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Hessische Biografie

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Portrait

Ernst Heymann
(1870–1946)

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Heymann, Ernst [ID = 9540]

* 6.4.1870 Berlin, † 2.5.1946 Tübingen, evangelisch
Prof. Dr. jur.; Dr. oec. – Jurist, Professor
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1889 Abitur am Maria-Magdalenen-Gymnasium in Breslau (heute Wrocław/Polen)
  • 1889-1892 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Breslau
  • 21.12.1892 Erstes Juristisches Staatsexamen
  • 3.11.1894 Promotion zum Dr. jur. in Breslau
  • 1.4.1896 Habilitation in Breslau
  • 18.10.1898 Lehrauftrag für Deutsches und Handelsrecht an der Universität Breslau
  • 28.2. zum 1.4.1899 außerordentlicher Professor für Deutsches Recht und Zivilprozess an der Universität Berlin
  • 10.3. zum 1.4.1902 ordentlicher Professor für deutsches Recht und Handelsrecht in Königsberg; eingeführt am 2.5.1902
  • 11.2. zum 1.5.1904 Versetzung an die Universität Marburg als ordentlicher Professor für deutsche Rechtsgeschichte, deutsches Privat-, Handels- und Bürgerliches Recht; auch Vorlesungen über Kirchenrecht und See- und Wechselrecht
  • 11.6.1913 Geheimer Justizrat
  • 5.1. zum 1.4.1914 ordentlicher Professor für Deutsches Recht an der Universität Berlin
  • seit 1918 ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
  • 1926-1938 Sekretar der philosophisch-historischen Klasse der Akademie, danach zunächst bis 1939 kommissarischer Vizepräsident und von 1939 bis 1942 Vizepräsident
  • langjähriger Vorsitzender der Akademiekommissionen „Deutsches Rechtswörterbuch“, „Deutsche Kommission“ und „Vocabularium Iurisprudentiae Romanae“ sowie Justizsachverständiger der Akademie
  • seit 1926 wissenschaftlicher Berater des Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (später Max-Planck-Gesellschaft)
  • 1937-1946 Direktor des Instituts und Wissenschaftliches Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft als Nachfolger Ernst Rabels nach dessen vom NS-Regime erzwungenen Amtsniederlegung
  • 1944 Übersiedlung des Instituts nach Tübingen im Rahmen der Evakuierung Berlins
  • 1931-1933 Präsident der Juristischen Gesellschaft zu Berlin, Mitglied der Zentraldirektion und Leiter der Abteilung „Leges“ der Monumenta Germaniae Historica
  • 5.1934 Mitbegründer im Ausschuss für Rechtsphilosophie innerhalb der nationalsozialistischen Akademie für Deutsches Recht
  • 1939 Autor einer Festschrift zum 50. Geburtstag Adolf Hitlers

Funktion:

  • Marburg, Universität, Juristische Fakultät, Dekan, 1906
  • Marburg, Universität, Juristische Fakultät, Dekan, 1912-1913

Studium:

  • 1889-1892 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Breslau

Akademische Qualifikation:

  • 3.11.1894 Promotion zum Dr. jur. in Breslau
  • 1.4.1896 Habilitation in Breslau

Akademische Vita:

  • Breslau, Universität / Juristische Fakultät / Deutsches und Handelsrecht / Privatdozent / 1898-1899
  • Berlin, Universität / Juristische Fakultät / Deutsches Recht und Zivilprozess / außerordentlicher Professor / 1899-1902
  • Königsberg, Universität / Juristische Fakultät / Deutsches Recht und Handelsrecht / ordentlicher Professor / 1902-1904
  • Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Deutsche Rechtsgeschichte, Deutsches Privat-, Handels- und Bürgerliches Recht, auch Kirchenrecht und See- und Wechselrecht / ordentlicher Professor / 1904-1914
  • Berlin, Universität / Juristische Fakultät / Deutsches Recht / ordentlicher Professor / 1914-1943

Akademische Ämter:

  • 1906 und 1912-1913 Dekan der Juristischen Fakultät der Universität Marburg

Mitgliedschaften:

  • ab 1918 ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
  • 1925 korrespondierendes Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften
  • 1931-1933 Präsident der Juristischen Gesellschaft zu Berlin

Werke:

Lebensorte:

  • Breslau; Berlin; Königsberg (Preußen); Marburg; Tübingen
Familie

Vater:

Heymann, Theodor, 1842–1913, Geheimer Oberpostrat

Mutter:

Otto, Marie, 1841–1888

Partner:

  • Hahn, Gertrud, (⚭ Peltschütz-Wiltschau 1899) 1874–1954, Tochter des Konstantin Hahn, Rittergutsbesitzer in Peltschütz, Kreis Breslau, und der Martha Wagner
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Heymann, Ernst“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116792221> (Stand: 6.4.2026)