Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
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  • 2000
  1. 12. Juli 1951: Gemeinschaftsausschuss der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft lehnt Lohnforderungen ab
    Das branchenübergreifende Koordinierungsgremium der deutschen Wirtschaftsverbände, der am 23. Februar 1950 gegründete Gemeinschaftsausschuss der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft, beschließt, alle gewerkschaftlichen Lohnforderungen abzulehnen. Dieser Entschluss, der am folgenden Tag als Erklärung zur „Lohn- und Preisfrage“ veröffentlicht wird0=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, ... »Details
  2. 16. Juli 1951: „Lohndiktat“ der Arbeitgeber im Tarifstreit in der hessischen Metallindustrie
    Im Tarifstreit in der hessischen Metallindustrie steht die zweite Verhandlungsrunde im Zeichen einer vom Gemeinschaftsausschuss der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft am 12. Juli 1951 vereinbarten Empfehlung an die angeschlossenen Unternehmerverbände, angesichts der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage und (nach Ansicht der Arbeitgeber) unbegründeter Befürchtungen über einen weiteren ... »Details
  3. 20. Juli 1951: Hessischer Staatsgerichtshof erklärt Sozialisierung für rechtsgültig
    Der hessische Staatsgerichtshof lehnt die Klage der FDP ab und urteilt, dass die hessische Sozialisierung im Einklang mit der Verfassung steht. Somit ist Artikel 41 der hessischen Verfassung rechtsgültig. Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass der Artikel, auch wenn in Beratungen und Verhandlungen eine andere Textform als in dem Gesetz- und Verordnungsblatt, sinngemäß dadurch nicht ... »Details
  4. 23. Juli 1951: Tarifstreit in der hessischen Metallindustrie: IG Metall empfiehlt Verweigerung von Überstunden
    Die große Lohnkommission der Arbeitnehmervertretung Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) fasst den Beschluss, als erste Kampfmaßnahme im Tarifstreit mit dem Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie ihren Mitgliedern in den Belegschaften die Verweigerung von Überstunden (beginnend ab Montag, den 30. Juli) zu empfehlen. Ausschlaggebend für die Empfehlung und den damit eingeleiteten ... »Details
  5. 23. - 28. Juli 1951: Arbeitswoche der Deutschen Gesellschaft für Erziehung in Marburg
    In der Universitätsstadt Marburg findet die hessische Arbeitswoche der Deutschen Gesellschaft für Erziehung (DGE), Sektion Schulfunk und Film statt. Tagungsthema der Arbeitsgruppe ist „Die Welt der Dinge im Dienste der Erziehung“. Für die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung zeichnet das Schulfunk-Institut der DGE zusammen mit der Abteilung Schulfunk des Hessischen Rundfunks und ... »Details
  6. 27. Juli 1951: Illegale Grenzgänger werden im Kreis Rotenburg festgenommen
    Im Kreis Rotenburg nehmen Polizei und Bundesgrenzschutz 67 „illegale Grenzgänger“ fest, bei denen es sich um Jugendliche handelt. Fünf dieser Personen gehörten der Freien Deutschen Jugend an. Die Behörden hatten zuvor einen Tipp über den geplanten Grenzübertritt bekommen. Der kommunistische Kreisvorsitzende Sippel wird ebenso bei Nentershausen verhaftet; dort sollte der Übertritt ... »Details
  7. 30. Juli 1951: Hessische Bauern beraten über Milchlieferstreik
    Die hessischen Bauern fordern, dass in Hessen eine Anhebung des Milchpreises um zwei Pfennig pro Liter stattfindet. Diesen Schritt sind andere Bundesländer bereits gegangen. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, berät der Kreisbauernverband des Untertaunus in Hahn über den Eintritt in einem Milchlieferstreik. In diesen könnte durch Urabstimmung eingetreten werden und es würden nach ... »Details
  8. 1. August 1951: Hessen verbietet Rat der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
    Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) weist den Frankfurter Polizeipräsidenten an, die Räume des Rates der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes in der Stadt zu schließen und alle dort befindlichen Gegenstände zu beschlagnahmen. An alle Polizeidienststellen im Land ergeht die Weisung, die politische Betätigung des Rates zu unterbinden. Damit ist der Rat der ... »Details
  9. 1. August 1951: Hessen erhöht den Milchpreis
    Das hessische Wirtschaftsministerium gibt bekannt, dass in Hessen der Milchpreis von 37 auf 39 Pfennige angehoben wird. Diese Regelung wird ab dem 6. August gelten.(MB) ... »Details
  10. 2. August 1951: Landtag berät über Haushalt 1951/52
    Der Hessische Landtag berät den Haushalt für das Rechnungsjahr 1951/52. In zweiter Lesung wird der Haushalt des Parlaments einstimmig angenommen. Es wird darauf verwiesen, dass Hessen das zweitbilligste Parlament im gesamten Bundesgebiet hat. Der Haushalt des Ministerpräsidenten wird mit Stimmenthaltung der Opposition angenommen. Von dieser Seite wurden zuvor die zu hohen Kosten des ... »Details
  11. 3. August 1951: Starker Erdgasausbruch im Hessischen Ried
    Bei Explorationsbohrungen der Gewerkschaft Elwerath im Hessischen Ried fliegt bei Wolfskehlen im hessischen Kreis Groß-Gerau ein Bohrturm in die Luft, nachdem ein beim Zurückziehen des Bohrgestänges verursachter Funke plötzlich ausströmendes Erdgas entzündet. Die mit einem Druck von zweihundert Atmosphären aus dem rund 800 Meter tiefen Bohrkanal herausschießende Flamme erreicht eine Höhe ... »Details
  12. 4. August 1951: Ausstellung „Mensch und Raum“ auf der Darmstädter Mathildenhöhe
    Auf der Darmstädter Mathildenhöhe wird im Gedenken an die Ausstellung der Darmstädter Künstlerkolonie vom Jahr 1901 mit der Ausstellung „Mensch und Raum“ ein Rückblick auf fünfzig Jahre Baukunst im 20. Jahrhundert gezeigt. Die Ausstellung wird bis zum 16. September zu sehen sein.(OV) ... »Details
  13. 8.-10. August 1951: Die IG Metall entscheidet, das Tarifgebiet Hessen zur Führung eines Arbeitskampfes auszuwählen
    Auf einer Beiratssitzung der IG Metall fällt die Entscheidung, im Bereich des Tarifgebietes Hessen einen Arbeitskampf durchzuführen. Die Gewerkschaftsvertreter, die zusammengekommen sind, um die Tarifbewegung in Hessen und Nordrhein-Westfalen zu koordinieren, beschließen, dass Hessen die „Tarif-Führerschaft“ übernehmen soll.0=Vgl. Arnold Bettien, Arbeitskampf im Kalten Krieg. Hessische ... »Details
  14. 13. August 1951: Beschäftigte im hessischen Heizungshandwerk und in der Heizungsindustrie legen die Arbeit nieder
    Nach der Aufkündigung des Lohnabkommens für das Klempner-, Installateur-, Zentralheizungsbauer- und Kupferschmiedehandwerk am 30. Juni 1951, erfolglosen Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite und einer am 25. Juli durchgeführten Urabstimmung in den Betrieben legen etwa 1.000 Arbeiter im Heizungshandwerk und in der Heizungsindustrie die Arbeit nieder. Die Forderungen der IG Metall für das ... »Details
  15. 13. August 1951: IG Metall beschließt Durchführung einer Urabstimmung in der hessischen Metallindustrie
    Die Industriegewerkschaft Metall fasst den Beschluss, die Beschäftigten in der hessischen Metallindustrie zu einer Urabstimmung aufzufordern. Gegenstand der Urabstimmung ist die Frage, ob sich die hessischen Metall-Beschäftigten dazu entschließen, der Gewerkschaft den Auftrag zu erteilen „die notwendigen Massnahmen zur Durchsetzung unserer Forderungen [Erhöhung des Arbeiterlohns um zwölf ... »Details
  16. 14. August 1951: Zinn will Probleme der Besatzungsgeschädigung gemeinsam mit Amerikanern lösen
    Ministerpräsident Georg-August Zinn (1901–1976; SPD) schlägt in einem Schreiben an Oberkommissar John Jay McCloy (1895–1989) vor, dass die Landesregierung gemeinsam mit den amerikanischen Besatzungsbehörden eine Kommission bildet, die eine vorläufige Regelung in Streitfällen über die Entschädigung von Besatzungsgeschädigten entscheiden soll. Die Kommission soll solange arbeiten, bis es ... »Details
  17. 16.-17. August 1951: Urabstimmung in der hessischen Metallindustrie
    Bei der Urabstimmung der in der hessischen Metallindustrie Beschäftigten spricht sich eine deutliche Mehrheit für die Durchführung von Arbeitskampfmaßnahmen aus. 97.122 der insgesamt 109.675 an der Abstimmung teilnehmenden Gewerkschaftsmitglieder (88,6 Prozent) votieren dabei für den Arbeitskampf zur Durchsetzung der gewerkschaftlichen Lohnforderung.1=Als vorläufiges Ergebnis waren von der ... »Details
  18. 20. August 1951: Arbeitsminister Fischer schaltet sich in den Tarifstreit in der hessischen Metallindustrie ein
    Der hessischer Staatsminister für Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) schaltet sich in den eskalierenden Tarifkonflikt in der hessischen Metallindustrie ein und spricht gegenüber den Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern (Bezirksleitung der IG Metall und Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie) eine Einladung zu einem Vermittlungsgespräch in der ... »Details
  19. 21. August 1951: IG Metall kündigt Streikbeginn an
    Die Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) kündigt für Montag den 27. August 1951 den Beginn eines Streiks in der hessischen Metallindustrie an. Der geplante Flächenstreik stellt eine Reaktion auf die unbewegliche Haltung der Arbeitgeber dar, die eine Neuverhandlung der Löhne seit Kündigung des bisherigen Tarifvertrags durch die Frankfurter Bezirksleitung der IG Metall zum 15. Juni ... »Details
  20. 21. August 1951: Die Gewerkschaft der Angestellten in der hessischen Metallindustrie will weiter verhandeln
    Bezugnehmend auf die Ankündigung der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall), die Unbeweglichkeit der Arbeitgeberseite in der Frage der geforderten Lohnerhöhung (Verbesserung des Arbeiter-Ecklohns um 12 Pfennig je Stunde auf 1,49 DM) mit einem am Montag den 27. August 1951 beginnenden Flächenstreik zu beantworten, teilt die große Tarifkommission der Deutschen Angestelltengewerkschaft (DAG) ... »Details