Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Charol, Isaak, Israel (1898) – Bad Soden am Taunus

Grab Nr. 117 → Lageplan (PDF), Bad Soden am Taunus, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Bad Soden am Taunus | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Sandstein

Platzierung:

stehend

Bemerkungen:

(1) Gemeint ist der Gaon Elijahu von Wilna. Mit dem Hinweis „des frommen Herrn“ ist darauf hingewiesen, dass der Verstorbene ein Anhänger des Chassidismus war. – (2) “Erklärungen des Schor“: Werk des Moses Ephraim Salomon Schor (gest. 1633 in Lublin), Nachfahre des Tossafisten Bekor Schor – damit wird auf die vornehme Herkunft (jichus) des Verstorbenen hingewiesen. – (3) “Zaddik“, Gerechter, ist der Ehrentitel für das Oberhaupt einer chassidischen Gemeinde.

Sonstiges:

Abkürzungen: ר׳ = רב / בהרב = בן הרב / זצ״ל = זכרון צדיק לברכה

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

זאת מצבה

הרב החסיד ר׳ יצחק ישראל

מעיר זלאטאפלי במדינת רוסיא

בהרב משה חרל מגזע הגאון

בעל תבואת שור זצ״ל

נפטר בשבת קודש י״ג סיון

ונקבר למחרתו שנת ת֗ר֗נ֗ח֗

ת֗ נ֗ צ֗ ב֗ ה֗

Dies ist das Grabmal

des frommen Herrn Isaak Israel

aus der Ortschaft Slotopol im Staat Rußland,

Sohn des Herrn Mose Charol aus dem Geschlecht des Gaon (1),

Verfasser des Buches Tebu’ot Schor (2), das Andenken dieses

Gerechten (3) diene zum Segen.

Er starb am heiligen Sabbat, 13. Siwan,

und wurde beerdigt am folgenden Tag des Jahres [5]658.

Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.

Sprache der Vorderseite:

hebräisch

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Charol, Isaak, Israel

    Geburtstag

    um 1839

    Sterbetag

    4.6.1898

    Geschlecht

    männlich

    Familienstand

    verheiratet

    Herkunftsort

    Slotopol

    Wohnort

    Slotopol, Gouvernement Kiew

    Sterbeort

    Bad Soden am Taunus

    Weitere Angaben

    Kurgast in Bad Soden am Taunus; Sterbenebenregister Bad Soden 1898 Nr. 15: Isak Charol, 59 Jahre, wohnhaft und geboren zu Slotopol, Gouvernement Kiew, verheiratet mit Sara, geborene Bernstein, Sohn der Eheleute Moses Charol und Clara, geborene Brodski in Slotopol. Verstorben am 4. Juni 1898. Der 14. Siwan 5658 war Samstag, der 4. Juni 1898. Die Angabe 10. Juni im Protokollbuch ist unrichtig.

Indizes

Orte:

Bad Soden am Taunus · Slotopol · Slotopol, Gouvernement Kiew

Nachweise

Bearbeitung:

Dr. Lothar Tetzner 2018

Bildnachweise:

Sven Thomas Hammerbeck, Bad Soden am Taunus

Fotos:

Zitierweise
„Charol, Isaak, Israel (1898) – Bad Soden am Taunus“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/16622> (Stand: 17.4.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde