Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 1817: Marianne von Rohden wird Ehrenmitglied der Kasseler Kunstakademie
    Die Künstlerin Marianne von Rohden (1785–1866), die auch nach ihrer Heirat mit dem vor allem für seine Porträts bekannten Maler Ludwig Hummel (1770–1840) weiterhin unter ihrem Mädchennamen bekannt war, wird 1817 zusammen mit ihrem Mann zum Ehrenmitglied der Kunstakademie in Kassel ernannt.|Ihre Ausbildung hatte sie vermutlich bei ihrem älteren Bruder, dem Landschaftsmaler Martin von ... »Details
  2. Frühjahr 1817: Erbprinzessin Wilhelmine veranlasst die Anlage der „Rosenhöhe“
    Im Frühjahr 1817 beginnen in Darmstadt die ersten Arbeiten zur Anlage eines Landschaftsgartens auf dem ehemals mit Wein bepflanzten Hügel „Busenberg“ vor den Toren der Stadt, ab 1818 auch „Rosenhöhe“ genannt. Erbprinzessin Wilhelmine von Hessen und bei Rhein (1788–1836) beauftragte den Schwetzinger Gartenbaudirektor Johann Michael Zeyher (1770–1843) mit der Gestaltung der ... »Details
  3. 24. März 1817: Nassauisches Schuledikt – Einführung der Nassauischen Simultanvolksschule
    Im Herzogtum Nassau wird eine grundlegende Schulreform durchgeführt. Die Elementarschule ist für alle Jungen und Mädchen ohne Unterscheidung nach Stand oder Religion die verpflichtende Schulform und muss ganzjährig vom sechsten bis zum 14. Lebensjahr besucht werden. Diese Simultanvolksschule gilt als gesetzliche Schulform für alle Konfessionen; fest gelegt wird ein gegliedertes Schulsystem ... »Details
  4. 17. Juli 1817: Hessen-Homburg tritt dem Deutschen Bund bei
    Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde die 1806 mediatisierte und dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt angeschlossene Landgrafschaft Hessen-Homburg wieder ein souveräner Staat. Damit wurde der Einsatz des Fürstenhauses in den Befreiungskriegen (sechs Söhne des Landgrafen dienten im österreichischen/preußischen Heer) honoriert. In der am 9. Juni 1815 unterzeichneten Wiener ... »Details
  5. 27. September 1817: Gründung der evangelischen Union
    Im Jahr 1817 schließen sich die lutherischen und reformierten Kirchen zur evangelisch-christlichen Kirche im Herzogtum Nassau zusammen, um gemeinsam kirchliche Interessen gegenüber dem Staat zu vertreten. ... »Details
  6. 30. September 1817: Eröffnung des Lehrerausbildungsseminars in Friedberg für das Großherzogtum Hessen
    Anlässlich des 300. Jahrestages der Reformation ordnet Großherzog Ludewig I. von Hessen-Darmstadt (1753–1830) an, eine Lehrerausbildungseinrichtung in Friedberg zu eröffnen. Hier sollen lutherische und reformierte angehende Lehrer auf ihren Beruf vorbereitet werden. Wilhelm Friedrich Hesse (1789–1841) entwickelt den Ausbildungsplan, mit dem eine bessere Qualifikation des Lehrpersonals ... »Details
  7. 31. Oktober 1817: Herzogtum Nassau feiert 300-Jahr-Feier der Reformation und das Unions-Edikt
    In den evangelischen Gemeinden des Großherzogtums Nassau wird die 300-Jahr-Feier der Reformation festlich begangen. Gleichzeitig feiert man die durch das von Herzog Wilhelm (1792 -1839) erlassene Unions-Edikt vom 11. August 1817 vollzogene Vereinigung der lutherischen und reformierten Gemeinden zu einer „evangelisch christlichen“ Landeskirche.  ... »Details
  8. 22. November 1817: Gründung der „Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft“ in Frankfurt
    Am 22. November 1817 wird die „Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft“ in Frankfurt am Main gegründet. Die Bezugnahme auf den Frankfurter Arzt und Naturforscher Johann Christian Senckenberg (1707–1772) wird von der schon seit 1763 existierenden Senckenbergischen Stiftung ausdrücklich genehmigt. Einer der Hauptinitiatoren ist der Anatomielehrer der Stiftung Philipp Jacob Cretzschmar ... »Details
  9. Dezember 1817: Louis Spohr wird Kapellmeister am Stadttheater in Frankfurt
    Louis Spohr (1784–1859) war bereits ein international anerkannter Violinvirtuose, Dirigent und Komponist, als er im Dezember 1817 sein Amt als Leitender Kapellmeister am Stadttheater in Frankfurt am Main antritt und zugleich die Leitung des Orchesters des „Museums“, der späteren Frankfurter Museumsgesellschaft übernimmt. In dieser Funktion sorgte er für die regelmäßige Aufführung der ... »Details
  10. 1818: Mary Wollstonecraft Shelley veröffentlicht den Schauerroman „Frankenstein“
    Die englische Schriftstellerin Mary Wollstonecraft Shelley (1797–1851) veröffentlicht in England, zunächst anonym, den Roman „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“, einen Schauerroman im Stil der englischen Romantik, der auch durch Verfilmungen weltweit bekannt wurde. ... »Details
  11. 1818: Gründung von Landesbistümern im Deutschen Bund
    Die im Wiener Kongress von 1815 bestätigten hessischen Staaten organisieren für ihre Region Bistümer, um die kirchenrechtliche und religiöse Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen und zu beeinflussen. Für das Großherzogtum Hessen wird ein Bistum Mainz, für das Herzogtum Nassau ein neues Bistum Limburg und für das Kurfürstentum Hessen das Bistum Fulda installiert.(RKr) ... »Details
  12. 1818: Christian Friedrich Deiker wird Hofmaler des Landgrafen Friedrich V. von Hessen-Homburg
    Im Jahr 1818 beruft Landgraf Friedrich V. von Hessen-Homburg (1748–1820) den aus Hanau stammenden Christian Friedrich Deiker (1792–1843) zu seinem Hofmaler und erlaubte ihm gleichzeitig, eine private Zeichenschule in Homburg vor der Höhe zu eröffnen.|Der an der Zeichenakademie Hanau und der Kasseler Kunstakademie ausgebildete Künstler war vor allem als Zeichenlehrer tätig und unterrichtete ... »Details
  13. 1818-1833: Landsynagogen
    Ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung Hessens lebte auf dem Land. Da nicht jede Gemeinde ihre eigene Synagoge besaß, hielten die Gemeindemitglieder ihre Gottesdienste häufig in Privathäusern ab. Aufgrund wachsender Gemeinden wurden die Verhältnisse zu Beginn des 19. Jahrhunderts oftmals zu eng und es entstand die Notwendigkeit, größere Bethäuser zu errichten. ... »Details
  14. 22. Januar 1818: Großherzog Ludewig I. erlässt Denkmalschutzverordnung
    Auf Betreiben von Oberbaurat Georg Moller (1784–1852) erlässt Großherzog Ludewig I. von Hessen und bei Rhein (1753–1830) am 22. Januar 1818 in Darmstadt eine Verordnung zur „Erhaltung der Denkmäler der Baukunst und sonstiger Kunstwerke“ im Großherzogtum Hessen, eine der erste Denkmalschutzverordnungen auf deutschem Boden.|Der Architekt und Bauforscher Georg Moller, der 1814 an der ... »Details
  15. 17. Februar 1818: Regulativ des Kurfürsten von Hessen-Kassel zu den Schulen
    Mit dem Regulativ wird der Bildungsbereich in Kurhessen neu geordnet. Ein staatlicher Oberschulrat steht an der Spitze der Schulaufsicht, die weiter in den Händen der kirchlichen Institutionen verbleibt. Ihm sind alle Inspektionsberichte vorzulegen und mit ihm alle grundlegenden Schulfragen abzusprechen. Die Einführung des Lesebuches „Erstes Buch für Kinder“ von Adam Zeiß (1779–1870) ... »Details
  16. 24. März 1818: Allgemeine Schulordnung für die Volksschulen im Herzogtum Nassau
    Auf der Grundlage des Schulgesetzes von 1817 werden in der Allgemeinen Schulordnung des Herzogtums Nassau konkrete Fragen zum Schulalltag geregelt. Neben der Festlegung der Schulbezirke wird die Position des Lehrers, in einem weiteren Abschnitt die der Schüler rechtlich normiert. Alle für die Abhaltung von Unterricht notwendigen Fragen werden bedacht, Lehrpläne und Unterrichtsziele beschrieben. ... »Details
  17. 1. Juni 1818: Evangelische Synode beschließt Hanauer Kirchen-Union
    Ähnlich wie schon 1817 in Idstein für das Herzogtum Nassau kommt es im Jahr 1818 auch in Hanau zu einer evangelischen Kirchenunion der lutherischen und reformierten Gemeinden des ehemaligen Fürstentums Hanau. Die Vertreter der beiden Konsistorien unter Vorsitz des Hof- und Konsistorialrates Wilhelm Martin Reinhard Iber (1781–1851) beschließen in der Provinzialsynode am 1. Juni 1818 die ... »Details
  18. 24. Juli 1818: Gründung des späteren „Cäcilien-Vereins“ in Frankfurt
    Nach dem Vorbild von „Zelters Singakademie“ in Berlin wird auf Initiative des Sängers und Chorleiters Johann Nepomuk Schelble (1789–1837) am 24. Juli 1818 in Frankfurt am Main „Schelbles Frankfurter Musikakademie“, ein gemischter Chor aus Frankfurter Bürgern, gegründet. Gründungsmitglieder und eifrige Förderer waren unter anderem Marianne von Willemer (1784–1838), die auch als ... »Details
  19. 25. September 1818: Kurfürst Wilhelm I. trifft Zar Alexander
    Auf dem Weg zum Kongress der Heiligen Allianz in Aachen, bei dem die europäischen Großmächte über den Zustand in Deutschland nach dem Wiener Kongress beratschlagen wollten, trifft Zar Alexander I. von Russland (1777–1825) in Wilhelmsbad Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) zu einem „Arbeitsessen“.  ... »Details
  20. 1819: Wilhelm Schulz verfasst literarische Kritik gegenüber politischer Lage in Deutschland
    In einer Petition fordern die 160 Volksabgeordneten der Provinz Starkenburg eine Verfassung. Die im Gasthof „Zum Löwen“ in Zwingenberg an der Bergstraße formulierte Aufforderung ist an Großherzog Ludewig I. (1753–1830) gerichtet und wird vom Darmstädter Hofgerichtsadvokaten Heinrich Karl Hofmann (1795–1845) sowie von Georg Rühl und Wilhelm Stahl (1793–1841) angeführt. Sie werden ... »Details
  21. 1819: Friedrich Christian Reinermann eröffnet eine Kunsthandlung in Frankfurt
    Der aus Wetzlar stammende Landschaftsmaler, Kupferstecher und Lithograf Friedrich Christian Reinermann (1764–1835) war auch sehr erfolgreich als Kunsthändler und Verleger tätig. Nachdem er 1818 eine Anstellung als Lehrer am neu begründeten Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main erhalten hatte, eröffnete er 1819 eine Kunsthandlung auf der Zeil, Ecke Hasengasse. Dort verkaufte er ... »Details
  22. 14. Februar 1819: Volksabgeordnete verfassen Petition an Ludewig I.
    In einer Petition fordern 160 Volksabgeordneten der Provinz Starkenburg auf einem „wilden Landtag“ eine Verfassung. Die im Gasthof „Zum Löwen“ in Zwingenberg an der Bergstraße formulierte Aufforderung ist an Großherzog Ludewig I. (1753–1830) gerichtet und wird vom Darmstädter Hofgerichtsadvokaten Heinrich Karl Hofmann (1795–1845) sowie von Georg Rühl und Wilhelm Stahl ... »Details
  23. 14. April 1819: Gründung des „Allgemeinen Deutschen Handels- und Gewerbevereins“ in Frankfurt durch Friedrich List
    Friedrich List (1789–1846), radikal-liberaler staats- und volkswirtschaftlicher Professor in Tübingen, gründet am 14. April 1819 den „Allgemeinen Deutschen Handels- und Gewerbeverein“ in Frankfurt am Main. Dieser Verein strebt nach Handels- und Zollfreiheit, die beim Zoll- und Handelskongress, eröffnet vom hessischen Staatsminister Karl du Bos du Thil (1777–1859), ab dem 13. September ... »Details
  24. 3. Juni 1819: Eröffnung der Schiffsbrücke Offenbach-Fechenheim
    Am Schloss in Offenbach am Main wird eine Schiffsbrücke nach Fechenheim in Betrieb genommen. Der wichtigste Grund zur Errichtung der Brücke war die Umleitung des Fahrverkehrs zwischen den beiden hessischen Provinzen Starkenburg und Oberhessen, der vorher die Frankfurter Brücke benutzte und dafür Zoll entrichten musste. Nach der Errichtung der Brücke an der Kaiserstraße 1887 wird die ... »Details
  25. 1. Juli 1819: Attentat auf Karl von Ibell in Bad Schwalbach
    Der Apotheker Karl Löning (1791–1819) aus Idstein verübt in Bad Schwalbach einen Anschlag auf den nassauischen Regierungspräsidenten Karl von Ibell (1780–1834). Karl von Ibell helfe staatlicher Repression, was als Motiv zur Tat dient. Ibell überlebt, jedoch lag dasselbe Motiv dem Anschlag auf August von Kotzebue (1761–1819) im März 1819 zugrunde.(StH) ... »Details
  26. August 1819: Hep-Hep-Unruhen
    Weit verbreitete Vorurteile gegenüber Juden führten im Spätsommer 1819 in vielen Städten Deutschlands zu antijüdischen Ausschreitungen. Missernten hatten zu hohen Brotpreisen geführt und Vorwürfe wegen Brotwuchers richteten sich vor allem gegen die Juden. Hinzu kam die Diskussion um ihre rechtliche Gleichstellung, die dazu führte, dass zahlreiche Handwerker und Kaufleute eine vermeintlich ... »Details
  27. 14. August 1819: Einführung von Schulchroniken im Herzogtum Nassau
    Die Herzoglich Nassauische Landesregierung weist die Schulinspektoren im Land an, auf die Führung von Schulchroniken zu dringen. Jede Elementarschule soll ab diesem Zeitpunkt eine Chronik verfassen, die in den jährlichen Inspektionen der Schulen im Frühjahr vorgelegt werden muss. Die Chronik soll in drei Teilen angelegt werden, einem historischen Teil, der die Geschichte der jeweiligen Schule ... »Details
  28. 27. August 1819: Hessische Regierung gewährt Offenbach volle Gewerbefreiheit
    Die Großherzoglich Hessische Regierung gewährt Offenbach am Main die volle Gewerbefreiheit. Aufgrund dessen wird in der „Handels- und Fabrikstadt“ am 21. Juli 1821 vom Innen- und Justizministerium eine Handelskammer, bestehend aus neun Kaufleuten und Fabrikanten, erbaut. Vorher gab es eine solche nur in Frankfurt am Main. Unter den Aufgaben fallen auch das Aufzeigen von Hürden im Handel ... »Details
  29. 7. November 1819: Einweihung des Großherzoglichen Hoftheaters in Darmstadt
    Da dem theaterbegeisterten Großherzog Ludewig I. von Hessen und bei Rhein (1753–1830) das alte, noch von Louis Remy de la Fosse (um 1659–1726) errichtete Opernhaus in Darmstadt nicht mehr ausreichend erschien, beauftragte er den Hofbaumeister Georg Moller (1784–1852) 1810/11 mit dem Neubau eines geräumigeren Theaterbaus, der allen Bürgern zugänglich sein sollte. Von Anfang an war dafür ... »Details
  30. 1820-1850: Pauperismus im Herzogtum Nassau
    Die Massenverarmung in der Zeit des Vormärzes wird zum zentralen Problem der Landbevölkerung. Ursachen liegen im Bevölkerungswachstum, der Strukturkrise im Handwerk durch Einführung der Gewerbefreiheit und neuerer Techniken, der Bauernbefreiung, Missernten und einer verfehlten Politik der Landesherren. Viele Männer zogen den Sommer über ins Rheinland und ins Ruhrgebiet, um als Saisonarbeiter ... »Details
  31. 1820-1880: Gesellschaftliche Integration der jüdischen Bevölkerung durch Mitgliedschaft in Vereinen
    Neben der rechtlichen Gleichstellung strebte ein Großteil der jüdischen Bevölkerung auch die gesellschaftliche Integration an. Dabei stießen sie immer wieder auf massive Widerstände. So wurden Juden in zahlreichen Orten daran gehindert, Mitglieder in bereits etablierten bürgerlichen Vereinen zu werden. Oft wurde die Mitgliedschaft an das Bekenntnis zum christlichen Glauben geknüpft oder die ... »Details
  32. 20. Januar 1820: Regierungsantritt Landgraf Friedrichs VI. von Hessen-Homburg
    Mit dem Regierungsantritt nach dem Tod des Vaters am 20. Januar 1820 verlässt Landgraf Friedrich VI. von Hessen-Homburg (1769–1829) die österreichische Armee und zieht mit seiner Frau, der englischen Prinzessin Elisabeth (1770–1840) nach (Bad) Homburg. Begünstigt durch die stattliche Mitgift, die „Princess Eliza“ mit in die Ehe brachte, wurden in der Stadt und der Landgrafschaft ... »Details
  33. 18. März 1820: Großherzog Ludewig I. veröffentlicht Edikt zur Einführung einer Verfassung
    In einer Petition fordern die 160 Volksabgeordneten der Provinz Starkenburg eine Verfassung. Die im Gasthof „Zum Löwen“ in Zwingenberg an der Bergstraße formulierte Aufforderung ist an Großherzog Ludewig I. (1753–1830) gerichtet und wird vom Darmstädter Hofgerichtsadvokaten Heinrich Karl Hofmann (1795–1845) sowie von Georg Rühl und Wilhelm Stahl (1793–1841) angeführt. Sie werden ... »Details
  34. 22. März 1820: Der Journalist und Schriftsteller Dr. Ludwig Börne wird in Frankfurt verhaftet
    Am 22. März 1820 wird der Journalist und oppositionelle Schriftsteller Dr. Ludwig Börne (1786–1837), auf Ersuchen der preußischen Regierung wegen „Verbreitung aufrührerischer Schriften“ in Frankfurt verhaftet. ... »Details
  35. 15. Juni 1820: Herzogtum Nassau erhält Taubstummenlehrinstitut in Bad Camberg
    Das Taubstummenlehrinstitut in Bad Camberg, welches von Hugo Freiherr Schütz von Holzhausen (1780–1847) gegründet wurde, wird nun an das Herzogtum Nassau übertragen.(StH) ... »Details
  36. 27. Juni 1820: Grundsteinlegung zu Schloss Chattenburg in Kassel
    Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) beschloss nach seiner Rückkehr aus dem Exil im Jahr 1813, das nach dem Brand von 1811 weitgehend zerstörte alte Landgrafenschloss oberhalb der Fulda in Kassel durch einen prächtigen Neubau zu ersetzen. Mit der Planung beauftragte er den Oberbaudirektor Heinrich Christoph Jussow (1754–1825).|Da die ersten Pläne für einen konventionellen Dreiflügel- bzw. ... »Details
  37. 12. Juli 1820: Großherzog Ludewig I. stiftet die Fürstliche Sammlung zur Eröffnung eines öffentlichen Museums
    Am 12. Juli 1820 übergibt Großherzog Ludewig I. von Hessen und bei Rhein (1753–1830) mit einer Stiftungsurkunde die seit dem 18. Jahrhundert aufgebauten fürstlichen Sammlungen in den Besitz des Staates und bestimmt, dass sie allgemein zugänglich gemacht werden sollten.|Den Anstoß zur Museumsgründung hatten die diversen Neuerwerbungen gegeben, die nach dem Amtsantritt Ludewigs I. im Jahre ... »Details
  38. 20. August 1820: Christoph Rommel wird Direktor des kurhessischen Hof- und Staatsarchivs und „Historiograph des Hauses Hessen“
    Am 20. August 1820 wird der seit 1815 an der Universität Marburg als Geschichtsprofessor tätige Christoph Rommel (1781–1859) zum Direktor des kurfürstlich-hessischen Hof- und Staatsarchivs in Kassel ernannt und erhält den Titel eines Historiographen des Hauses Hessen. Kurz zuvor war der erste Band seiner grundlegenden, aber unvollendet gebliebenen „Geschichte von Hessen“ (zehn Bände bis ... »Details
  39. 31. August 1820: Hans Christoph von Gagern fordert die Freigabe des Auswanderungsgesetzes
    Um der Überbevölkerung entgegenzuwirken, fordert Hans Christoph von Gagern (1766–1852) im Darmstädter Landtag die Erlaubnis der Auswanderung, was am 18. Juni 1821 als Gesetz verabschiedet wird.(StH) ... »Details
  40. 13. September 1820: Beginn des Zoll- und Handelskongresses in Darmstadt
    Unter Führung von Friedrich List (1789–1846), radikal-liberaler staats- und volkswirtschaftlicher Professor in Tübingen, war am 14. April 1819 der „Allgemeine Deutsche Handels- und Gewerbeverein“ in Frankfurt am Main gegründet worden. ... »Details
  41. 18. Oktober 1820: Grundsteinlegung für die Frankfurter Stadtbibliothek
    Als am 18. Oktober 1820 in Frankfurt am Main der Grundstein für die neue Stadtbibliothek gelegt wird, geht damit eine gut dreißigjährige Planungsgeschichte zu Ende. Bereits 1788 war im städtischen Senat über den Neubau einer Bibliothek beraten worden, deren Bestände sich damals in Räumen des Barfüßerklosters befanden. Da man sich jedoch in den wiederkehrenden Beratungen nicht auf einen ... »Details
  42. 17. Dezember 1820: Konstitutionelle Verfassung für das Großherzogtum Hessen-Darmstadt
    In der neu geschaffenen Verfassung für das Großherzogtum Hessen-Darmstadt wird der gesamte Bildungs- und Kulturbereich dem Innenministerium unterstellt. Die Verfassung wird am 22. Dezember 1820 veröffentlicht und gilt als Dokument eines aufgeklärten Absolutismus, dass die volle Souveränität des Fürsten garantiert. Schulische Fragen werden im Einzelnen nicht verfassungsrechtlich geregelt und ... »Details
  43. 21. Dezember 1820: Verkündung der Verfassungsurkunde des Großherzogtums Hessens
    In einer Petition forderten 160 Volksabgeordneten der Provinz Starkenburg eine Verfassung. Die im Gasthof „Zum Löwen“ in Zwingenberg an der Bergstraße formulierte Aufforderung war an Großherzog Ludewig I. (1753–1830) gerichtet und wurde von dem Darmstädter Hofgerichtsadvokaten Heinrich Karl Hofmann (1795–1845) sowie von Georg Rühl und Wilhelm Stahl (1793–1841) angeführt. Sie werden ... »Details
  44. 1821: Neuorganisation der katholischen Bistümer in preußischen Gebieten
    Zwischen dem preußischen Staat und dem Kirchenstaat wird die Umstrukturierung des Bistums Paderborn festgelegt. Die Bistümer Fulda, Erfurt, Magdeburg werden als Suffraganbistümer dem Erzbistum Paderborn untergeordnet. Der nördliche Teil des heutigen Landkreises Waldeck-Frankenberg mit den Orten Arolsen, Wildungen, Diemelstadt, Korbach, Lichtenfels, Waldeck, Teilen von Volkmarsen und den ... »Details
  45. 1821-1835: Parlamentsdebatten über die Gleichberechtigung der Juden
    Die Frage um die Gleichberechtigung der jüdischen Bevölkerung wurde in den verschiedenen hessischen Parlamenten intensiv diskutiert und zog sich über Jahrzehnte hin.  ... »Details
  46. 27. Februar 1821: Wilhelm I. verstirbt in Kassel
    Am 27. Februar stirbt Kurfürst Wilhelm I. (geb. 1743) in Kassel. Er wird am 19. März in der Gruft unter der Kapelle in der von ihm errichteten Löwenburg beigesetzt. Nur wenige Monate zuvor hatte er den Grundstein zu der seit 1813 von ihm geplanten Chattenburg gelegt, deren Bau mit seinem Tod zum Erliegen kam. ... »Details
  47. 21. März 1821: Kurfürst Wilhelm II. ernennt Emilie Ortlöpp zur Gräfin von Reichenbach
    Am 21. März 1821 erhebt Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) seine langjährige Mätresse Emilie Ortlöpp (1791–1843), die Tochter eines Goldschmieds aus Berlin, zur Gräfin von Reichenbach. Mit ihren mittlerweile sechs Kindern zieht sie in das ehemalige Palais Gohr in der Königstraße in Kassel, das von Johann Conrad Bromeis (1788–1855) für sie umgebaut und dann als „Palais Reichenbach“ ... »Details
  48. 9. April 1821: In Frankfurt verabschiedet die Bundesversammlung die „Kriegsordnung des deutschen Bundes“
    Am 9. April 1821 wird in Frankfurt am Main die „Kriegsordnung des deutschen Bundes“ verabschiedet. Auch wenn die Rekrutierung Ländersache ist, legt die neue Ordnung für jeden Einzelstaat fest, dass 1 % der Einwohner dem Militär dienen müssen. Weiterhin setzt sich daraus das künftige „Bundesheer“ zusammen. Während die Truppen aus Frankfurt, Hessen-Homburg und Waldeck die ... »Details
  49. 1. Mai 1821: Kurfürst Wilhelm II. schenkt seiner Gemahlin Auguste den Landsitz Schloss Schönfeld
    Am 1. Mai 1821 überschreibt Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) seiner Gattin Auguste (1780–1841) zu ihrem Geburtstag „die Gebäude und Garten-Anlagen zu Schönfeld, unter der Benennung: Augustenruhe zum völligen Eigentum“.0=Zitiert nach Fenner 1995, S. 114. Diese versammelte dort bei ihren Abendgesellschaften den aus Militärs, Beamten und Künstlern bestehenden „Schönfelder Kreis“, ... »Details
  50. 30. Mai 1821: Gesetz über die Auswanderung
    Die verschiedenen hessischen Staaten schrieben in ihren Verfassungen das Recht auf Auswanderung fest. Das betraf nicht nur die Emigration nach Übersee, sondern auch den Umzug in andere deutsche Staaten. Dabei hatten sich die Auswanderungswilligen an Vorschriften zu halten und konnten nicht ohne vorherige Anzeige bei der Regierung das Land verlassen. Ein Gesetz Großherzogs Ludwig II. ... »Details