Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
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  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 14. März 1855: Feier des Namenstags der Großherzogin Mathilde in Darmstadt mit Illumination
    Zur Feier des Namenstags der Großherzogin Mathilde (1813–1862) am 14. März 1855 wird das Opernhaus in Darmstadt mit einer üppigen Festbeleuchtung illuminiert, die durch die gleichzeitig in Betrieb genommene, von Darmstädter Bürgern gegründete „Darmstädter Actiengesellschaft für Gasbeleuchtung“ in Gang gesetzt wird. Dabei werden erstmals 220 Gaslaternen in der Innenstadt angezündet. ... »Details
  2. 25. Mai 1855: Einweihung der „griechischen Kapelle“ auf dem Neroberg
    Am 31. Januar 1844 heiratete Elisabeth Michailowna Romanowa (1826–1845), die Nichte des Zaren Alexander I., in St. Petersburg Herzog Adolph von Nassau (1817–1905). Das junge Paar kam am 26. März 1844 nach Wiesbaden, wo die beiden von der Bevölkerung mit einem Festzug begrüßt wurden. Bereits ein Jahr später verstarb Herzogin Elisabeth im Kindbett und der trauernde Witwer beschloss, ihr auf ... »Details
  3. 5. Juni 1855: Todestag des heiligen Bonifatius in Fulda gefeiert
    Am 5. Juni 1855 wird in Fulda der 1100. Todestag des heiligen Bonifatius (672/673–754), welcher als Diözesan wirkte, als Landespatron galt und an einem Martyrtod verstarb, begangen. Die Stadt feiert aufgrund des Fronleichnamstages am 7. Juni eine komplette Woche mit Festprogramm. Dazu zählen Gottesdienste, eine Prozession zum Bonifaziusgrab und mehrere Andachten, begleitet von Salutsalven ... »Details
  4. 8. Oktober 1855: Höhere Mädchenschule in Kassel eingeweiht
    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts sind Mädchen, vor allem die Töchter aus weniger bemittelten Familien, weitgehend von schulischer Bildung ausgeschlossen. In Kassel gründete deshalb Wilhelmine Halberstadt (1776–1841) 1831 eine „Freischule“ für arme Mädchen, eine Elementarschule, in der Mädchen bis zum Alter von 14 Jahren unterrichtet wurden. Eine über diesen Unterricht hinausgehende ... »Details
  5. 15. Oktober 1855: Rücktritt von Ludwig Hassenpflug
    Der kurhessische Regierungschef Ludwig Hassenpflug (1794–1862) tritt am 15. Oktober 1855 aufgrund der Ablehnung der Berufung des Theologen August Vilmar (1800–1868) als Kasseler Generalsuperintendenten durch Kurfürst Friedrich Wilhelm (1802–1875) von seinem Amt zurück.(StH) ... »Details
  6. 1856: Wilhelm Carl Heraeus gelingt das Schmelzen von Platin
    Im Jahr 1856 wurde das Edelmetall Platin durch den Hanauer Apotheker und Chemiker Wilhelm Carl Heraeus (1827–1904) geschmolzen, was die Einhorn-Apotheke in einen Metallverarbeitungsbetrieb verwandelte.(StH) ... »Details
  7. 22. Januar 1856: Die „Bank für Süddeutschland“ in Darmstadt wird eröffnet
    Als 1853 die Gründung des Kreditinstituts „Bank für Handel und Industrie“ in Darmstadt genehmigt wurde, war gleichzeitig bereits die Konzession für die Notenbank „Bank für Süddeutschland“ beantragt worden. Die am 22. Januar 1856 eröffnete Bank wurde in Personalunion mit der „Bank für Handel und Industrie“ geführt und hatte das Recht, Banknoten in Gulden, Taler und Franken zu ... »Details
  8. 21. Juli 1856: Erste Ausgabe des „Frankfurter Geschäftsberichts“
    Am 21. Juli 1856 gründen die beiden Frankfurter Bankiers Leopold Sonnemann (1831–1909) und Heinrich Bernhard Rosenthal (1829–1876) den „Frankfurter Geschäftsbericht“, der ab dem 27. August 1856 als „Frankfurter Handelszeitung“ veröffentlicht wurde. In diesem zunächst nur wenige Seiten starken Blatt publizierten sie Börsen- und Handelsinformationen. Seit Ende 1858 wurde die Zeitung ... »Details
  9. 9. August 1856: Bahnhof Rüdesheim in Betrieb genommen
    Am 9. August 1856 hält der erste Zug der Nassauischen Rheintalbahn, von Wiesbaden kommend, im Bahnhof von Rüdesheim am Rhein. ... »Details
  10. 1. September 1856: Erstes mittelrheinisches Musikfest in Darmstadt
    Im Jahr 1855 fanden sich Musikvereine aus Darmstadt, Mainz, Wiesbaden und Mannheim zusammen, um nach dem Vorbild des seit 1818 stattfindenden Niederrheinischen Musikfestes eine derartige Veranstaltung auch in ihrer Region zu organisieren.|Am 1. September 1856 versammeln sich daraufhin in Darmstadt ca. 1000 Sänger und Musiker aus diversen Gesangvereinen der Region, dirigiert vom Hofmusikdirektor ... »Details
  11. 16. September 1856: Modernisierung der Frankfurter Verfassung abgeschlossen
    Bereits am 20. Juni 1853 erhielt die Verfassung der Freien Stadt Frankfurt ein „organisches Gesetz“, welches Juden das aktive und passive Wahlrecht gewährte. Seit Jahren wurde Modernisierung der Verfassung gefordert, welche am 16. September 1856 vollendet wurde.(StH) ... »Details
  12. 24. September 1856: Einweihung der orthodoxen Synagoge in Mainz
    Die 1853 eingeweihte Hauptsynagoge an der damaligen Synagogenstraße in Mainz war nach den Plänen von Ignaz Opfermann (1799–1866) errichtet worden. Im selben Jahr erhielt sie eine Orgel aus der Werkstatt von Bernhard Dreymann (1788–1857), eine der ersten Synagogenorgeln in Deutschland. ... »Details
  13. 30. September 1856: In Bingen konstituiert sich die „Allgemeine Deutsche Kunstgenossenschaft“
    Initiiert durch ein Komitee von Düsseldorfer Künstlern um Hermann Becker (1817–1885) und Emanuel Leutze (1816–1868) erging 1856 ein Aufruf zur „ersten Versammlung deutscher bildender Künstler“ in Bingen am Rhein. Unter reger Beteiligung findet das mehrtägige Treffen vom 28. bis 30. September 1856 statt.  ... »Details
  14. 1857: Abriss der evangelischen Kirche in St. Goarshausen im Zuge des Baues der Nassauischen Rheintalbahn
    Im Verlauf des Baus der nassauischen Rheintalbahn wird 1857 die alte evangelische Kirche in St. Goarshausen abgerissen und die Kirche mit einer Zuwendung von 27.000 Gulden durch die Herzoglich Nassauische Regierung entschädigt.|Mit dieser Summe konnte der Bau der neuen Kirche an einer anderen Stelle finanziert werden. Die Pläne lieferte der nassauische Baurat Eduard Zais (1804–1895). Die ... »Details
  15. 1857: August Ravenstein propagiert die „Vierte Stadterweiterung“ für Frankfurt
    Angesichts der stetig anwachsenden Bevölkerung und der als unzureichend empfundenen Teilbebauungspläne der Stadt publiziert der Kartograph und Verleger August Ravenstein, der 1830 das „Geographische Institut“ in Frankfurt gegründet hatte, 1857 seine Broschüre „Die vierte Stadt-Erweiterung. Andeutungen zur Begründung ihrer Nothwendigkeit und Ausführbarkeit. Den Hohen Behörden und der ... »Details
  16. 18. Februar 1857: Veröffentlichung einer neuen Bergordnung in Nassau
    Im Großherzogtum Nassau wurde nicht nur am 18. Februar 1857 eine neue Bergordnung erlassen, sondern es begann auch der Bau einer Bergschule in Dillenburg. Die Errichtung der Schule wurde im Jahr 1858 abgeschlossen und eröffnet.(StH) ... »Details
  17. 31. März 1857: Nassauische Rhein- und Lahn-Eisenbahn-Gesellschaft erhält Konzession zum Bau der Lahntalbahn
    Im Jahr 1845 bat ein Konsortium aus Frankfurter Banken bei der Nassauischen Regierung um die Konzession für den Bau einer Eisenbahnstrecke durch das Lahntal. Dies wurde von der nassauischen Regierung zunächst jedoch abgelehnt, da man die Strecke als technisch schwierig und finanziell aufwendig einschätzte.|1849 legte der bei der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn beschäftigte Eisenbahningenieur Frans ... »Details
  18. September 1857: Über hundert Dampfmaschinen arbeiten im Großherzogtum Hessen
    Im September 1857 veröffentlicht das „Gewerbeblatt“ die aktuelle Statistik bezüglich der Dampfmaschinen im Großherzogtum Hessen, welche 113 verzeichnete. Die Statistik berichtet von einem Anstieg von 26 auf 113 seit dem Revolutionsjahr 1848, wobei allein 23 Zulassungen seit 1856 erfolgt seien. In der Zeitspanne zwischen 1848 bis 1860 erhöhte sich die Zahl der Dampfmaschinen in Frankfurt am ... »Details
  19. 2. Oktober 1857: Urteilsverkündung im Schwurgerichtsprozess gegen Hanauer Teilnehmer am September-Aufstand 1848
    Am 18. September 1848 war es in Frankfurt am Main zu einem Aufstand gekommen, einem Barrikadenkampf zwischen revolutionären Arbeitern, Bauern und Handwerkern einerseits und dem preußischen und österreichischen Militär auf der anderen Seite. In diesem Zusammenhang waren die beiden Abgeordneten der Nationalversammlung Hans von Auerswald und Felix von Lichnowsky von Aufständischen getötet ... »Details
  20. 27. Oktober 1857: Gründung der Frankfurter Künstlergesellschaft
    Die Gründung von Künstlergesellschaften im 19. Jahrhundert war von den beruflichen Interessen der bildenden Künstler bestimmt. Initiiert von Düsseldorfer Künstlern wurde 1856 in Bingen am Rhein die überregionale „Allgemeine Deutsche Kunstgenossenschaft“ begründet. Ein Jahr später, am 27. Oktober 1857, konstituierte sich die Künstlergesellschaft in Frankfurt am Main, eine der ältesten ... »Details
  21. 18. November 1857: Explosion des Pulverturms in Mainz
    Am 18. November 1857 explodierte der ehemalige Martinsturm neben dem Gautor in Mainz, der damals als Pulvermagazin der seit 1825 bestehenden Bundesfestung genutzt wurde. ... »Details
  22. 1858: Friedrich Preller d. J. entdeckt das „Malerdorf“ Kleinsassen in der Rhön
    Seit den 1850er Jahren entdeckten deutsche Landschaftsmaler, die zunehmend in die freie Natur ausschwärmten, auch die Mittelgebirgslandschaft der Rhön und das am Fuße der Milseburg gelegene Dorf Kleinsassen. Als 1858 der von seinem Vater in Weimar ausgebildete junge Kunststudent Friedrich Preller d. J. (1838–1901) mit einem Freund nach Kleinsassen kam, notierte er beeindruckt in seinem ... »Details
  23. 1858: Gründung der Kronberger Malerkolonie
    Das kleine, ländliche Städtchen Kronberg, keine zwanzig Kilometer nordwestlich von Frankfurt am Main am Abhang des Taunus gelegen, war schon seit lange ein beliebter Ausflugsort für die Städter. Nachdem die Frankfurter Maler Anton Burger (1824–1905) und Jakob Fürchtegott Dielmann (1809–1885), der in den vierziger Jahren mehrfach die schon seit 1824 existierende Künstlerkolonie in ... »Details
  24. 1858: Hessische Auswanderer in Bremerhaven
    Viele hessische Auswanderer reisten über Bremerhaven aus. Nach der Fertigstellung der Main-Weser-Bahn von Frankfurt über Gießen und Marburg nach Kassel sowie der Fortführung der Strecke bis Hannoversch-Münden, konnte ab 1852 problemlos mit einem Schiff über die Weser Bremen erreicht werden. ... »Details
  25. 1858: Der Neubau der Chirurgischen Klinik Marburg wird eröffnet
    Auf Betreiben des Mediziners Wilhelm Roser (1817–1888) wurde in den Jahren 1853 bis 1858 als Ergänzung des alten Landkrankenhauses, des ab 1813 umgebauten Elisabethhospitals unweit der Elisabethkirche, die erste chirurgische Klinik der Philipps-Universität in Marburg errichtet. Die Pläne entwarf der Universitätsarchitekt Friedrich Lange (1811–1870). Das markante Gebäude aus rotem ... »Details
  26. 8. Mai 1858: Stiftung des Hausordens „Vom goldenen Löwen“
    Herzog Adolf von Nassau (1817–1905) stiftet am 8. Mai 1858 gemeinsam mit König Wilhelm III. der Niederlande (1817–1890) den Hausorden „Vom goldenen Löwen“.(StH) ... »Details
  27. 8. August 1858: Eröffnung des Zoologischen Gartens in Frankfurt
    Mit der Genehmigung der Finanzierung einer Aktiengesellschaft von 50.000 Gulden wird am 8. August 1858 ein Tierpark in der Bockenheimer Landstraße in Frankfurt am Main eröffnet. Bisher konnten Wildtiere nur in reisenden „Menagerien“ angeschaut werden, doch inspirierten die zoologischen Gärten in den Niederlanden und Belgien die Errichtung eines solchen in Frankfurt. Insgesamt fasste der ... »Details
  28. 6. September 1858: Gründung einer Gewerbebank in Gießen
    Am 6. September 1858 wird in Gießen die „Gewerbebank“ von Handwerkern und Kaufleuten gegründet. Sie hat anfangs 90 Mitglieder und wird später in „Handels- und Gewerbebank“ umbenannt. Vorsitzender der Gewerbebank war Jean Hanstein (1827–1892). Am 14. August 1862 entwickelte sich aus einem Darlehensverein in Darmstadt der „Vorschussverein für Darmstadt“, der seit 1870 als ... »Details
  29. 1. Oktober 1858: Die Leim- und Kunstdüngerfabrik von Heinrich Albert in Biebrich beginnt die Produktion
    Am 1. Oktober 1858 nimmt die "Landwirtschaftlich-Chemische und Leimfabrik" des Apothekers Heinrich Albert (1834–1908), einem Schüler von Justus von Liebig (1803–1873), in Biebrich die Produktion auf. 1859 trat Eugen Albert (1830–1879) als kaufmännischer Leiter ein. Die Firma widmete sich der Produktion von Dünger aus phosphat- und stickstoffhaltigen Schlachtabfällen. 1861 wurde der ... »Details
  30. 20. Oktober 1858: Einweihung des Gutenberg-Denkmals in Frankfurt
    Anlässlich der 400-Jahr-Feier der Erfindung der Buchdruckerkunst in Frankfurt am Main 1840 entwarf der Bildhauer Eduard Schmidt von der Launitz (1797–1869) als Festdekoration drei überlebensgroße Terrakotta-Statuen der an der Erfindung beteiligten historischen Persönlichkeiten Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg (1397–1468), Johannes Fust (1400–1466) und Peter Schöffer ... »Details
  31. 7. November 1858: Gründung des Ordens der Barmherzigen Brüder von Montabaur
    Gründer der neuen Gemeinschaft ist Bruder Ignatius Lötschert0=Ignatius Lötschert wurde 1820 in Höhr-Grenzhausen als Peter Lötschert geboren. Er starb 1866.. Er engagiert sich in der Krankenpflege, lässt sich beim Alexianerorden in Aachen ausbilden und bildet mit Gleichgesinnten eine religiöse Gemeinschaft. Bei den Dernbacher Schwestern (Armen Dienstmägde Jesu Christi) in Montabaur lassen ... »Details
  32. 15. November 1858: Gründung der „Hochheimer Actiengesellschaft“
    In Hochheim wird am 15. November 1858 die Gründung der „Hochheimer Actiengesellschaft zur Bereitung moussierender Weine“ von der nassauischen Regierung genehmigt. Der Gründer Carl Burgeff (1813–1871), wandelte damit die seit 1837 bestehende und somit älteste rheinische Sektkellerei „Burgeff & Schweickardt“ nach dem Ausscheiden von Ignaz Schweickardt (1811–1858) in eine ... »Details
  33. 19. November 1858: Einweihung des Elisabethenstifts in Darmstadt
    Am Namenstag der heiligen Elisabeth wird in Darmstadt das Diakonissenhaus als Stift und gleichzeitig als Krankenhaus nach knapp anderthalbjähriger Bauzeit – der Grundstein war am 9. Juni 1857 gelegt worden – eingeweiht. Ermöglicht wurde dies durch eine hohe Spende von Prinzessin Elisabeth von Hessen-Darmstadt (1815–1885), die auch das Protektorat über die Stiftung ausübt.0=Die Anregung ... »Details
  34. 27. Dezember 1858: Aufnahme des planmäßigen Verkehrs der Rhein-Main-Bahn
    Die zweite Strecke der Hessischen Ludwigs-Eisenbahngesellschaft führte von Mainz über Darmstadt nach Aschaffenburg und trat damit in Konkurrenz zu den nordmainischen Strecken der Taunus-Eisenbahn und der Frankfurt-Hanauer-Eisenbahn.|Die nötigen Vereinbarungen wurden zunächst im Staatsvertrag zwischen dem Großherzogtum Hessen und dem Königreich Bayern vom 28. März 1852 festgelegt. Nachdem ... »Details
  35. 31. Januar 1859: Städtische Verbindungsbahn in Frankfurt für den Verkehr freigegeben
    Die ersten Eisenbahnlinien, die Frankfurt am Main im 19. Jahrhundert erreichten (Taunus-Eisenbahn, Main-Neckar Eisenbahn und Main-Weser-Bahn), endeten zunächst jeweils in eigenen Kopfbahnhöfen am damaligen Stadtrand.  ... »Details
  36. 21. Juni 1859: Karl Braun bekennt sich zum preußisch geführten Nationalstaat in Frankfurt
    Am 16. September 1859 gründeten 150 demokratische und liberale Delegierte in Frankfurt am Main, inspiriert durch die italienische Einigung und dem Eisenacher Aufrufs, den „Deutschen Nationalverein“, dessen Ziel die Einigung Deutschlands unter der Frankfurter Reichsverfassung von 1849 war. Kassel und Darmstadt versuchten erfolglos Verbote durchzusetzen. Im Ausschuss befanden sich Friedrich ... »Details
  37. 16. September 1859: Gründung des „Deutschen Nationalvereins“
    Am 16. September 1859 gründen 150 demokratische und liberale Delegierte in Frankfurt am Main, inspiriert durch die italienische Einigung und den Eisenacher Aufruf, den „Deutschen Nationalverein“, dessen Ziel die Einigung Deutschlands unter der Frankfurter Reichsverfassung von 1849 war. Kassel und Darmstadt versuchten erfolglos Verbote durchzusetzen. Im Ausschuss befanden sich Friedrich Oetker ... »Details
  38. 22. September 1859: Generalversammlung der AG für Spinnerei und Weberei in Frankfurt
    Im September 1857 veröffentlicht das „Gewerbeblatt“ die aktuelle Statistik bezüglich der Dampfmaschinen im Großherzogtum Hessen, welche 113 verzeichnete. Die Statistik berichtet von einem Anstieg von 26 auf 113 seit dem Revolutionsjahr 1848, wobei allein 23 Zulassungen seit 1856 erfolgt seien. In der Zeitspanne zwischen 1848 bis 1860 erhöhte sich die Zahl der Dampfmaschinen in Frankfurt am ... »Details
  39. 10. November 1859: Gründung des Freien Deutschen Hochstifts in Frankfurt
    Im Zuge der nationalen Mobilisierungswelle und der deutschlandweiten Schillerfeiern initiiert 1859 der Dozent für Geologie und Mineralogie der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft Otto Volger (1822–1897) die Gründung des Freien Deutschen Hochstifts in Frankfurt am Main. Das Hochstift sollte eine nationale Akademie und eine freie bürgerliche Hochschule vereinen, um im Sinne einer ... »Details
  40. 1860: Stadtgärtner Sebastian Rinz beginnt mit der Anlage des „Nizza-Ufers“
    Nachdem um 1858 die Stadt Frankfurt am Main den „kleinen Main“ für den Bau der städtischen Verbindungsbahn zugeschüttet und damit die kleine Maininsel zum nördlichen Mainufer zugefügt hatte, beginnt der Stadtgärtner Sebastian Rinz (1782–1861) 1860 dort mit der Anlage einer Grünanlage, die den grünen Alleenring auf den ehemaligen Wallanlagen mit dem Main verbinden sollte. Die ... »Details
  41. 23. März 1860: Einweihung der Hauptsynagoge in Frankfurt
    Die Hauptsynagoge in der Judengasse (heute Börnestraße) in Frankfurt am Main war das Zentrum der liberalen jüdischen Reformbewegung in der Stadt. Auf demselben Grundstück hatten sich schon mehrere Vorgängerbauten befunden: die erste, 1462 eingeweihte Synagoge war 1711 beim Großen Judenbrand zerstört worden, aber unmittelbar danach wiedererrichtet worden. Sie war auch nach der Aufhebung des ... »Details
  42. 30. Mai 1860: Prüfung der Zwangsverfassung von 1852 in Kassel
    Am 21. Juni 1862 war Kurfürst Friedrich Wilhelm (1802–1875) durch preußische Truppen an hessischen Grenzen gezwungen, die liberale Verfassung von 1831 bis auf den Verfassungseid des Militärs wiederherzustellen, die durch die Herbstkrise von 1850 außer Kraft gesetzt worden war. Seit Jahren bestand ein kurhessischer Verfassungskonflikt. Im Jahr 1852 kam es durch den Kasseler reaktionären ... »Details
