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Burg Mörlenbach

Burg
Gemarkung Mörlenbach, Gemeinde Mörlenbach, Landkreis Bergstraße 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Burg

Lagebezug:

8 km südöstlich von Heppenheim

Lage und Verkehrslage:

Burgtyp: Wasserburg; Landesburg; Grenzburg

Lage: Etwa in der Ortsmitte von Mörlenbach

Besitzgeschichte: (1426: Ersterwähnung; Einsetzung des Amtmanns Hartmann Ulner von Dieburg; zu den Amtmännern des 15. Jahrhunderts in Mörlenbach siehe: Gemeinde Mörlenbach, S. 67, 71, 73). 1461: Der Mainzer Erzbischof Dieter von Isenburg verpfändet das Oberamt Starkenburg an die Kurpfalz; Besitzergreifung erfolgte 1463. Die Verpfändung erfolgte im Zusammenhang mit der Mainzer Stiftsfehde. Erst im Jahre 1620, als der pfälzische Kurfürst Friedrich V. im Zuge seiner Thronbesteigung in Böhmen beim Kaiser in Ungnade fiel, ging die Herrschaft über das Oberamt Starkenburg an Kurmainz zurück.

Burg_Funktion Sicherungsfunktion gegen die Kurpfalz. Im 15. Jahrhundert zumeist mit Amtmann besetzt.

Baubeschreibung: "Bekannt nur aus der historischen Überlieferung und einem Lageplan J. Seifriedts von 1789. (...) Im 18. Jh. hatte sich der ursprünglich wehrhafte Charakter der als Gut dienenden Anlage sicherlich stark verändert, doch gibt der Lageplan im wesentlichen die mittelalterliche Wasserburg wieder. Das unregelmäßig Run der Burg von mehrfach gebrochener Mauer umgeben, an der Hauptangriffsseite ein schmaler Zwinger (...). Ein kleines Halbrundtürmchen trat vor die äußere Zwingermauer. Der zwinger von quadratischen Türmen flnakiert. Um die Anlage nasser Graben, davor umlaufender Erdwall. Zumindest das als Gutswohnhaus dienende Gebäude hinter der Zwingerseite wird auf das Mittelalter zurückgehen und die Stelle des Palas bezeichnen." (Einsingbach, Kunstdenkmäler Bergstraße, S. 386)

Abgang: Unter der kurpfälzischer Pfandschaft verlor Mörlenbach seine strategische Bedeutung und die Burganlage verfiel. Das Schloßhofgut wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert abgebrochen und die Wassergräben eingeebnet.

Statistik

Ortskennziffer:

43101702013

Nachweise

Quellen:

  • Lageplan von J. Seifriedts von 1789 (StD Kartenabt. 1004. Farbig angelegte Tuschzeichnung; 14,6 : 13,5 cm)

Literatur:

Zitierweise
„Burg Mörlenbach, Landkreis Bergstraße“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14805> (Stand: 28.5.2014)
 
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