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Jüdische Grabstätten

Adler, Lazarus (1886) – Wiesbaden, Alter Jüdischer Friedhof

Grab Nr. 505, Wiesbaden, Alter Jüdischer Friedhof, Gemarkung Wiesbaden, Landeshauptstadt | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Kunststein

Größe:

36 x 135 x 35 cm (B x H x T)

Platzierung:

stehend

Bemerkungen:

Der Obelisk ist an den Sockel gelehnt.

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

Hebräische Transkription der Inschrift

Zoom Symbol

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht

der Raw ha-Gadol, mit drei

Kronen gekrönt: mit der Krone

der Tora, der Priesterschaft und des guten Namens,

unser Meister und Lehrer Rabbi Elieser, Sohn unseres Meisters

Naftali Hirsch Adler

ha-Kohen. Er war Vorsitzender der Rabbinatsgerichtes und

Lehrer der Gerichtsbarkeit in den heiligen Gemeinden Kissingen, Kassel

und Umgebung während vieler Jahre

bis ins hohe Alter. Seine Seele

stieg auf in die Höhen am 28. Tewet

[5]646 n.d.k.Z.

Ein gewissenhafter Mann, vielgepriesen in den Toren.

Dein Herz und dein Mund waren untadelig.

Deine (Gottes)furcht und deine Wohltätigkeit werden immer und ewig bestehen bleiben.

Du beschäftigtest dich stets mit der Tora und mit....

Dein Andenken wird nicht verloren gehen bei den zukünftigen Generationen.

Viel Gutes ist verborgen im Himmel für dich.

Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.

(Deutsche Inschrift:)

Hier ruht

Dr. Lazarus Adler

emeritierter kurhessischer

Landrabbiner

geb. in Unsleben 10. Nov. 1810

gest. in Wiesbaden 5. Jan. 1886.

Sprache der Vorderseite:

deutsch, hebräisch

Sprache des Sockels:

deutsch

Ausführung:

segnende Priesterhände

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Adler, Lazarus

    Geburtstag

    10.11.1810

    Sterbetag

    5.1.1886

    Geschlecht

    männlich

    Herkunftsort

    Unsleben

    Wohnort

    Wiesbaden

    Beruf

    Rabbiner

    Funktion

    Landrabbiner

    Weitere Angaben

    Lehrer der Gerichtsbarkeit in Kissingen sowie Kassel und Umgebung, emeritierter kurhessischer Landrabbiner

Anmerkungen:

Vater: Naftali Hirsch Adler ha-Kohen

Indizes

Personen:

Elieser, Sohn des Naftali Hirsch Adler ha-Kohen (jüdische Namenform) · Kohen, Naftali Hirsch Adler ha- · Adler ha-Kohen, Naftali Hirsch · Adler, Elieser · Lazarus Adler · Adler, Lazarus

Orte:

Bad Kissingen · Kassel · Unsleben · Wiesbaden

Sachbegriffe:

Kohanim · segnende Priesterhände · Priesterhände, segnende · kurhessische Landrabbiner · Landrabbiner · Lehrer der Gerichtsbarkeit · Raw ha-Gadol · Rabbi · Meister · Lehrer · Vorsitzende des Rabbinatsgerichts · Rabbinatsgerichte · Rabbinatsgerichte, Vorsitzende

Nachweise

Bearbeitung:

Christa Wiesner und Frank Wiesner, 1987ff., bearbeitet von Bernd Vielsmeier, 2012

Bildnachweise:

Bildarchiv Foto Marburg B 7333/3; 05/21-10 + 05/21-16 + 05/21-17; Sockel: 05/21-18 + 05/21/19 + 05/21-20

Fotos:

Zitierweise
„Adler, Lazarus (1886) – Wiesbaden, Alter Jüdischer Friedhof“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/9487> (Stand: 28.2.2015)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde