Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Ober-Lais

Stadtteil · 255 m über NN
Gemeinde Nidda, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

14,5 km nördlich von Büdingen

Ersterwähnung:

(750-802)

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3507137, 5586862
UTM: 32 U 507060 5585067
WGS84: 50.4175926° N, 9.099368344° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440016100

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2312, davon 1273 Acker, 603 Wiesen, 344 Wald
  • 1961 (Hektar): 583, davon 86 Wald (= 14.75 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 658, davon 628 evangelisch (= 95.44 %), 30 katholisch (= 4.56 %)
  • 1970: 706 Einwohner

Diagramme:

Ober-Lais: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 705-802: Wettereiba
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Anteil am Fürstentum Oberhessen), Amt Nidda, Gericht Fauerbach
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Nidda
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Nidda
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Nidda
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
  • 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1787: Gericht Fauerbach
  • 1821: Landgericht Nidda
  • 1879: Amtsgericht Nidda

Gemeindeentwicklung:

Am 1.12.1970 zur Stadt Nidda.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • (750-802) übträgt Gervint dem Kloster Fulda Besitz in Lais.
  • 1187 überträgt Graf Berthold II. von Nidda den Johannitern in Nidda Güter und den kleinen Zehnten in Lais.

Zehntverhältnisse:

Die Formulierung in der Urkunde von 1187 Leizhaha minor bezieht sich auf den kleinen Zehnten. 1279 befreit Wigand, Ritter zu Nidda, die Johanniter zu Nidda für ihren in Ober-Lais liegenden Hof (curia) vom Zehnten.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Bis 1851 Filial von Wallernhausen.

Bekenntniswechsel:

Da bis 1851 Filial von Wallernhausen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Wallernhäuser Pfarrer Bechtold Ringshausen ab 1527.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ober-Lais, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12147> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde