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4726 Grebendorf
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 26. Asbach

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Grebendorf

Ortsteil · 160 m über NN
Gemeinde Meinhard, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

2,5 km nördlich von Eschwege etwas jenseits der Werra am Fuße des Meinhards gelegen

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof Haltepunkt der Eisenbahnlinie Eschwege/Niederhone – Leinefelde ("Kanonenbahn I") (Inbetriebnahme der Strecke 15.5.1875).

Ersterwähnung:

1262

Historische Namensformen:

  • Grebendorf (1308)
  • Gravendorf (1329)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3574573, 5675138
UTM: 32 U 574469 5673307
WGS84: 51.20630582° N, 10.06602462° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636007020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 757, davon 357 Acker (= 47.16 %), 62 Wiesen (= 8.19 %), 232 Holzungen (= 30.65 %)
  • 1961 (Hektar): 758, davon 208 Wald (= 27.44 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Grebendorf: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • undatiert: Amt Eschwege
  • 1627-1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Eschwege
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Harz-Departement, Distrikt Heiligenstadt, Kanton Wanfried
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Eschwege
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • Die Gerichtsbarkeit im Dorf stand nach einem Weistum von 1494 dem Kloster Heydau allein zu. Allerdings war 1435 ein Teil des Gerichts hessisches Lehen der von Eschwege (Rev.).
  • 1822-1834: Fürstlich Rotenburgisches Justizamt Eschwege
  • 1834: Kurfürstliches Justizamt Eschwege I
  • 1867: Amtsgericht Eschwege
  • 1879: Amtsgericht Eschwege

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur neu gebildeten Gemeinde Meinhard zusammengeschlossen, deren Ortsteil und Gemeindeverwaltungssitz Grebendorf seitdem ist.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kirche s. Georgii
  • Ein "plebanus" zuerst 1262 genannt

Patronat:

Der einstige Patron der Kirche s. Georgii war das Kloster Heydau. Seit der Reformation hatte der hessische Landgraf das Patronat der Pfarrei inne.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Wiese alias Marburg 1553-1600

Von 1527-1553 wurde Grebendorf von dem Eschweger Kaplan Cyriacus Wiese, Vater des Johannes Wiese, versehen.

Kirchliche Mittelbehörden:

Die Kirche s. Georgii stand unter dem Archidiakonat Dorla.

Seit der Reformation Pfarrei der Klasse Eschwege

Vom 17. Jahrhundert bis 1836 als Vikariat mit dem Diakonat der Neustadt Eschwege verbunden

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Grebendorf, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5843> (Stand: 4.12.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde