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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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Einweihung des Goethe-Denkmals in Frankfurt, 22. Oktober 1844

Nachdem es bereits zu Lebzeiten des Dichters Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) in den 1820er Jahren nicht verwirklichte Ideen für ein Goethedenkmal auf der Maininsel in seiner Geburtsstadt Frankfurt am Main gegeben hatte, formierte sich fünf Jahre nach dem Tod des Dichters ein Komitee zur Errichtung eines Denkmals, – eine Initiative Frankfurter Bürger, die auch vom Frankfurter Kunstverein unterstützt wurde.

Nachdem 1841 genügend Geld eingesammelt worden war, wurde ein erster Auftrag an den dänischen Künstler Bertel Thorvaldsen (1770–1844) vergeben, der 1839 das Schillerdenkmal in Stuttgart geschaffen hatte. Da man sich mit ihm aber nicht einig wurde, wandte man sich schließlich an den renommierten Münchener Bildhauer Ludwig von Schwanthaler (1802–1848), der zur gleichen Zeit bereits mit dem Entwurf für die Statue des Ludwigsmonuments („Langer Ludwig“) in Darmstadt beschäftigt war. Im März 1844 wurde das überlebensgroße Denkmal in Bronze gegossen und am 22. Oktober 1844 auf der Stadtallee (dem heutigen Goetheplatz) feierlich enthüllt, das erste Goethedenkmal im öffentlichen Raum in Deutschland. Die überlebensgroße Statue des Dichterfürsten steht auf einem Sockel, der mit Reliefs verziert ist. Allegorien und szenische Darstellungen verweisen auf Goethes vielseitige Studien und seine bedeutendsten Dichtungen.

Der Künstler stiftete den vom Komitee bewilligten Ehrensold von 5.000 Gulden zum größten Teil für die Armen Frankfurts. Zum Dank wurde ihm daraufhin noch im Oktober 1844 die Ehrenbürgerschaft verliehen.

Das im Zweiten Weltkrieg leicht beschädigte Denkmal erhielt nach der Restaurierung einen neuen Standort in der Gallusanlage, bis es 2007 auf den Goetheplatz zurückkehrte.
(UH)

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Recommended Citation
„Einweihung des Goethe-Denkmals in Frankfurt, 22. Oktober 1844“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/6335> (Stand: 22.10.2025)
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