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5818 Frankfurt a. M. Ost
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Ortskennziffer
41200001007

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Antoniterhof Frankfurt

106 m über NN
Gemarkung Frankfurt, Gemeinde Frankfurt am Main, Stadt Frankfurt am Main
Basisdaten | Geschichte | Besitz | Ausstattung | Nachweise | Zitierweise | Indizes
Basisdaten

Abstract:

Aus einem Geschenk eines Frankfurter Ehepaares an den Antoniterorden entsteht ein großer stattlicher Wirtschaftshof. 1305 wird die anliegende Straße als Antonitergasse bezeichnet, aus der der heute noch gebräuchliche Begriff Töngesgasse hervorgeht.

Orden:

Antoniter

Ordensprovinz:

Generalpräzeptorei Roßdorf

Alte Diözesanzugehörigkeit:

Kirchenprovinz Mainz, Erzbistum Mainz, Archidiakonat St.Batholomäus in Frankfurt

Typ:

Klosterhof

Territorium:

  • Reichsstadt Frankfurt

Lage:

Der Klosterkomplex steht in der später nach ihm benannten Töngesgasse nahe der Konstablerwache.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3477474, 5552909
UTM: 32 U 477408 5551128
WGS84: 50.11196727° N, 8.684031578° O OpenLayers

Geschichte

Geschichte:

Der Hof entsteht 1236 als Niederlassung des Rossdorfer Antoniter-Ordenshauses in einem durch die Frankfurter Eheleute Berthold und Gerhildis Bresto geschenkten Hof. Auf diese Weise werden die Antoniter Frankfurter Bürger.

Zu dem großen Anwesen gehört seit 1297 eine Kirche. Hier werden die Abgaben aus den umliegenden Orten für den Orden gesammelt; auch dienen die Gebäuden als Unterkunft für geistliche Würdenträger.

Nach 1525 verlassen die Antoniter die Niederlassung; der Orden versucht sie in der evangelisch gewordenen Stadt Frankfurt zu verkaufen. 1624 erwerben die Jesuiten und, nach deren Rücktritt vom Vertrag, 1626 die Kapuziner den Stadthof. Nach hundertjährigem Streit zwischen Antonitern und Kapuzinern wird der Hof 1725 von diesen endgültig bezogen. 1802 wird das Kapuzinerkloster säkularisiert.

Ersterwähnung:

1236

Gründungsjahr:

1236

Aufhebungsjahr:

1802

Patrozinien:

St. Antonius der Eremit

Ausstattung

Gebäude:

Auf dem Gelände des Wirtschaftshofes entsteht um 1430 eine kleine gotische Hallenkirche mit einfachen Dachreiter.

Nachweise

Quellen:

Literatur:

Germania Sacra-ID:

30084

Zitierweise
„Antoniterhof Frankfurt, Gemeinde Frankfurt am Main“, in: Klöster <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/kl/id/12964> (Stand: 28.8.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde