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Portrait

Eberhard Beckmann
(1905–1962)

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GND-Nummer

116106336

Beckmann, Eberhard [ID = 871]

* 8.1.1905 Rheine (Westfalen), † 3.1.1962 Gießen, katholisch
Schriftsteller, Journalist, Landwirt, Rundfunk-Intendant
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Geburtsname:

Beckmann, Clemens Eberhard Bernhard

Wirken

Werdegang:

  • Studium der Kunstgeschichte und Germanistik in Münster und Frankfurt am Main
  • Werkstudent im Bergbau, Landwirtschaftseleve, Reichsbahnhilfsangestellter und Bühnenbildner
  • Theaterkritiker, Feuilletonist und Reiseschriftsteller
  • seit 1928 freier Mitarbeiter bei verschiedenen Frankfurter Zeitungen
  • wegen „staatsfeindlicher Tätigkeit“ im März 1933 verhaftet
  • Drangsalierungen wegen „nicht-arischer“ Ehefrau, Rückzug auf den „Dachreiterhof“ in Götzenhain und dessen Bewirtschaftung, wo Familie Beckmann bis 1968 lebte
  • 1945 Referent der Stadt Frankfurt am Main zur Rückführung ehemaliger KZ-Insassen in ein „bürgerliches Leben“
  • September 1945 Leiter des Amtes für die Städtischen Bühnen und Konzerte
  • 1.6.1946 durch die Amerikanischen Besatzungsbehörden Intendant von Radio Frankfurt am Main
  • 31.12.1948 durch den Rundfunkrat zum Intendanten des Hessischen Rundfunks gewählt
  • 1950 Gründung der Arbeitsgemeinschaft der westdeutschen Rundfunkanstalten
  • 1952 Vertreter bei der internationalen Wellenkonferenz in Stockholm
  • Förderung der Internationalen Radiouniversität
  • Vorsitzender der ARD-Fernsehkommission
  • Mitglied des Freien Deutschen Hochstifts
  • Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des Frankfurter Bundes für Volksbildung und der Volksbühne
  • Mitglied des Vollzugsausschusses der deutschen UNESCO-Kommission
  • 1955 im Amt des Intendanten bestätigt
  • 1955 Großes Bundesverdienstkreuz
  • 1956 Goetheplakette des Landes Hessen

Lebensorte:

  • Frankfurt am Main
Familie

Vater:

Beckmann, Clemens, zunächst Elementarschul-Lehrer in Rheine, dann Oberschullehrer

Mutter:

Hübers, Caroline

Partner:

  • Leoni, Editha, * Remscheid 2.8.1903, † Bad Homburg 17.6.1991, evangelisch, Dr. phil., sie wurde mit einer Arbeit über „Clemens Brentano und die deutsche Barocklyrik“ an der Universität Frankfurt am Main 1932 promoviert, Heirat Remscheid 4.5.1929, Tochter des Daniel Richard Leoni, Kaufmann in Remscheid, und der Luise Emilie Frida Hasenclever

Verwandte:

  • Beckmann, Peter <Sohn>, Landeswahlleiter in Hessen
  • Beckmann, Cornelia <Tochter>
  • Beckmann, Rainer <Sohn>
Nachweise

Quellen:

  • Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt am Main, Rep. 517 und 580: Nachlass.
  • Forschungen von Gernot Schmidt, Dreieichenhain, März 2018
  • HStAM Bestand 905 Nr. 437 (Gießen, Sterbenebenregister, 1962, Nr. 31)

Literatur:

  • Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 51 f. (Sabine Hock)
  • Internat. Biograph. Archiv (Munzinger-Archiv) Lieferung 18/55 vom 7.5.1955
Zitierweise
„Beckmann, Eberhard“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116106336> (Stand: 8.1.2026)