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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 76. Eiterfeld

Oberstoppel

Ortsteil · 410 m über NN
Gemeinde Haunetal, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12,5 km südlich von Bad Hersfeld

Ersterwähnung:

1241

Siedlungsentwicklung:

Die ersten Erwähnungen können sich auch auf Unterstoppel beziehen, mit dem Oberstoppel überhaupt ähnliche Wege ging.

Historische Namensformen:

  • Stupfele (1241)
  • Stapfil (1353)
  • Stupfel (1371)[Fuld. Adelsarch., von Bimbach]
  • Oberstopfel (1402) [Fuld. Kopiar 11, 633]
  • Oberstoppeln (1409) [Vertr. mit von Haun]
  • Ober Stopfel (1585) [Der ökonomische Staat Landgraf Wilhelms IV.]
  • Oberstoppel
  • Ober-Stoppel
  • Stoppel, Ober-

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • Die ersten Erwähnungen können sich auch auf Unterstoppel beziehen, mit dem Oberstoppel überhaupt ähnliche Wege ging.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3550449, 5624769
UTM: 32 U 550355 5622959
WGS84: 50.75621465° N, 9.713881992° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

632008080

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 174, davon 120 Acker (= 68.97 %), 28 Wiesen (= 16.09 %), 17 Holzungen (= 9.77 %)
  • 1961 (Hektar): 340, davon 155 Wald (= 45.59 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Oberstoppel: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • undatiert: Amt Hauneck
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld Amt Hauneck
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1881: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Hünfeld

Gericht:

  • 1822: Justizamt Hersfeld
  • 1831: Justizamt Niederaula
  • 1867: Amtsgericht Niederaula
  • 1881: Amtsgericht Burghaun
  • 1932: Amtsgericht Eiterfeld
  • 1945: Amtsgericht Hünfeld

Herrschaft:

Dorf des Amts Hauneck, das Hessen 1409 denen von Haun abkaufte [siehe Hauneck (Burg)].

Gemeindeentwicklung:

Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur neu gebildeten Gemeinde Haunetal zusammengeschlossen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Der Ort Stupfele wurde 1241 zum ersten Mal erwähnt, als der Abt Konrad III. von Fulda dortige Güter an seinen Konvent übertrug.
  • Später waren beide Dörfer Besitz der Adligen von Haune.
  • Ab 1409 Besitz der Landgrafen von Hessen.
  • [siehe Hauneck (Burg)].
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Die Kirche war ab 1404 mit Kruspis und von 1585 bis 1607 mit Neukirchen verbunden.

Um 1620 (Verzeichn. der Prediger) war Oberstoppel dann wie 1747 und 1872 Filial von Kruspis (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 499).

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich um 1530.

Kirchliche Mittelbehörden:

Die Kirche stand unter dem würzburgischen Dekanat Geisa (Bach, Kurze Geschichte 21).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Oberstoppel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3329> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde