Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 1. Januar 1940: Inkrafttreten der „Studentischen Dienstpflicht“
    Auf Erlass des nationalsozialistischen Reichsstudentenführers Gustav Adolf Scheel (1907–1979) wird zum 1. Januar die „Studentische Dienstpflicht“ eingeführt, die von allen Studierenden in den ersten drei Semestern abgeleistet werden muss. Scheel kündigt an, dass die universitäre Ausbildung durch den Krieg auch unterbrochen werden könne.(OV) ... »Details
  2. Anfang Februar 1940: Gerüchte über Abwurf von Bezugskarten für Lebensmittel durch die Alliierten
    Nach dem Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands gibt es im Reich Meldungen über einen Handel mit Lebensmittelkarten und Gerüchte über einen Abwurf von Bezugskarten durch die Alliierten: Für den schwunghaften Handel mit Karten ist der folgende Bericht aus Südwestdeutschland kennzeichnend: Hier kursierten Anfang Februar Gerüchte, daß die englischen und französischen Flieger in großen ... »Details
  3. 13. Januar 1940: Gastspiel der Frankfurter Bühnen in Barcelona
    Die Städtischen Bühnen der Stadt Frankfurt am Main gastieren mit Aufführungen der Oper Frankfurt unter Leitung ihres Generalintendanten Hans Meissner (1896–1958) am Gran Teatro del Liceo in der katalanischen Hauptstadt Barcelona. Auf dem Programm steht der gesamte Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner (1813–1883) und andere Werke des deutschen Komponisten und ... »Details
  4. 21. Januar 1940: Gestapo erzwingt Stempelung der Lebensmittelmarken jüdischer Einwohner
    Die Frankfurter Gestapo erzwingt in einer Kontroverse mit dem Oberbürgermeister, dass die nur in zehn Einkaufsstellen gültigen Lebensmittelkarten jüdischer Einwohner mit „J“ gestempelt werden.(OV) ... »Details
  5. 5. Februar 1940: Geheimer Bericht über die Lage an den Hochschulen
    Die „Meldungen aus dem Reich“ des Sicherheitshauptamts der SS vom 4. Februar 1940 geben einen geheimen Bericht über die Lage an der Hochschulen im ersten Trimester 1940. Dabei wird hervorgehoben, dass sich die Wiedereröffnung sämtlicher Hochschulen „nach allen bisherigen Meldungen und Berichten günstig ausgewirkt“ hat. An allen Hochschulen wird der Lehr- und Forschungsbetrieb als ... »Details
  6. 6. März 1940: Weiterhin umfangreiche feindliche Flugblattpropaganda auch in Hessen
    Das Reichssicherheitshauptamt der SS berichtet in seinen „Meldungen aus dem Reich“ vom 6. März 1940: „Der Umfang der feindlichen Flugblattpropaganda ist nach wie vor sehr groß.“ Zu den Orten in vielen Teilen des Reiches, an denen in den letzten Tagen feindliche Flugblätter abgeworfen und gefunden wurden, gehören der Kreis Orb und südliche Stadtteile von Frankfurt. Im allgemeinen ... »Details
  7. 17. März 1940: Premiere des Kultur-Werbefilms „Die Stadt im Walde“ in Darmstadt
    Im Helia-Filmtheater in Darmstadt wird in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger (1884–1945) zum ersten Mal der im Sommer 1938 gedrehte und kürzlich fertiggestellte Kultur-Werbefilm „Die Stadt im Walde“ gezeigt, mit dem die Stadt Darmstadt für sein sehenswertes Stadtbild und die große Zahl kultureller Errungenschaften und Sehenswürdigkeiten wirbt.(KU) ... »Details
  8. 20. März 1940: Gerüchte über die Rückkehr Kaiser Wilhelms II. ins Reich
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich, das schon seit längerer Zeit kursierende Gerücht, dass der frühere Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) jetzt im Reich wohne, verbreite sich beständig in allen Teilen des Reiches weiter. Man bezeichne dabei meistens bestimmte Orte, darunter Kassel, Heidelberg und kleinere Ortschaften in Schlesien als seinen jetzigen ... »Details
