Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Aulendiebach

Dorf · 163 m über NN
Gemeinde Büdingen, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

4 km nordwestlich von Büdingen

Ersterwähnung:

1403

Siedlungsentwicklung:

Zur Siedlungsentwicklung vgl. das bereits 1272 belegte, heute wüste Katzendiebach

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • Zur Siedlungsentwicklung vgl. das bereits 1272 belegte, heute wüste Katzendiebach

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3504923, 5575470
UTM: 32 U 504846 5573679
WGS84: 50.31520218° N, 9.068069348° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440004010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1182, davon 1016 Acker, 90 Wiesen, 23 Wald
  • 1961 (Hektar): 463, davon 171 Wald (= 36.93 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 554, davon 478 evangelisch (= 86.28 %), 63 katholisch (= 11.37 %)
  • 1970: 545 Einwohner

Diagramme:

Aulendiebach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Isenburg-Büdingen, Amt Büdingen, Gericht Büdingen
  • 1806: Fürstentum Isenburg, Amt Büdingen, Gericht Büdingen
  • 1816: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Büdingen (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Büdingen (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Büdingen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1499: Gericht Büdingen (links des Diebaches)
  • 1822: Langericht Büdingen
  • 1879: Amtsgericht Büdingen

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Stadt Büdingen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Friedrich, Abt zu Selbold, Inspektor des Klosters Konradsdorf, sowie Katharina v. Kolnhausen, Meisterin des Klosters Konradsdorf, verkaufen 1403 mit Einwilligung des Johann v. Isenburg-Büdingen und der Herren Gottfried und Eberhard v. Eppstein dem Gise v. Windhausen und seiner Frau Gela vier Höfe zu Aulendiebach, von denen zwei im Büdinger und zwei im Ortenberger Gericht liegen.
  • 1438 bekundet Werner von Eppstein-Münzenberg, dass er Frank dem Älteren von Kronberg u.a. den Anteil an Diebach verkauft habe (Battenberg, Stolberger Urkunden Nr. 405, S. 108).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1460: Kirche
  • 1472 verkaufen Henne v. Fleckenbühl und seine Frau Gele den Baumeistern der St. Gehulfskirche zu Aulendiebach für 120 Gulden Frankfurter Währung 5 1/2 Morgen Wiesen zu Büches, gelegen hinter dem Hain in der Büdinger Gemarkung (Battenberg, Isenburger Urkunden 2 Nr. 2778, S. 688)

Pfarrzugehörigkeit:

In der Reformationszeit Filial von Büdingen, später Filial von Rohrbach.

Vermutlich zum Kirchspiel Rohrbach gehörig

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Büdingen, Einführung der Reformation vermutlich um 1535.

Reformierter Bekenntniswechsel: um 1600 durch Wolfgang Ernst I. zu Isenburg-Birstein, 1635 wieder lutherisch unter hessen-darmstädtischer Herrschaft, 1642 wieder reformiert unter Isenburger Herrschaft

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Aulendiebach, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11982> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde