). ... »Details - 9. Mai 1812: Der Kasseler Kunststudent Carl Heinrich Arnold trifft in Paris ein
Im April 1812 macht sich der an der Kunstakademie in Kassel ausgebildete Tapetenfabrikantensohn Karl Heinrich Arnold (1793–1874) zusammen mit dem Akademieprofessor Ludwig Hummel (1770–1840) und dessen Frau, der Malerin Marianne von Rohden (1785–1866) per Kutsche auf den Weg nach Paris. Ab Frankfurt am Main schloss er sich dann seinem Freund Justus Krauskopf (1787–1869) an, der zu Fuß ... »Details - 11. Mai 1812: Appell der „Landkriegskostenkommission“ für eine gerechte Verteilung der Kosten
Die „Großherzoglich Hessische Landkriegskostenkommission der Provinz Starkenburg“ fordert eine gleichmäßige Verteilung der „Einquartierungslast“ in Seligenstadt und Miltenberg, da die Kosten vor allem auf der Landbevölkerung liegen, die die Lebensmittel der Armee bereitstellen. Die Pferde werden dabei beschlagnahmt. Der Krieg hält nun fast zwanzig Jahre mit durchschreitenden Truppen ... »Details