  9. 29. März 1940: Weiterhin feindliche Flugblattabwürfe auch über Kurhessen
    Der Sicherheitsdienst der SS meldet, es gebe weitere Meldungen über feindliche Flugblattpropaganda. Die Westmächte hätten offenbar die Osterfeiertage zu ausgedehnter Flugzettelpropaganda im ganzen Reichsgebiet genutzt. Es würden jetzt Flugblattfunde aus Pommern, Sachsen und Kurhessen gemeldet. Die Zettel würden aus Flugzeugen, zum Teil aber auch aus Propagandaballons abgeworfen. Die Wirkung ... »Details
  10. 31. März 1940: Gestapo-Statistik über Juden in Frankfurt
    Nach einer auf den heutigen Tag terminierten Aufstellung der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) sind in der Zeit vom 1. April 1939 bis zum 31. März 1940 aus Frankfurt am Main rund 8.500 Juden „ausgewandert“, davon im ersten Vierteljahr 1940 500. Die Zahl der in Frankfurt gegenwärtig verbliebenen jüdischen Einwohner wird in der Aufstellung mit 11.500 angegeben.(OV/KU) ... »Details
  11. 1. April 1940: Einführung der Sommerzeit
    Im Reich wird die Sommerzeit eingeführt. ... »Details
  12. 9. April 1940: Abstellung von älteren SS-Angehörigen zur Verwaltung eingezogenen Kirchenguts
    In einem geheimen Schreiben wendet sich der Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD (Sicherheitsdienst des Reichsführers SS) in Wiesbaden an das Hauptfürsorge- und Versorgungsamt der SS in Berlin. Er weist darauf hin, dass der Deutsche Reichsverein für Volkspflege und Siedlungshilfe e. V. in Berlin, der mit Einverständnis des Reichsführers SS (Heinrich Himmler) gegründet worden sei, die ... »Details
  13. 6. Mai 1940: Bericht über die Finanzierung wissenschaftlicher Arbeit im Krieg
    Die geheimen Meldungen des Sicherheitsdienstes der SS berichten über die Probleme der Finanzierung der wissenschaftlichen Arbeit an den Universitäten im Krieg. Aus verschiedenen Hochschulorten werde gemeldet, dass die Mittel der einzelnen Institute bisher nirgends so gekürzt worden seien, daß die Durchführung kriegswichtiger Forschungsarbeiten entscheidend in Frage gestellt worden wäre, wenn ... »Details
  14. 12. Mai 1940: Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden
    In Wiesbaden wird die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin eröffnet. Die Tagung steht unter dem Thema „Medizin im Dienst der Arbeitsfähigkeit“.(OV) ... »Details
  15. 23. Mai 1940: Bericht über die angespannte Ernährungslage und den Gemüsemangel im Reich
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich vom 23. Mai von Stimmen aus der Bevölkerung zur Ernährungslage. So lägen über die mangelhafte Gemüseversorgung in verschiedenen Gebieten des Reiches neue Meldungen vor, darunter aus Kassel. Dort sei die Versorgungslage bei Gemüse sehr ungünstig und das Schlangestehen sei nach wie vor an der Tagesordnung. ... »Details
  16. 27. Mai 1940: Zeitweilige Abschaltung der Radiosender während des Westfeldzugs
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich, das Abschalten der Radiosender in Westdeutschland aus militärischen Gründen (während des Westfeldzugs vom 10. Mai bis 25. Juni) werde in der Bevölkerung absolut verstanden. So werde aus Kassel gemeldet: Nach der Bekanntgabe, daß einzelne Sender aus militärischen Gründen zeitweise ihre Sendungen unterbrechen ... »Details
  17. 30. Mai 1940: Bericht über die Mitwirkung von Wissenschaftlern an der Kriegspropaganda
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich unter anderem über die politische Aufklärungsarbeit durch das Vortragswesen. Auch im laufenden Trimester würden an den Universitäten, zum Beispiel in Frankfurt am Main, Gießen und Marburg die öffentlichen Vortragsreihen fortgesetzt. Während im vergangenen Trimester vor allem die Vertreter der ... »Details
  18. 30. Mai 1940: Bericht über einen Vortrag der Frauenrechtlerin Gertrud Bäumer in Marburg
    In einer geheimen Meldung des SS-Sicherheitsdienstes vom 30. Mai wird berichtet, in Dortmund, Bochum und Marburg habe in letzter Zeit die ehemalige demokratische Reichstagsabgeordnete Gertrud Bäumer0=Gertrud Bäumer (1873–1954) war seit Beginn des 20. Jahrhunderts zum Teil in führender Position in der bürgerlichen Frauenbewegung tätig. Für die Deutsche Demokratische Partei (DDP), die sie ... »Details
  19. 30. Mai 1940: Berichte über eine schlechte Versorgung mit Kartoffeln
    Die geheimen Meldungen des Sicherheitsdienstes der SS berichten von der schlechten Versorgung der Bevölkerung im Reich, vor allem mit Kartoffeln: ... »Details
  20. 4. Juni 1940: Erster Angriff der britischen Luftwaffe auf Frankfurt
    Der in der Nacht auf den 4. Juni, morgens zwischen 1:20 Uhr und 2:30 Uhr stattfindende erste Angriff der britischen Luftwaffe (Royal Air Force) auf die hessische Großstadt Frankfurt am Main1=Bereits vor dem Bombardement am 4. Juni 1940 waren in Frankfurt am Main Luftschutzübungen durchgeführt worden und es war zu Überflügen alliierter (englischer) Flugzeuge gekommen, ohne das die Maschinen ... »Details
  21. 10. Juni 1940: Bericht über Klagen wegen unzureichenden Luftschutzes gegen feindliche Angriffe
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet von den Auswirkungen feindlicher Bombenangriffe vor allem im Westen des Reiches. Auch in den letzten Nächten sei es hauptsächlich in den westlichen Gebieten zu zahlreichen Feindeinflügen gekommen. Meist seien durch die planlosen Bombenabwürfe wegen des geringen Umfangs keine größeren Schäden angerichtet worden. Nur in wenigen Fällen, wie zum Beispiel ... »Details
  22. 16. Juni 1940: Schließung der jüdischen Friedhöfe im Regierungsbezirk Kassel geplant
    Der Regierungspräsident in Kassel kündigt an, dass die jüdischen Friedhöfe geschlossen und anschließend säkularisiert werden sollen. Der Landrat des Kreises Frankenberg berichtet dem Regierungspräsidenten, dass in seinem Landkreis jüdische Friedhöfe in Frankenberg, Frankenau, Altenlotheim, Vöhl, Gemünden, Grüsen, Frohnhausen, Oberasphe und Battenfeld bestehen.(OV) ... »Details
  23. 22. Juni 1940: Erster Bombenangriff alliierter Flugzeug auf Kassel
    In der Nacht vom 21. auf den 22. Juni kommt es zum ersten Luftangriff des Zweiten Weltkrieges auf die nordhessische Großstadt Kassel. Ziel der angreifenden Flugzeuge ist das Lossekraftwerk im Bezirk Salzmannshausen am nördlichen Rande des Kasseler Stadtteils Bettenhausen. Das Bombardement durch schätzungsweise fünf bis zehn Maschinen richtet vor allem an einigen Wohnhäusern in der ... »Details
  24. 30. Juni 1940: Arbeitsaufnahme der Deutsch-französischen Waffenstillstandskommission in Wiesbaden
    In Wiesbaden nimmt die deutsch-französische Kommission zur Überwachung der Durchführung des Waffenstillstandsvertrages von Compiègne (Deutsch-französische Waffenstillstandskommission, kurz: DWStK) ihre Arbeit auf. Der Waffenstillstand von Compiègne wurde am 22. Juni 1940 zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich geschlossen und beendet den deutschen Westfeldzug, der zur militärischen ... »Details
  25. 4. Juli 1940: Bericht über die psychische Wirkungen von Bombenangriffen
    In seinen geheimen Meldungen aus dem Reich fasst der Sicherheitsdienst die Berichte über die Auswirkungen feindlicher Bombenangriffe aus verschiedenen Teilen des Reiches zusammen. In Hessen habe beispielsweise der schon längst befürchtete Angriff auf die IG.-Farbenwerke bei Frankfurt zu besonderer Bestürzung geführt. Die Flugzeuge griffen dabei mit besonderer Heftigkeit die Flakstände durch ... »Details
  26. 4. Juli 1940: Gerüchte über den feindlichen Abwurf von Kartoffelkäfern
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich, dass mehrfach beobachtet worden sei, dass in letzter Zeit vor allem ländliche Gebiete angegriffen wurden, sei das Gerücht entstanden, die Engländer würden Kartoffelkäfer1=Siehe Meldungen über das verstärkte Auftreten von Kartoffelkäfern, 8. Juli 1940. abwerfen (um die deutsche Landwirtschaft zu schädigen). An einer ... »Details
  27. 8. Juli 1940: Bericht über Verhalten deutscher Mädchen gegenüber „fremdrassigen Ausländern“
    Unter der Überschrift „Rasse und Volksgesundheit“ berichtet der Sicherheitsdienst der SS in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich von einem nach Ansicht der Berichterstatter würdelosem Verhalten deutscher Mädchen gegenüber fremdrassigen Ausländern, worüber sich in der letzten Zeit die Meldungen häuften. Dabei handele es sich insbesondere um den Umgang „fremdrassiger“ Studenten ... »Details
  28. 8. Juli 1940: Meldungen über das verstärkte Auftreten von Kartoffelkäfern
    Der SS-Sicherheitsdienst berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich von Schäden durch das verstärkte Auftreten des Kartoffelkäfers1=Siehe die Meldung vom 4. Juli 1940 zu den Gerücht, Kartoffelkäfer seien durch englische Flugzeuge abgeworfen worden.. Die Vernachlässigung der Kartoffelanbauflächen in Frankreich seit August letzten Jahres habe in diesem Jahr einen vermehrten Befall ... »Details
  29. 11. Juli 1940: Meldungen über Fliegerangriffe auf Eschwege und Frankfurt
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich über Fliegerangriffe auf Eschwege und Frankfurt am Main. Auf dem Flugplatz Eschwege hätten zwei Flugzeuge je zwei Bomben auf ein Benzinlager geworfen, wodurch 400 bis 500 Fässer Benzin zu je 200 Litern explodiert seien. Hier herrsche besondere Verbitterung darüber, dass die Flugzeugflak trotz rechtzeitiger ... »Details
  30. 12. Juli 1940: Empfang für aus Frankreich zurückkehrende Truppen in Kassel
    Kassel feiert die aus dem Frankreich-Feldzug zurückkehrenden Truppen.(OV) ... »Details
  31. 14. Juli 1940: Fußball-Länderspiel Deutschland – Rumänien in Frankfurt
    Im fünften Fußball-Länderspiel, das die deutsche Nationalmannschaft in Frankfurt am Main austrägt, gelingt ein deutlicher Erfolg gegen Rumänien. Mit 9:3 Toren gewinnt die deutsche Mannschaft diesen Vergleich, in dem der spätere Weltmeister Fritz Walter (1920–2002; 1. FC Kaiserslautern) sein Debüt gibt und dabei sich als dreifacher Torschütze auszeichnen kann. Die übrigen Treffer ... »Details
  32. 17. Juli 1940: Vorbereitungen für England-Invasion im Bunker-Hauptquartier „Adlerhorst“
    Adolf Hitler befiehlt die Beteiligten an den Vorbereitungen für die geplante Invasion in England in sein kürzlich fertiggestelltes Bunker-Hauptquartier „Adlerhorst“ bei Schloss Ziegenberg.(OV) ... »Details
  33. 18. Juli 1940: Bericht über die im Reich grassierenden Kettenbriefaktionen
    In seinen geheimen Meldungen aus dem Reich behandelt der Sicherheitsdienst der SS unter dem Stichwort „Gegner“ das in allen Teilen des Reichs und selbst unter Frontsoldaten grassierende Kettenbriefunwesen. Es sei in allen Bevölkerungskreisen verbreitet, werde aber vor allem von Frauen sowie von Jugendlichen getragen. Auch wenn sich eine [aus der Sicht der Nationalsozialisten] gegnerische ... »Details
