Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Neustädter, Jakob (1935) – Bad Soden am Taunus

Grab Nr. 279 → Lageplan (PDF), Bad Soden am Taunus, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Bad Soden am Taunus | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Sandstein

Platzierung:

stehend

Zustand:

zerbrochen · verwittert

Beschreibung:

Doppelgrabstätte, reserviert.

Sonstiges:

Abkürzung: נפ׳ = נפטר

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

 

JAKOB NEUSTÄDTER

[GE]B. 7.1.1850 GEST. 5.4.1935

Rückseite

פ׳ ✡ נ׳

הזקן היקר כ׳ יעקב בן שמואל

נײזטעדטער נפ׳ ביום ו֗ ב֗ ניסן

ת֗ר֗צ֗ה֗ לפק ת֗נ֗צ֗ב֗ה֗

Hier ruht

der teure Greis, der geachtete Jakob, Sohn des Samuel

Neustädter. Er starb am Freitag, 2. Nissan

[5]695 n.d.k.Z. (=5.4.1935) Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.

Sprache der Vorderseite:

deutsch

Sprache der Rückseite:

hebräisch

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Neustädter, Jakob

    Geburtstag

    7.1.1859

    Sterbetag

    5.4.1935

    Geschlecht

    männlich

    Familienstand

    verheiratet

    Herkunftsort

    Wolfskehlen, Kreis Groß-Gerau

    Wohnort

    Höchst

    Weitere Angaben

    Sterbenebenregister Höchst 1935 Nr. 184: Jakob Neustädter, 85 Jahre alt, wohnhaft in Frankfurt, geboren zu Wolfskehlen, Kreis Groß-Gerau, verheiratet mit Henriette, geborene Stern in Frankfurt. Verstorben am 5. April 1935. Der Tod wurde vom Sohn Siegmund Neustädter angezeigt. Die Angabe „wohnhaft in Frankfurt“ muss heißen: Frankfurt Unterliederbach. Die zweite Grabstätte war reserviert für die Ehefrau Henriette, geborene Stern, geboren am 17.12.1858, am 18.8.1942 nach Theresienstadt deportiert und am 4.12.1942 ermordet. Auch die Familie des Sohnes wohnte in Unterliederbach: Siegmund, geboren am 23.6.1895, dessen Ehefrau Jenny, geborene Adler, geboren am 15.1.1893, die beiden Kinder Ruth, geboren am 1.7.1923 und Ilse, geboren am 28.2.1926. Die ganze Familie des Sohnes wurde am 11.11.1941 nach Minsk deportiert und ermordet.

Nachweise

Bearbeitung:

Dr. Lothar Tetzner 2018

Bildnachweise:

Sven Thomas Hammerbeck, Bad Soden am Taunus

Fotos:

Zitierweise
„Neustädter, Jakob (1935) – Bad Soden am Taunus“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/16809> (Stand: 9.5.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde