Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 31. März 1940: Gestapo-Statistik über Juden in Frankfurt
    Nach einer auf den heutigen Tag terminierten Aufstellung der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) sind in der Zeit vom 1. April 1939 bis zum 31. März 1940 aus Frankfurt am Main rund 8.500 Juden „ausgewandert“, davon im ersten Vierteljahr 1940 500. Die Zahl der in Frankfurt gegenwärtig verbliebenen jüdischen Einwohner wird in der Aufstellung mit 11.500 angegeben.(OV/KU) ... »Details
  2. 1. April 1940: Einführung der Sommerzeit
    Im Reich wird die Sommerzeit eingeführt. ... »Details
  3. 9. April 1940: Abstellung von älteren SS-Angehörigen zur Verwaltung eingezogenen Kirchenguts
    In einem geheimen Schreiben wendet sich der Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD (Sicherheitsdienst des Reichsführers SS) in Wiesbaden an das Hauptfürsorge- und Versorgungsamt der SS in Berlin. Er weist darauf hin, dass der Deutsche Reichsverein für Volkspflege und Siedlungshilfe e. V. in Berlin, der mit Einverständnis des Reichsführers SS (Heinrich Himmler) gegründet worden sei, die ... »Details
  4. 6. Mai 1940: Bericht über die Finanzierung wissenschaftlicher Arbeit im Krieg
    Die geheimen Meldungen des Sicherheitsdienstes der SS berichten über die Probleme der Finanzierung der wissenschaftlichen Arbeit an den Universitäten im Krieg. Aus verschiedenen Hochschulorten werde gemeldet, dass die Mittel der einzelnen Institute bisher nirgends so gekürzt worden seien, daß die Durchführung kriegswichtiger Forschungsarbeiten entscheidend in Frage gestellt worden wäre, wenn ... »Details
  5. 12. Mai 1940: Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden
    In Wiesbaden wird die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin eröffnet. Die Tagung steht unter dem Thema „Medizin im Dienst der Arbeitsfähigkeit“.(OV) ... »Details
  6. 23. Mai 1940: Bericht über die angespannte Ernährungslage und den Gemüsemangel im Reich
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich vom 23. Mai von Stimmen aus der Bevölkerung zur Ernährungslage. So lägen über die mangelhafte Gemüseversorgung in verschiedenen Gebieten des Reiches neue Meldungen vor, darunter aus Kassel. Dort sei die Versorgungslage bei Gemüse sehr ungünstig und das Schlangestehen sei nach wie vor an der Tagesordnung. ... »Details
  7. 27. Mai 1940: Zeitweilige Abschaltung der Radiosender während des Westfeldzugs
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich, das Abschalten der Radiosender in Westdeutschland aus militärischen Gründen (während des Westfeldzugs vom 10. Mai bis 25. Juni) werde in der Bevölkerung absolut verstanden. So werde aus Kassel gemeldet: Nach der Bekanntgabe, daß einzelne Sender aus militärischen Gründen zeitweise ihre Sendungen unterbrechen ... »Details
  8. 30. Mai 1940: Bericht über die Mitwirkung von Wissenschaftlern an der Kriegspropaganda
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich unter anderem über die politische Aufklärungsarbeit durch das Vortragswesen. Auch im laufenden Trimester würden an den Universitäten, zum Beispiel in Frankfurt am Main, Gießen und Marburg die öffentlichen Vortragsreihen fortgesetzt. Während im vergangenen Trimester vor allem die Vertreter der ... »Details
  9. 30. Mai 1940: Bericht über einen Vortrag der Frauenrechtlerin Gertrud Bäumer in Marburg
    In einer geheimen Meldung des SS-Sicherheitsdienstes vom 30. Mai wird berichtet, in Dortmund, Bochum und Marburg habe in letzter Zeit die ehemalige demokratische Reichstagsabgeordnete Gertrud Bäumer0=Gertrud Bäumer (1873–1954) war seit Beginn des 20. Jahrhunderts zum Teil in führender Position in der bürgerlichen Frauenbewegung tätig. Für die Deutsche Demokratische Partei (DDP), die sie ... »Details
  10. 30. Mai 1940: Berichte über eine schlechte Versorgung mit Kartoffeln
    Die geheimen Meldungen des Sicherheitsdienstes der SS berichten von der schlechten Versorgung der Bevölkerung im Reich, vor allem mit Kartoffeln: ... »Details
  11. 4. Juni 1940: Erster Angriff der britischen Luftwaffe auf Frankfurt
    Der in der Nacht auf den 4. Juni, morgens zwischen 1:20 Uhr und 2:30 Uhr stattfindende erste Angriff der britischen Luftwaffe (Royal Air Force) auf die hessische Großstadt Frankfurt am Main1=Bereits vor dem Bombardement am 4. Juni 1940 waren in Frankfurt am Main Luftschutzübungen durchgeführt worden und es war zu Überflügen alliierter (englischer) Flugzeuge gekommen, ohne das die Maschinen ... »Details
  12. 10. Juni 1940: Bericht über Klagen wegen unzureichenden Luftschutzes gegen feindliche Angriffe
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet von den Auswirkungen feindlicher Bombenangriffe vor allem im Westen des Reiches. Auch in den letzten Nächten sei es hauptsächlich in den westlichen Gebieten zu zahlreichen Feindeinflügen gekommen. Meist seien durch die planlosen Bombenabwürfe wegen des geringen Umfangs keine größeren Schäden angerichtet worden. Nur in wenigen Fällen, wie zum Beispiel ... »Details
  13. 16. Juni 1940: Schließung der jüdischen Friedhöfe im Regierungsbezirk Kassel geplant
    Der Regierungspräsident in Kassel kündigt an, dass die jüdischen Friedhöfe geschlossen und anschließend säkularisiert werden sollen. Der Landrat des Kreises Frankenberg berichtet dem Regierungspräsidenten, dass in seinem Landkreis jüdische Friedhöfe in Frankenberg, Frankenau, Altenlotheim, Vöhl, Gemünden, Grüsen, Frohnhausen, Oberasphe und Battenfeld bestehen.(OV) ... »Details
  14. 22. Juni 1940: Erster Bombenangriff alliierter Flugzeug auf Kassel
    In der Nacht vom 21. auf den 22. Juni kommt es zum ersten Luftangriff des Zweiten Weltkrieges auf die nordhessische Großstadt Kassel. Ziel der angreifenden Flugzeuge ist das Lossekraftwerk im Bezirk Salzmannshausen am nördlichen Rande des Kasseler Stadtteils Bettenhausen. Das Bombardement durch schätzungsweise fünf bis zehn Maschinen richtet vor allem an einigen Wohnhäusern in der ... »Details
  15. 30. Juni 1940: Arbeitsaufnahme der Deutsch-französischen Waffenstillstandskommission in Wiesbaden
    In Wiesbaden nimmt die deutsch-französische Kommission zur Überwachung der Durchführung des Waffenstillstandsvertrages von Compiègne (Deutsch-französische Waffenstillstandskommission, kurz: DWStK) ihre Arbeit auf. Der Waffenstillstand von Compiègne wurde am 22. Juni 1940 zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich geschlossen und beendet den deutschen Westfeldzug, der zur militärischen ... »Details
  16. 4. Juli 1940: Bericht über die psychische Wirkungen von Bombenangriffen
    In seinen geheimen Meldungen aus dem Reich fasst der Sicherheitsdienst die Berichte über die Auswirkungen feindlicher Bombenangriffe aus verschiedenen Teilen des Reiches zusammen. In Hessen habe beispielsweise der schon längst befürchtete Angriff auf die IG.-Farbenwerke bei Frankfurt zu besonderer Bestürzung geführt. Die Flugzeuge griffen dabei mit besonderer Heftigkeit die Flakstände durch ... »Details
  17. 4. Juli 1940: Gerüchte über den feindlichen Abwurf von Kartoffelkäfern
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich, dass mehrfach beobachtet worden sei, dass in letzter Zeit vor allem ländliche Gebiete angegriffen wurden, sei das Gerücht entstanden, die Engländer würden Kartoffelkäfer1=Siehe Meldungen über das verstärkte Auftreten von Kartoffelkäfern, 8. Juli 1940. abwerfen (um die deutsche Landwirtschaft zu schädigen). An einer ... »Details
  18. 8. Juli 1940: Bericht über Verhalten deutscher Mädchen gegenüber „fremdrassigen Ausländern“
    Unter der Überschrift „Rasse und Volksgesundheit“ berichtet der Sicherheitsdienst der SS in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich von einem nach Ansicht der Berichterstatter würdelosem Verhalten deutscher Mädchen gegenüber fremdrassigen Ausländern, worüber sich in der letzten Zeit die Meldungen häuften. Dabei handele es sich insbesondere um den Umgang „fremdrassiger“ Studenten ... »Details
  19. 8. Juli 1940: Meldungen über das verstärkte Auftreten von Kartoffelkäfern
    Der SS-Sicherheitsdienst berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich von Schäden durch das verstärkte Auftreten des Kartoffelkäfers1=Siehe die Meldung vom 4. Juli 1940 zu den Gerücht, Kartoffelkäfer seien durch englische Flugzeuge abgeworfen worden.. Die Vernachlässigung der Kartoffelanbauflächen in Frankreich seit August letzten Jahres habe in diesem Jahr einen vermehrten Befall ... »Details
  20. 11. Juli 1940: Meldungen über Fliegerangriffe auf Eschwege und Frankfurt
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich über Fliegerangriffe auf Eschwege und Frankfurt am Main. Auf dem Flugplatz Eschwege hätten zwei Flugzeuge je zwei Bomben auf ein Benzinlager geworfen, wodurch 400 bis 500 Fässer Benzin zu je 200 Litern explodiert seien. Hier herrsche besondere Verbitterung darüber, dass die Flugzeugflak trotz rechtzeitiger ... »Details