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Olympische Spiele in Berlin, 1.-16. August 1936

In Berlin finden vom 1.-16. August 1936 die 11. Olympischen Sommerspiele statt. Die Segelwettbewerbe werden auf der Kieler Förde ausgetragen.
1930 hatte Reichsinnenminister Joseph Wirth Berlin bei der Tagung des Internationalen Olympischen Komitees in Berlin die Bewerbung der Reichshauptstadt erklärt, wo schon die Olympischen Spiele 1916 ausgetragen werden sollten, die dann wegen des Ersten Weltkriegs abgesagt wurden. Von den Bewerberstädten um die Spiele, unter ihnen auch Frankfurt am Main, blieben zum Schluss nach Auswahlverfahren nur noch Berlin und Barcelona, von denen sich Berlin schließlich im März 1931 durchsetzen konnte.

Die nationalsozialistische Reichsregierung nutzte die Vorbereitung und Durchführung der Olympischen Spiele zu einer großangelegten internationalen Propaganda. Vor allem umfangreichen Olympiabauten, in deren Zentrum das Berliner Olympiastadion stand, der gigantische Aufwand und die perfekte Organisation sollten das nationalsozialistische Deutschland in bestem Licht erscheinen lassen. Obwohl die Reichsregierung gegenüber dem Olympischen Komitee die strikte Einhaltung der olympischen Regeln und damit das Verbot jeder Diskriminierung von Sportlern hatte zusagen müssen, wurden Sportler anderer Herkunft und Hautfarbe offen benachteiligt. Insgesamt nahmen an die Spielen 3.961 Sportlerinnen und Sportler aus 49 Nationen teil. Die deutsche Mannschaft schnitt mit 33 Gold-, 26 Silber- und 30 Bronzemedaillen mit deutlichem Abstand vor den USA am erfolgreichsten ab.
(OV)

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Olympische Spiele in Berlin, 1.-16. August 1936“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/2495> (Stand: 5.7.2019)
Ereignisse im Juli 1936 | August 1936 | September 1936
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