Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 21. Januar 1923: Proteste bei Erstaufführung von Georg Büchners „Leonce und Lena“ in Darmstadt
    Die Erstaufführung von Georg Büchners Komödie „Leonce und Lena“ in Darmstadt durch das Hessische Landestheater unter der Leitung von Theaterintendant Gustav Hartung (1887–1946) löst unter anderem wegen der Darstellung des Hofpredigers als katholischer Bischof Proteste aus. ... »Details
  2. 21. Januar 1923: Passiver Widerstand und Ausweisungen in den besetzten Gebieten
    Nach der Anweisung der Reichsregierung und der Regierungen der Länder, den französischen Anordnungen keine Folge zu leisten, sprechen sich (am 22. Januar) auch alle Gewerkschaften für den passiven Widerstand aus. Die Rheinschifffahrt wird eingestellt. Die französischen Besatzung beginnt mit Verhaftungen und Ausweisungen aus dem besetzten Gebiet, um den deutschen Widerstand zu brechen.(OV) ... »Details
  3. Ende Juni 1923: Bestzung des Bahnhofs Langen durch die französischen Truppen
    Die französischen Besatzungstruppen besetzen Ende Juni auch den Bahnhof Langen. Darum muss ein Teil des Bahnverkehrs zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt über Offenbach am Main, Ober-Roden und Dieburg umgeleitet werden.(OV) ... »Details
  4. Ende August 1923: Stadt Offenbach gibt eigenes Notgeld heraus
    Die Stadt Offenbach am Main gibt wie viele andere Städte ein eigenes Notgeld heraus. In der Stadt wird für Zahlungen außerdem hessisches Notgeld verwendet.(OV) ... »Details
  5. 27. Januar 1923: Uraufführung von Wagners Kriegsdrama „Trotzdem“ in Kassel
    Die Uraufführung von Hans Gustav Wagners Kriegsdrama „Trotzdem“ im Staatstheater Kassel gerät zur patriotischen Kundgebung. „In tiefer Bewegung“ singt das Publikum die Nationalhymne.(OV) ... »Details
  6. 7. Februar 1923: Ausweisung des hessischen Landtagspräsidenten
    Im Zuge des Ruhrkampfs wird der Landtagspräsident im Volksstaat Hessen und Mainzer Oberbürgermeister, Bernhard Adelung (1876–1943; SPD), mit seinem Stellvertreter von der französischen Besatzungsmacht ausgewiesen.(OV) ... »Details
  7. 10. Februar 1923: Ausweisung des Wiesbadener Regierungspräsidenten Haenisch
    Nach der Besetzung hessischer Gebiete durch französische Truppen im Zuge der sogenannten Ruhrbesetzung wird der im vorangegangenen Jahr neu ernannte Regierungspräsident des Regierungsbezirks Wiesbaden der preußischen Provinz Hessen-Nassau, Konrad Haenisch (1876–1925), bei seiner Einreise in die Bezirkshauptstadt von der französischen Militärverwaltung verhaftet und ausgewiesen. Er bildet ... »Details
  8. 17. Februar 1923: Neue Verfassung der Evangelischen Landeskirche von Hessen-Kassel
    Die Landeskirche von Hessen-Kassel erhält als letzte der hessischen Kirchen eine neue Verfassung. ... »Details
  9. 13. März 1923: Diskussion zwischen Buber und Natorp in Marburg
    Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber (1878–1965) diskutiert in Marburg mit Paul Natorp (1854–1924) über sein Buch „Ich und Du“, das im Leipziger Insel-Verlag erschienen ist.(OV) ... »Details
  10. 13. März 1923: Eröffnung des 51. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    In Kassel tritt der 51. Kommunallandtag des Regierungsbezirkes Kassel zusammen und wird vom Landtagskommissar der preußischen Staatsregierung, dem Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau Dr. Rudolf Schwander (1868–1950) eröffnet. Als Alterspräsident wirkt der 68-Jährige Eduard Harnier (Hessische Arbeitsgemeinschaft), durch Zuruf einstimmig ins Präsidium des Kommunallandtages werden ... »Details
  11. 18. März 1923: Großer Brand im Wiesbadener Staatstheater
    Im Staatstheater Wiesbaden verursacht ein Brand beträchtlichen Sachschaden. ... »Details
  12. 23. März 1923: Verbot der Deutsch-Völkischen Freiheitspartei
    Die Deutsch-Völkische Freiheitspartei (DVFP) wird als Nachfolgeorganisation der in Preußen verbotenen NSDAP ebenfalls verboten. Der Kasseler Führer der DVFP, Martin Eckhardt, wird wegen des Verdachts der Gefährdung der Republik in Untersuchungshaft genommen, dann aber gegen Kaution freigelassen und später sogar für die Haft entschädigt.(OV) ... »Details
  13. 31. März 1923: Volksstaat Hessen zur Zahlung an den Großherzog verpflichtet
    Das Landgericht in Darmstadt verpflichtet von Volksstaat Hessen, dem ehemaligen Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (1868–1937) sofort 30 Millionen Reichsmark zu zahlen. Siehe 24. April 1923.(OV) ... »Details
  14. 24. April 1923: Verpflichtung des Volksstaats Hessen zur Zahlung an den Großherzog
    Der Volksstaat Hessen wird endgültig dazu verpflichtet, an den ehemaligen Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (1868–1937) eine Summe von 30 Millionen Reichsmark zu zahlen. Siehe 31. März 1923.(OV) ... »Details
  15. 29. April 1923: Verbot der NSDAP im Volksstaat Hessen
    Wie der Freistaat Preußen erklärt der Volksstaat Hessen die NSDAP für verfassungsfeindlich und fordert ihre Auflösung. Das preußische Verbot gilt seit dem 23. März ebenso für die Deutsch-Völkische Freiheitspartei. Das Verbot bleibt des NSDAP jedoch faktisch wirkungslos. (KR) ... »Details
  16. 4. Mai 1923: Kritik am Darmstädter Theaterintendanten durch Rechte im Landtag
    In der Debatte im Landtag des Volksstaates Hessen wird dem Intendanten im Hessischen Landestheater in Darmstadt, Gustav Hartung (1887–1946), von den Rechtsparteien politische Einseitigkeit vorgeworfen. „Nach langer Erörterung wird ein Antrag Dingeldey (DVP)1=Eduard Dingeldey (1886–1942), Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender der nationalliberalen Deutschen Volkspartei (DVP) im hessischen ... »Details
  17. 12. Mai 1923: Verordnung über das Tragen von Abzeichen durch Beamte im Volksstaat Hessen
    Das Hessische Gesamtministerium erlässt eine Verordnung, das Verhältnis der Beamten usw. in Hessen zum republikanischen Staat betreffend. Darin wird den Beamten das Tragen von Abzeichen jeder Art mit Ausnahme der Reichs- und Landesfarben und der vom Reich oder einem Land verliehenen Kriegsauszeichnungen im Dienst untersagt.(OV) ... »Details
  18. 18. Mai 1923: Gedenken an die Eröffnung des Paulskirchenparlaments in Frankfurt
    In der Paulskirche in Frankfurt am Main wird des 75-jährigen Jubiläums der Eröffnung des Ersten Deutschen Parlaments am 18. Mai 1948 gedacht. An der Feier nehmen neben dem Reichspräsidenten Friedrich Ebert (1871–1925) auch Vertreter aller deutscher Länder mit Ausnahme Bayerns teil. So befinden sich unter den etwa 1.000 geladenen Gästen der Reichstagspräsident Paul Löbe (1875–1967; ... »Details
  19. 11.-12. Juni 1923: Besuch des Reichskanzlers in Hessen
    Reichskanzler Wilhelm Cuno (1876–1933) bereist die Volksstaaten Baden und Hessen.(OV) ... »Details
  20. 16. Juni 1923: Inbetriebnahme des Nidderkraftwerks bei Lißberg in der Wetterau
    Bei Lißberg in der Wetterau wird nach dreimonatigem Probebetrieb das Nidderkraftwerk, ein Wasserkraftwerk zur Erzeugung elektrischer Energie, seiner Bestimmung übergeben und nimmt seinen Betrieb auf. ... »Details