Hesse in the 19th and 20th Centuries

Frankfurt wird Sitz der Bundesversammlung des Deutschen Bundes, 8. Juni 1815
Am 8. Juni 1815 legen die beim Wiener Kongress versammelten Mächte mit der Deutschen Bundesakte die völkerrechtliche Grundlage des Deutschen Bundes, damals bestehend aus 39 Staaten. Die Stadt Frankfurt am Main wird zugleich Sitz der zentralen Bundesversammlung, wobei das Palais Thurn und Taxis, das 1805 bis 1813 als Residenz des Fürstprimas und Großherzogs von Frankfurt Karl Theodor von Dalberg (1744–1817) gedient hatte, zum Bundespalais ernannt wird.
Der erste Bundestag tagte hier am 5. November 1816. Die Bundesversammlung bestand aus dem Plenum und dem „Engeren Rat“. Im Plenum waren alle Staaten als solche stimmberechtigt, wobei sich die Stimmenstärke nach der Einwohnerzahl richtete. Zwischen 1851 und 1859 war Otto von Bismarck (1815–1898) preußischer Gesandter am Bundestag.
(UH)
- Records
- Wolf D. Gruner, Der Deutsche Bund 1815–1866, München 2012
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 210 f.
- Additional Information
- HStAM Bestand 121 Nr. 3988, Verhandlungen der deutschen Bundesversammlung,1816
- ISG FFM Bestand S7Z Nr. 1816-3, Sitzungssaal für den Engeren Rat der Bundesversammlung im Palais Thurn und Taxis,1816
- Johann Valentin Raab, Staatsmöbel des Hauses Österreich aus dem Palais Thurn und Taxis, nach 1816
- Wikipedia: Konstitutionsergänzungsakte (eingesehen am 10.3.2021)
- Wikipedia: Palais Thurn und Taxis (eingesehen am 10.3.2021)
- Wikipedia: Wiener Kongress (eingesehen am 10.3.2021)
- Wikipedia: Bundestag (Deutscher Bund)(eingesehen am 18.8.2023)
- Recommended Citation
- „Frankfurt wird Sitz der Bundesversammlung des Deutschen Bundes, 8. Juni 1815“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/6099> (Stand: 26.11.2025)
