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Burg Falkenberg

Burg; Schloss · 275 m über NN
Gemarkung Falkenberg, Gemeinde Wabern, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Burg; Schloss

Lagebezug:

Im Norden des Ortes Falkenberg gelegen.

Lage und Verkehrslage:

4 km nördlich Homberg. Dicht nördlich des Ortes Falkenberg. Die Ruinen der wüsten (Ober-)Burg auf einem kleinen, bewaldeten Bergkegel.

Ersterwähnung:

1250

Weitere Namen:

  • Alte Burg
  • Oberburg

Siedlungsentwicklung:

Anfang 16.Jahrhundert Erbauung der Unterburg. Danach Verfall der Oberburg, seit 1621 Oberburg im Abbruch.

Erhalten sind von der Oberburg quadratischer, wohnturmartiger Bergfried sowie im Westen und Osten Umfassungsmauer.

Unterburg um 1560 erweitert.

1640 und 1762 große Zerstörung durch Krieg.

1771: Brand.

1775/78: Ausbau (stattlicher Fachwerkbau von unregelmäßiger Gestalt).

1924/25: durchgreifende Erneuerung.

1967: Umbau zum Hotel.

Historische Namensformen:

  • Walkenberc, in (1250) [Wenck HLG III Urkundenbuch Nr. 134]
  • Valkenberg (1258)
  • Falkenberg (1266)
  • Falckenpergk, von (1527)
  • Falgkenberg (1527)

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1309: burk.
  • 1321 und 1322: castrum.
  • 1362: hus.
  • 1420: Schloß.
  • 1521: Oberburgk und Vnderburgk.
  • 1609: Haus.
  • 1613: Schloß.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3527835, 5659753
UTM: 32 U 527750 5657929
WGS84: 51.07220335° N, 9.39608391° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63402501004

Verfassung

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1250: Burg Falkenberg Eigentum der von Hebel.
  • 1270: Die von Hebel tragen den Namen von Falkenberg.
  • 1309: Die von Falkenberg haben Burg Falkenberg als hessisches Lehen.
  • 1321: Die von Falkenberg werden mainzische Burgmannen zu Fritzlar und öffnen Mainz ihre Burg;
  • 1322 und 1338: Huldigungen an Mainz.
  • 1338: Die von Falkenberg durch Hessen mit Dörfern gegen Öffnung der Burg Falkenberg (ausgenommen gegen Mainz) belehnt.
  • 1354: Erzbischof Gerlach von Mainz tritt Falkenberg förmlich an Hessen ab, seitdem unangefochten im Besitz der Landgrafen.
  • 1420: Werner von Falkenberg verpfändet den von Urff seinen Teil am Schloss Falkenberg.
  • 1575/85: Die von Falkenberg haben Schloss Falkenberg als hessisches Lehen.
  • 1613: Mit Aussterben der von Falkenberg Heimfall an Hessen.
  • 1616: Landgraf Moritz schenkt Schloss Falkenberg seiner Gattin Juliane. Von deren Sohn Moritz nach seinem Tod 1633 an Hessen-Rotenburg gekommen.
  • 1828: Verkauf durch den letzten Rotenburger an den Ober-Forstmeister E. von Blumenstein.
  • 1872: Im Besitz von J. G. von Alvensleben.
  • 1899: Justizrat Renner (Kassel).
  • 1900: Wilde.
  • 1901: Dr. Hilberg (Berlin).
  • 1910: Gräfin Isenburg (Birstein), Dr. Lippolde (Hannoversche Landesbank),
  • 1910: Freiherr von Droste-Hülshoff.
  • 1919: Geheimrat von Oswald (Burgwedel),
  • 1933-60: Oskar Henschel und seine Mutter, Baronin von Radowitz.
  • 1960: Hessische Heimat.
  • 1967/68: Errichtung von 2 Vollbauernstellen; Schloss an Hotelier H. Hauchwitz, der ein Hotel "Schloß Falkenberg" darin einrichtete.

Ortsadel:

1266-1613.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1258: plebanus.
  • 1521: Burgkapelle.
Kultur

Sonstiges:

Bezeichnung der Burg: burk (1309); castrum (1321 und 1322); hus (1362); Schloss (1420); Oberburgk (1521).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Burg Falkenberg, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4101> (Stand: 8.11.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde