Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 7. April 1945: Einnahme der letzten Stellungen in Nordhessen durch amerikanische Truppen
    Die Stadt Hofgeismar wird von der Wehrmacht aufgegeben und von amerikanischen Truppen eingenommen. In der Gegend um Eschwege enden die Kämpfe mit den letzten versprengten deutschen Einheiten.(OV) ... »Details
  2. 10. April 1945: Kampfhandlungen auf dem Gebiet des heutigen Hessen beendet
    Die alliierten Truppen, vor allem die US-Armee, haben das ganze Gebiet des späteren Landes Hessen befreit. Damit enden die Kampfhandlungen etwa ein Monat vor der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches und der Verkündung des Waffenstillstands am 8. Mai 1945.(OV) ... »Details
  3. 10. April 1945: Direktive JCS 1067 über die besatzungspolitischen Grundsätze der US-Truppen in Deutschland
    Mit der Bekanntgabe der Direktive JCS 1067 der Befehlshaber der US-amerikanischen Streitkräfte (Joint Chiefs of Staff) an den Oberbefehlshaber der US-Besatzungstruppen in Deutschland legen die Vereinigten Staaten die maßgebenden Grundlinien ihrer Besatzungspolitik in den von US-Truppen besetzten Gebieten fest. Die Direktive mit der genauen Bezeichnung JCS 1067/6 löst die „Combined Directive ... »Details
  4. 14. April 1945: Auftrag zur Bildung einer „Deutschen Regierung der Provinz Starkenburg“
    Die US-Militärverwaltung betraut den SPD-Politiker, Hochschullehrer und früheren Reichstagsabgeordneten Ludwig Bergsträsser (1883–1960) mit der Führung der Zivilverwaltung der hessischen Provinz Starkenburg mit Sitz in Darmstadt. Er erhält den Auftrag, von dort aus eine überregionale Verwaltung aufzubauen.Keimzelle des späteren Regierungsbezirks Darmstadt ... »Details
  5. 15. April 1945: Transport des deutschen Reichsbankgoldes nach Frankfurt
    Am Morgen bricht in der kleinen Ortschaft Merkers im Wartburgkreis im Westen Thüringens ein streng abgeschirmter amerikanischer Militärtransport auf, um die beschlagnahmten deutschen Goldreserven und eine Vielzahl unbezahlbarer Kunstschätze in die ehemalige Reichsbank nach Frankfurt am Main zu transportieren. Der Konvoi wird von starken bewaffneten Kräften begleitet; einer oder mehrere1=Hier ... »Details
  6. 17. April 1945: Einsetzung von Karl Dönges zum Gießener Oberbürgermeister
    Der amerikanische Stadtkommandant in Gießen, Major V. L. Ehrenclou, setzt an stelle des bisher amtierenden Oberbürgermeisters Dr. Philipp Hill den Anwalt Dr. Karl Dönges (geb. 1891) ein. Damit beginnt die Neuorganisation der Gießener Stadtverwaltung.(OV) ... »Details
  7. 18. April 1945: Überparteilicher Aufbauausschuss in Wiesbaden
    In Wiesbaden macht ein überparteilicher Aufbauausschuss Vorschläge zur Neubesetzung der deutschen Verwaltung.(OV) ... »Details
  8. 21. April 1945: Bildung einer Provinzialregierung für Starkenburg durch die Besatzungsmacht
    Die amerikanische Militärregierung bildet eine Provinzialregierung für die ehemalige hessische Provinz Starkenburg mit Ludwig Bergsträsser (1883–1960) als Präsidenten. Die „Regierung“ wird am 8. Mai offiziell ernannt.(OV) ... »Details
  9. 27. April 1945: Erster Gottesdienst in der wiederhergestellten Synagoge in Bad Nauheim
    In der neuen, 1929 eingeweihten Synagoge in Bad Nauheim kann am 27. April 1945 der erste Gottesdienst nach dem Ende der NS-Herrschaft gehalten werden. Die amerikanischen Truppen hatten bei der Befreiung von Bad Nauheim die Synagoge, deren Inneneinrichtung in der Reichspogromnacht 1938 (vermutlich am 10. November ) völlig zerstört und entwendet worden war, als Stapelplatz für Eisen, Hanf- und ... »Details
  10. Mai 1945: Verbot der Antifaschistische Ausschüsse durch die Alliierten
    Die von Verfolgten des NS-Regimes und Widerstandskämpfern gebildeten „Antifaschistischen Ausschüsse“ werden von den Besatzungsmächten verboten.(OV) ... »Details
  11. 8. Mai 1945: Bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reichs
    Das Deutsche Reich kapituliert gegenüber den alliierten Siegermächten bedingungslos. Die Kapitulation tritt um 23:01 Uhr in Kraft. Im Gebiet des heutigen Hessen sind während des Krieges etwa 185.000 Zivilpersonen ums Leben gekommen, etwa 120.000 Menschen aus Hessen sind im Krieg gefallen oder gelten als vermisst. Von den als Juden verfolgten Menschen werden etwa 75.000 Opfer des Holocaust.(OV) ... »Details
  12. 10. Mai 1945: Berufung von Fritz Hoch zum Kasseler Oberpräsidenten
    Fritz Hoch (1896–1984), Verwaltungsfachmann und früherer Oberregierungsrat in Kassel, wird von der US-Militärregierung zum Oberpräsidenten in Kassel (Provinz Kurhessen) berufen. Damit bestehen in allen Teilen Hessens provisorische deutsche Verwaltungsstellen.  ... »Details
  13. 17. Mai 1945: Die Bergbauleitung der Buderus'schen Eisenwerke verkündet das Wiederanlaufen aller Grubenbetriebe
    Die Bergbauleitung der Buderus'schen Eisenwerke in Wetzlar berichtet in einem Rundfunkschreiben über das erfolgte Wiederanlaufen aller Grubenbetriebe. Damit gelingt es der Firma, ihre Tätigkeit im Erzbergbau auch im Moment der „Stunde Null“ – und trotz des schlagartigen Verzichts auf Zwangsarbeiter und mit Kriegsende abwandernden deutschen Bergleuten – faktisch kontinuierlich ... »Details
  14. 18. Mai 1945: Einrichtung einer Provinzialregierung Mittelrhein-Saar
    In der amerikanischen Besatzungszone wird unter der Führung von Oberst James R. Newman (1902–1964) eine „Provinzialregierung Mittelrhein-Saar“ mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße eingesetzt, die die Länder Saar, Pfalz und Hessen (südlich des Mains) umfasst. Als Oberpräsident bestimmen die Amerikaner den früheren Mannheimer Oberbürgermeister Hermann Heimerich (1885–1963; SPD). ... »Details
  15. 29. Mai 1945: Zahl der Displaced Persons in der britischen und amerikanischen Zone
    Der Leiter der Alliierten Liaison Section gibt nach dem Bulletin of International News auf einer Pressekonferenz des Alliierten Hauptquartiers in Paris einen Bericht über die Heimbeförderung der verschleppten Personen (Displaced Persons) in Europa. Die Lage werde durch den Zustrom von Polen, Letten, Litauern und anderen Menschen aus der sowjetischen in die britische und amerikanische Zone ... »Details
  16. Juni 1945: Bericht über die Lage in Frankfurt
    Die Gewerkschafterin Anna Beyer (1909–1991) berichtet dem Internationalen Sozialistischen Kampfbund im Juni über die Zustände in Frankfurt am Main. Sie thematisiert die sozialen Probleme in der Stadt, insbesondere die Ernährungslage, Fragen der „Vergangenheitsbewältigung“ und das Wirken der amerikanischen Besatzungstruppen: ... »Details
  17. 1. Juni 1945: Gründung von Radio Frankfurt in Bad Nauheim
    „Radio Frankfurt“ strahlt als Sender der Militärregierung sein erstes Programm aus. Wegen der Zerstörung des Frankfurter Funkhauses sendet Radio Frankfurt aus Bad Nauheim, und zwar mittels eines 20-kW-Senders der ehemaligen Wehrmacht. Ab 1949 steht der Sender als „Hessischer Rundfunk“ unter deutscher Leitung. (OV) ... »Details
  18. 1. Juni 1945: Eisenhower verlegt Hauptquartier nach Frankfurt
    US-General Dwight D. Eisenhower (1890–1969), der Alliierte Oberbefehlshaber, verlegt sein Hauptquartier von Reims in Frankreich in das I.G. Farben-Haus in Frankfurt am Main.(OV) ... »Details
  19. 3. Juni 1945: Schwierige Ernährungslage im Reich
    Generalmajor William Draper, der Leitende Beamte der amerikanischen Gesundheitsbehörden, stellt im Alliierten Hauptquartier in Frankfurt am Main fest, dass die Lebensmittelreserven im Reich noch etwa für zwei Monate reichen werden.(OV) ... »Details
  20. 5. Juni 1945: Unterzeichnung der Berliner Erklärung durch die Siegermächte
    Die Oberbefehlshaber der vier Siegermächte unterzeichnen in Berlin eine Erklärung („Berliner Erklärung, Berliner Deklaration“), mit der die USA, die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich die oberste Gewalt in Deutschland übernehmen. ... »Details
  21. 12. Juni 1945: Bericht über die Lage in Frankfurt
    Die Gewerkschafterin Anna Beyer (1909–1991) berichtet dem Internationalen Sozialistischen Kampfbund kurz nach dem Kriegsende über die Zustände in Frankfurt am Main: ... »Details
  22. 15. Juni 1945: Regierungsbezirk Montabaur von Hessen abgetrennt
    Mit Wirkung vom 15. Juni 1945 werden die ehemaligen Regierungsbezirke der preußischen Rheinprovinz Trier und Koblenz sowie der neugeschaffene Regierungsbezirk Montabaur auf der rechten Rheinseite im neu geschaffenen Rheinland-Hessen-Nassau in der französischen Besatzungszone zusammengefasst.(OV) ... »Details
  23. 16. Juni 1945: Vereinbarung zwischen Truman und Stalin zur Gebietsbesetzung
    In einem Telegrammwechsel kommen der amerikanische Präsident Harry S. Truman (1884–1972) und der sowjetische Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion Josef W. Stalin (1878–1953) zu dem Entschluss, dass die westlichen Alliierten am 1. Juli ihre Truppen aus einzelnen Gebieten der späteren Länder Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen ... »Details
  24. 22. Juni 1945: Rheinhessen und vier Landkreise in Nassau kommen zur Französischen Besatzungszone
    Der linksrheinische Teil des ehemaligen Volksstaats Hessen (Rheinhessen) mit Bingen, Mainz, Worms und Alzey sowie die vier nassauischen Landkreise Ober- und Unterwesterwald, Unterlahn und St. Goarshausen werden Teil der Französischen Besatzungszone. (CP) ... »Details
  25. 24. Juni 1945: Amerikaner planen die Schaffung zweier hessischer Länder
    Die US-Militärregierung ignoriert die von hessischer Seite vorgetragenen „Groß-Hessen-Pläne“ und verfügt zunächst die Schaffung zweier hessischer Länder: Hessen-Nassau und Hessen(-Darmstadt). Die Regierungssitze sollen Marburg beziehungsweise Darmstadt sein. Zuvor hatten sich Amerikaner und Franzosen auf den gemeinsamen Grenzverlauf ihrer Besatzungszonen geeinigt. Hiermit wird zugleich ... »Details
  26. Juli 1945: Ehemalige politische NS-Verfolgte bilden in Friedberg einen Hilfsausschuss
    In Friedberg schließen sich ehemalige politische Häftlinge des NS-Regimes – in der Hauptsache Mitglieder der KPD – zu einem Hilfsausschuss zusammen, der als eine Selbsthilfeorganisation das alltägliche Leben seiner Mitglieder erleichtern helfen soll. Dies betrifft unter anderem die Versorgung mit Lebensmitteln und Wohnraum.In der Folge bilden sich an verschiedenen Orten in Hessen ... »Details
  27. 1.-2. Juli 1945: Abzug der Amerikaner und Einmarsch sowjetischer Besatzungstruppen in Thüringen
    Wie zwischen den Siegermächten in einem Telegramm vom 16. Juni 1945 vereinbart, beginnt am Morgen des 1. Juli der Abzug der britischen und amerikanischen Truppen aus Westmecklenburg, aus Teilen Sachsens und aus Thüringen, die zur sowjetischen Besatzungszone gehören werden. Schon am 21. Juni war die Verwaltung dieser Gebiete an die sowjetische Militäradministration übergeben worden. Am 2. Juli ... »Details
  28. 4. Juli 1945: Einrichtung einer Bücherstube in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird eine Bücherstube als Vorläuferin des ersten „Amerika-Hauses“ eingerichtet. Amerika-Häuser stehen als Bildungszentren in der Folge im Dienst der Reeducation, das heißt der Erziehung der deutschen Bevölkerung zur Demokratie. Hier finden Vorträge, Filme, Diskussions- und Musikabende statt, die das Interesse der Deutschen an Amerika und seinem Lebensstil – dem ... »Details
  29. 4. Juli 1945: Einrichtung der Grenze bei Rasdorf und Geisa
    Im hessischen Ort Rasdorf und im thüringischen Geisa haben die alliierten Siegermächte Grenzkontrollstationen installiert. Entlang der alten Landesgrenze Thüringens verläuft nun gemäß dem Londoner Abkommen vom 12. September 1944 die Demarkationslinie zwischen der amerikanischen und sowjetischen Besatzungszone. Diese Grenze wird auch die „Whisky-Wodka-Linie“0=Saul, Leben im Schatten der ... »Details
  30. 5. Juli 1945: Kurt Blaum zum Oberbürgermeister von Frankfurt ernannt
    Von der amerikanischen Militärregierung wird Kurt Blaum (1884–1970) zum kommissarischen Oberbürgermeister von Frankfurt ernannt. Er wird damit Nachfolger von Wilhelm Hollbach (1893–1962). Blaum, der zuvor kommissarischer Oberbürgermeister von Hanau war, bekleidet das Oberbürgermeisteramt in Frankfurt bis zum 1. September 1946. Ihm folgt der Sozialdemokrat Walter Kolb (1902–1956) als ... »Details