  43. 24. August 1860: Die „Frankfurter Latern“ von Friedrich Stoltze erscheint erstmalig
    Der Mundartdichter und VerlegerFriedrich Stoltze (1816–1891) veröffentlicht zusammen mit dem Zeichner und Karikaturisten Ernst Schalck (1827–1865) am 24. August 1860 in Frankfurt am Main die erste Ausgabe der „Frankfurter Latern“, einer politisch-satirischen Zeitschrift. Sie erschien ab November 1860 alle zehn Tage als „Illustrirtes-satyrisches, humoristisch-lyrisches, ... »Details
  44. 10. September 1860: Inbetriebnahme der Homburger Bahn
    Bereits 1850 gab es eine Pferdeomnibus-Linie, die im Stundentakt zwischen der Kur- und Badestadt Homburg vor der Höhe und Frankfurt am Main verkehrte. Der schon seit 1836 angedachte Eisenbahnbau war mehrfach an territorialen Streitpunkten gescheitert, da die Bahnlinie vier unabhängige Staaten querte. Neben der Landgrafschaft Hessen-Homburg waren es das Großherzogtum Hessen, des Herzogtum Nassau ... »Details
  45. 22. November 1860: Oskar Henschel wird Alleininhaber der Maschinenfabrik Henschel & Sohn in Kassel
    Nach dem Tod seines Vaters Carl Henschel (1810–1860) wird der 23-jährige Oskar Henschel (1837–1894) am 22. November 1860 alleiniger Eigentümer der Firma Henschel & Sohn. Die Kasseler Maschinenfabrik hatte sich seit der Auslieferung der ersten Lokomotive 1848 auf den Bau dieser allenthalben dringend benötigten Schienenfahrzeuge konzentriert. Schon ein Jahr zuvor war der Enkel von Anton ... »Details
  46. 27. November 1860: Gründung der „Frankfurter Gemeinnützigen Baugesellschaft“ genehmigt
    Im Jahr 1860 wird in Frankfurt am Main durch den engagierten Arzt und Kommunalpolitiker Georg Varrentrapp (1809–1886) die „Frankfurter Gemeinnützige Baugesellschaft“ als Aktiengesellschaft gegründet. Ab 1861 wurden von dieser die ersten 32 Doppelhäuser in der Mühlbruch-Siedlung in Sachsenhausen errichtet. ... »Details
  47. 28. Dezember 1860: Einrichtung der Zentralstelle für Landesstatistik in Darmstadt
    Die später als „Hessisches Landesstatistisches Amt“ bekannte Institution wird am 28. Dezember 1860 in Darmstadt als Großherzogliche Zentralstelle für Landesstatistik eingerichtet.(StH) ... »Details
  48. 1861: Loreley-Tunnel bei St. Goarshausen durchquert den Loreley-Hang
    Beim Bau der rechtsrheinischen Rheintalbahn zwischen Wiesbaden und Lahnstein musste zwischen 1859 und 1861 auch das Rheinknie mit dem Loreley-Hang bei Sankt Goarshausen durch einen Tunnelbau gequert werden.|Der zuständige Eisenbahningenieur der Nassauischen Staatsbahn Moritz Hilf (1819–1894) sorgte für den Bau der 367 m langen Tunnelröhre, während der für den Hochbau zuständige Architekt ... »Details
  49. 1861: Wiederherstellung der Kapelle auf dem alten Friedhof in Gießen durch Hugo von Ritgen
    Als die 1625 errichtete Kapelle auf dem Alten Friedhof in Gießen, die während der französischen Revolutionskriege als Schießpulverdepot genutzt worden war, um 1840 einzustürzen drohte, beauftragte man Hugo von Ritgen (1811–1889), der seit 1838 Baukunst an der Universität Gießen lehrte, mit der Wiederherstellung/Erneuerung des Gebäudes.  ... »Details
  50. 26. Oktober 1861: Vorstellung des Telefons von Philipp Reis in Frankfurt
    Im Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main führt der in Gelnhausen geborene Philipp Reis (1834–1874) am 26. Oktober 1861 im Physikalischen Verein seine Erfindung des Telefons, den „Fernton“-Apparat in Form eines Experimentalvortrags vor. Die Töne werden auf den Stromfluss zur Empfangsstation des Gerätes übertragen, bestehend aus einem Kasten mit einer Membrane aus Schweinedarm, einem ... »Details