Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118599313
Rein, Johann Justus [ID = 11452]
- * 27.1.1835 Raunheim, † 24.1.1918 Bonn, evangelisch
Prof. Dr. phil. – Geograf, Japanologe, Professor - Andere Namen ↑
-
Weitere Namen:
- Rain, Yohanesu Yusutusu
- Rein, Johannes* Justus
- Wirken ↑
-
Werdegang:
- 1853 schulischer Abschluss am Realgymnasium in Gießen
- bis 1856 Studium an der Universität in Gießen, unter anderem Mathematik, Mineralogie, Geologie, Botanik und Physik
- nach Abbruch des Studiums Lehrer am Scheib-Geisow'schen Institut in Frankfurt am Main
- 1858-1860 Lehrer an der Ritter- und Domschule in Reval (heute Tallinn/Estland)
- 1859 Staatsexamen an der Universität Dorpat (heute Tartu/Estland)
- 9.4.1861 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Rostock
- Lehrer in Reval
- Hauslehrer auf den Bermudainseln
- Privatlehrer in London und Hamilton
- 1863-1868 Lehrer für Englisch und Chemie an der höheren Gewerbeschule in Frankfurt am Main
- 1868-1873 Oberlehrer für Mathematik und Naturwissenschaften an der Musterschule in Frankfurt am Main
- Studienreisen in Europa, Amerika und Nordafrika
- 1873-1875 Forschungsreise im Auftrag der preußischen Regierung in Japan zum Studium von Industrie, Handel und Kunstgewerbe
- galt als besonderer Kenner der traditionellen japanischen Technologien
- 1876-1883 erster Ordinarius für Erdkunde an der Universität Marburg
- 1878 und 1882 Dekan der Philosophischen Fakultät
- Sommersemester 1883 Direktor der wissenschaftlichen Prüfungskommission für Kandidaten des höheren Schulamts
- 1.10.1883 Versetzung an die Universität Bonn
- 1880 Mitglied der Leopoldina
- 22.12.1894 Geheimer Regierungsrat
- Vorsitzender der Niederrheinischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde
- Leiter der evangelischen Gemeinde Bonn
- seit 1900 auch Vorlesungen an der Handelsschule in Köln
- 1910 emeritiert
-
Studium:
- bis 1856 Studium an der Universität in Gießen, unter anderem Mathematik, Mineralogie, Geologie, Botanik und Physik; Staatsexamen in Dorpat
-
Akademische Qualifikation:
- 9.4.1861 Promotion zum Dr. phil. in Rostock
-
Akademische Vita:
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Erdkunde / ordentlicher Professor / 1876-1883
- Bonn, Universität / Philosophische Fakultät / Erdkunde / ordentlicher Professor / 1883-1910
-
Akademische Ämter:
- 1878 und 1882 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg
-
Mitgliedschaften:
- 1880 Mitglied der Leopoldina
- Vorsitzender der Niederrheinischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde
-
Lebensorte:
- Gießen; Frankfurt am Main; Reval; Dorpat; Rostock; London; Hamilton; Marburg; Bonn; Köln
- Familie ↑
-
Vater:
Rein, Kaspar, Grenzaufseher, später Landwirt
-
Mutter:
Schlapp, Margarethe
-
Partner:
- Rein, Marie Elisabeth Caroline von, * 1837
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 21, Berlin 2003, S. 341 f. (Ursula von den Driesch)
- Gundlach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Marburg 1927, Nr.914
-
Bildquelle:
Aura Hertwig creator QS:P170,Q24486500, Professor Johannes Justus Rein 1906, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (Ausschnitt)
- Zitierweise ↑
- „Rein, Johann Justus“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118599313> (Stand: 19.5.2025)