  34. 22. Juli 1940: Zweiter britischer Bombenangriff auf Kassel
    Die Stadt Kassel wird zum zweiten Mal Ziel eines Angriffs alliierter Luftstreitkräfte. Zwischen 0:29 und 2:35 Uhr bombardieren 16 zweimotorige Armstrong Whitworth A.W.38 Whitley-Bomber der britischen Royal Air Force (RAF) den Stadtteil Bettenhausen. Industrie und Wohngebiete werden dabei von insgesamt 60 500-Pfund- und 82 250-Pfund Sprengkörpern sowie etwa 480 Stabbrandbomben getroffen. Ziel des ... »Details
  35. 11. August 1940: Protest der Fuldaer Bischofskonferenz gegen die Euthanasie
    Der Vorsitzende der Fuldaer Bischofskonferenz, der Breslauer Erzbischof Adolf Bertram (1859–1945), protestiert in einem Brief an Staatssekretär Hans Heinrich Lammers (1879–1962) gegen das Euthanasieprogramm „Aktion T 4“.(OV) ... »Details
  36. 11. August 1940: Erste Bombenabwürfe im Kreis Frankenberg
    In der Nacht fallen in der Nähe von Viermünden an der Eder die ersten drei Bomben im Kreis Frankenberg. Im Sachsenberger Wald wird ein Blindgänger gefunden. Von 216 Brandbomben, die abgeworfen wurden, sind einige nicht explodiert.(OV) ... »Details
  37. 13. August 1940: Erste Fliegerbombe auf Marburg
    Eine erste einzelne Fliegerbombe wird über Marburg abgeworfen. Sie richtet an den Straßenbahnschienen in der Universitätsstraße nur Sachschaden an. In der einzigen Marburger Tageszeitung, der „Oberhessischen Zeitung“, wird der Vorfall verschwiegen.(OV) ... »Details
  38. 16. - 17. August 1940: Schwere Schäden an Wohngebäuden und Todesopfer bei Angriff britischer Bomber auf Kassel
    In der Nacht vom 16. auf den 17. August greifen 34 britische Bomber verschiedene Ziele im Reichsgebiet an. Eines der Kampfflugzeuge wirft zwei Fünf-Zentner-Bomben über der Kasseler Innenstadt ab, die die Häuser Nr. 2, 4 und 6 in der Gräfestraße im Stadtteil Wehlheiden (unmittelbar am Wehlheider Platz) stark beschädigen. Die Attacke kostet zwei Menschen das Leben (ein 61-jähriger Mann und ... »Details
  39. 20. August 1940: Tagung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda
    In Fulda tagt die Deutsche Bischofskonferenz. Es kommt wiederum zu Kontroversen wegen des sogenannten Geburtstagsbriefes an Adolf Hitler.(OV) ... »Details
  40. 22. August 1940: Bericht über die „nachteilige Einflußnahme der katholischen Seelsorge auf die Gesamtstimmung“
    In seinen geheimen Meldungen aus dem Reich behandelt der Sicherheitsdienst der SS erneut die nachteilige Einflußnahme der katholischen Seelsorge auf die Gesamtstimmung. Es sei festzustellen, dass in Predigten, Äußerungen und konfessionellen Zeitungen und Zeitschriften von katholischer Seite bestimmte inhaltsgleiche Parolen und Losungen immer wieder auftauchten. Die konfessionelle Propaganda ... »Details
  41. 30. August 1940: Die Dichterin Agnes Miegel erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt
    Die Schriftstellerin, Journalistin und Balladendichterin Agnes Miegel (1879–1964) erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Oberbürgermeister Friedrich Krebs (1894–1961) ehrt die Dichterin in seiner Festansprache für ihre Heimatdichtung, mit der sie ausdauernd das „großdeutsche Volksgefühl“ und den „preußischen Lebensraum“ beschwor und „stets für die Wiedergeburt ... »Details
  42. 5. Oktober 1940: Siegesfeier für die Wehrmacht in Darmstadt
    In feierlichem Stadtschmuck, mit Hakenkreuzfahnen und einem Triumphbogen begrüßt die Bevölkerung der Stadt Darmstadt die von ihrer Teilnahme am Westfeldzug aus Frankreich zurückkehrenden Regimenter der Wehrmacht. ... »Details
  43. 14. Oktober 1940: Klagen über gestörten Rundfunkempfang
    Der Sicherheitsdienst der SS gibt in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich Klagen über gestörten Rundfunkempfang aus verschiedenen Städten und Regionen wieder. Vor allem aus der letzten Woche lägen darüber zahlreiche Meldungen vor. In Darmstadt zum Beispiel seien die Besitzer von Kleinempfängern unzufrieden darüber, dass sie seit einiger Zeit die Ortssender Frankfurt am Main und Stuttgart ... »Details
  44. 16. - 17. Oktober 1940: Luftangriff auf Kassel verursacht nur geringe Schäden
    Ein in der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober stattfindender Luftangriff britischer Militärflugzeuge auf die Stadt Kassel, bei dem insgesamt fünf Sprengbomben abgeworfen werden, verursacht nur kleinere Schäden. Einer der Sprengkörper trifft die städtischen Gärtnereibetriebe. (KU) ... »Details
  45. 1. November 1940: Einrichtung der Euthanasieanlagen in Hadamar
    Der Bezirksverband Nassau überlässt die Heil- und Pflegeanstalt Hadamar der „Gemeinnützigen Stiftung für Anstaltspflege“. Diese mit der „Euthanasie-Aktion“ beauftragte Institution richtet eine Gaskammer zur Massentötung von Geisteskranken ein. Anfang 1941 treffen die ersten Krankentransporte in Hadamar ein.(OV) ... »Details
  46. 14. November 1940: Bericht über die Situation an den deutschen Hochschulen
    Der SS-Sicherheitsdienst beschäftigt sich in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich unter anderem mit der Hochschullage im dritten Trimester 1940 (September bis Dezember 1940). Die Zahl der Studierenden sei durch den Zustrom von Erstsemestern und durch die Freigabe höherer Semester durch die Wehrmacht bis zum 15. April 1941 in den meisten Hochschulen angestiegen, so auch in Frankfurt am Main ... »Details
  47. 16. November 1940: Uraufführung der Oper „Hille Bobbe“ von Hans Ebert in Darmstadt
    In Nürnberg, Darmstadt und Königsberg wird gleichzeitig die Oper „Hille Bobbe“ des Komponisten Hans Ebert (1889–1952) uraufgeführt, die nach dem gleichnamigen Gemälde von Frans Hals entstanden ist. Das in den Jahren 1934 bis 1938 geschriebene, in weiten Teilen der Handlung als regimekritisch interpretierbare Stück ist die erste Oper in Eberts Œuvre und wird von der NS-Kritik als ... »Details
  48. 3.-6. Dezember 1940: Erinnerungsfeier an Emil von Behring in Marburg
    In Marburg findet anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Serumtherapie eine große Erinnerungsfeier für Emil von Behring (1854–1917) statt. Die Feierlichkeiten erstrecken sich über drei Tage (von Dienstag bis Freitag). Einen offiziellen Festvortrag „Zur Chemotherapie der bakteriellen Infektionen“ hält der Bakteriologe und spätere Nobelpreisträger Gerhard Domagk (1895–1964).(OV) ... »Details
  49. 23. Dezember 1940: Verurteilung eines Beamten in Darmstadt wegen Bestechlichkeit gegenüber Juden
    In Darmstadt wird ein Beamter zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er von einem jüdischen Arbeitskommando, das ihm unterstellt war, Bestechungszahlungen erpresst hatte. Die zwanzig wegen Bestechung mitangeklagten Juden kommen in Konzentrationslager.(OV) ... »Details
  50. 30. Dezember 1940: Darmstädter Kulturpreis für Ludwig Habich für Plastik „Deutscher Gruß“
    Für die umbenannte Plastik „Deutscher Gruß“ erhält der Bildhauer Ludwig Habich (1872–1949) den neugeschaffenen Kulturpreis der Stadt Darmstadt. Zur Gewinnung des Gussmaterials wurde die Bronzebüste des aus einer jüdischen Familie stammenden Liberalen August Metz (1818–1874) eingeschmolzen.(OV) ... »Details