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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
1116815362
Seliger, Heinrich [ID = 16974]
- * 13.12.1888 Wolfsburg, † 17.10.1956 Frankfurt am Main, evangelisch
Lehrer, Magistratsoberschulrat, Kommunalpolitiker - Wirken ↑
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Werdegang:
- 1894-1903 Schulbesuch in Helmstedt
- bis 1913 Lehrerausbildung in Weferlingen und Halle
- 1.4.1914 nach absolvierter Lehrerausbildung Eintritt in den Schuldienst der Stadt Frankfurt am Main als Lehrer an der Günthersburgschule
- Teilnahme am Ersten Weltkrieg
- 1919 führendes Mitglied des Frankfurter Lehrervereins
- 1920 Eintritt in die SPD
- 1921 (auf Vorschlag der SPD) Wahl zum ehrenamtlichen Frankfurter Stadtrat
- 1924 und 1928 in diesem Amt bestätigt
- weiterhin als Lehrer mit reduzierter Stundenzahl tätig
- 1926 Vorsitzender der Berufsschuldeputation
- 1928 Ernennung zum Magistratsschulrat
- 12.3.1933 durch Verfügung des kommissarischen Regierungspräsidenten in Wiesbaden bis auf weiteres von seinem Amt als ehrenamtlicher Stadtrat beurlaubt
- kurzzeitige Verhaftung und Durchsuchung seiner Büroräume
- 15.3.1939 Austritt aus der SPD
- Beurlaubung als Magistratsschulrat
- Loyalitätsbekundung gegenüber der Regierung mit dem Ziel der Aufhebung der Maßnahmen erfolglos
- mit Wirkung zum 1.3.1934 aufgrund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums als Magistratsschulrat entlassen
- 1934-1944 Mitglied der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV)
- 1.7.1945 erneute Einstellung als Magistratsschulrat nach Antrag vom 28.4.1945
- 1946-1954 hauptamtlicher Frankfurter Stadtrat bzw. Schuldezernent
- 1947 Ernennung zum Magistratsoberschulrat
- vordringliche Aufgaben waren Wiederaufbau des Frankfurter Schulwesens, Schaffung von Unterrichtsräumen und Instandsetzung des Frankfurter Landschulheims Wegscheide
- ab 1946 Vorsitzender der Stiftung Wegscheide
- 1954 Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- 1.7.1954 als hauptamtlicher Stadtrat in den Ruhestand verabschiedet
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Funktion:
- Frankfurt am Main, Ehrenamtlicher Stadtrat (SPD), 1921-1933
- Frankfurt am Main, hauptamtlicher Stadtrat und Schuldezernent, 1946-1954
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Lebensorte:
- Helmstedt; Weferlingen; Halle an der Saale; Frankfurt am Main
- Familie ↑
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Vater:
Seliger, Gustav Gottlieb Heinrich, Volksschullehrer
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Partner:
- Hampel, Charlotte Elisabeth, (⚭ Magdeburg-Sudenburg 2.7.1914) * Magdeburg 6.10.1883, † Frankfurt am Main 3.1.1959, Volksschullehrerin
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Verwandte:
- Seliger, Ottilie <Tochter>, * Magdeburg 28.12.1918
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 903 Nr. 364 (Frankfurt, Sterbenebenregister, 1959, Nr. 87)
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Literatur:
- Bermejo, Die Opfer der Diktatur. Frankfurter Stadtverordnete und Magistratsmitglieder als Verfolgte des NS-Staates, Frankfurt am Main 2006, S. 335 ff.
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 375 (Reinhard Frost)
- Zitierweise ↑
- „Seliger, Heinrich“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1116815362> (Stand: 14.11.2025)
