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Nieder-Wöllstadt

Ortsteil · 125 m über NN
Gemeinde Wöllstadt, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Kloster

Lagebezug:

6 km südlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Am Gänsbach gelegen.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Kassel – Frankfurt am Main ("Main-Weser-Bahn") (Inbetriebnahme der Strecke 10.5.1850) seit 1865 (mittlerweile nur noch Halt von S-Bahnen).

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3483749, 5571615
UTM: 32 U 483681 5569826
WGS84: 50.28034128° N, 8.770956189° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440025010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 4062, davon 2889 Acker, 876 Wiesen, 98 Wald
  • 1961 (Hektar): 1017, davon 12 Wald (= 1.18 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 2626, davon 1831 evangelisch (= 69.73 %), 727 katholisch (= 27.68 %)
  • 1970: 3031 Einwohner

Diagramme:

Nieder-Wöllstadt: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 790: Wettereiba (in pago Wetdereiba)
  • 1787: Grafschaft Solms-Rödelheim, Amt Nieder-Wöllstadt
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Nieder-Wöllstadt (zur Standesherrschaft Solms gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Nieder-Wöllstadt (zur Standesherrschaft Solms gehörig)
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Vilbel
  • 1823: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Butzbach
  • 1829: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Friedberg (verlegt aus Butzbach)
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1820-1823: standesherrliches Amt Nieder-Wöllstadt
  • 1823: Landgericht Friedberg
  • 1879: Amtsgericht Friedberg

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 zur Gemeinde Wöllstadt.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Seit 790 erhält das Kloster Lorsch zahlreiche Privatschenkungen in Wöllstadt. 1057 schenkt König Heinrich IV. der Chuneza zehn Hufen in Wöllstadt zu Eigen.
  • 1253 verzichtet Philipp von Falkenstein auf seine Ansprüche an Güter zu Nieder-Wöllstadt, die er von der Mitgift seiner Frau her hat. 1255 verzichtet Ulrich von Münzenberg auf alle Rechte und das Patronat zu Wöllstadt zugunsten des Deutschen Ordens in Sachsenhausen, der seitdem bedeutendster Grundherr in Nieder-Wöllstadt war.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

ab 1235 eigenständige Pfarrei mit Filial Ober-Wöllstadt

Patronat:

1221: Herren von Münzenberg

1235: Deutschordenskommende Sachsenhausen

Klöster:

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Eberhard Weckmann bis 1546

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzbistum Mainz, Archidiakonat Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Niederwöllstadt

Kultur

Schulen:

Schulmeister: Jost Unckel um 1587

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Nieder-Wöllstadt, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11999> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde