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Hessische Biografie

Adler, Lazarus Levi [ID = 23690]

* 10.11.1810 Unsleben (Unterfranken), † 5.1.1886 Wiesbaden, jüdisch
Dr. phil. – Rabbiner
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken ↑

Werdegang:

  • fünf Jahre lang Schüler von Hirsch Kunreuther in Gelnhausen
  • 1824 nach Würzburg zum Studium an der Jeschiwa von Oberrabbiner Abraham Bing GND, mit Privatunterricht in den Gymnasialfächern
  • Ablegung einer externen Reifeprüfung
  • 18.10.1830 Immatrikulation an der Universität Würzburg
  • vier Semester Studium, insbesondere bei Johann Jakob Wagner, GND
  • Wintersemester 1832/33 Studium an der Universität München
  • 17.12.1833 Promotion in Erlangen
  • 1833-1839 in Unsleben Assistent seines Vaters Naphtali Hirsch Adler
  • 26.3.1840 Distriktsrabbiner für Bad Kissingen und 23 umgebenden Landgemeinden
  • 1852-1884 Landesrabbiner in Kassel
  • Teilnehmer der Reformsynoden in Leipzig (1869) und Augsburg (1871)
  • 1884 Eintritt in den Ruhestand

Funktion:

  • Kassel, Provinzialrabbiner, Landesrabbiner, 1852-1884

Netzwerk:

Mitgliedschaften:

  • Deutsche Morgenländische Gesellschaft (am 2.10.1845 gegründet, bedeutendste wissenschaftliche Vereinigung deutscher Orientalisten)

Werke:

  • Dissertation: "Die Philosophie des Buches Hiob, begleitet von einer kritisch-philologischen Untersuchung über Verfasser und Zeit desselben". Erlangen 1833
  • Als Herausgeber: Die Synagoge. Eine jüdisch-religiöse Zeitschrift zur Belehrung und Erbauung für Israeliten. 1838
  • Welchen Einfluss soll die allg. Landestrauer auf die Gesinnungen und Handlungen der Landeskinder haben? Eine Predigt bei dem in der Synagoge zu Kissingen am 19. Dec. 1841 stattgefundenen Trauer-Gottesdienst für die höchstselige Königin Witwe F. W. Caroline von Bayern. Würzburg 1841
  • Die bürgerliche Stellung der Juden in Bayern (1846)
  • Deutsches Lesebuch für israelitische Schulen. Kassel 1864
  • Die Hauptlehren der jüdische Religion. Ein kurzgefaßter Leitfaden für den Confirmanden-Unterricht. 1872
  • Hillel und Schamai, oder, Die conservative Reform und der stabile Conservatismus: Eine Friedensstimme an die Gemeinden Israels und ihre Führer. Straßburg 1878

Lebensorte:

  • Unsleben; Gelnhausen; Würzburg; München; Erlangen; Bad Kissingen; Kassel; Wiesbaden
Familie ↑

Vater:

Adler, Naphtali Hirsch, Rabbiner

Mutter:

Rosenberg, Deila

Partner:

  • Sander, Bertha, geboren 1822 in Sommerhausen, Trauung am 24.1.1843
Nachweise ↑

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

HHStAW Bestand 3008/1 Nr. 11884. – Halbkörperporträt an einem Lesepult stehend (Gemälde/Zeichnung)

Zitierweise ↑
„Adler, Lazarus Levi“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/130273856> (Stand: 31.10.2026)