Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Oppenheimer, David (1893) – Bad Soden am Taunus

Grab Nr. 92 → Lageplan (PDF), Bad Soden am Taunus, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Bad Soden am Taunus | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Basalt, Marmor, weiß

Platzierung:

stehend

Zustand:

verwittert

Beschreibung:

Grabstein mit eingetieftem Schriftfeld für eingelassene weiße Marmorplatte, oben Loch für die Anbringung eines Sterns, Text zentriert, Zeilen auf תו . . . gereimt, kaum noch lesbar, Text nach dem Muster 8 in Tozeoth Chajjim ergänzt.

Sonstiges:

Abkürzungen: ירא ה׳ = ירא השם / ה״ה = הוא האיש / ונקב׳ = ונקבר

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

פ נ]]

איש ישר וכשר בכל מדותיו

ירא ה׳ וחפץ מאד [ב]מצותיו

הדריך בצדק בכל ב[ני בי]תו

והנ[ה]י[ג] במישרים ב[ני ע]דתו

וע[מ]דה לו ז[כות] צדקתו

ה״ה הפרנס ד֗ו֗ד֗ בן א֗ב֗ר֗ה֗ם֗

נפטר ביום ב֗ ח֗ איר ונקב׳

ביום ג֗ ט֗ בו ת֗ר֗נ֗ג֗ לפ״ק

תנצבה

Hier ruht

ein Mann, aufrecht und geschickt in allen seinen Angelegenheiten,

Gott fürchtend und seine Gebote sehr liebend,

er leitete mit Gerechtigkeit in allem die Söhne seines Hauses

und führte mit Redlichkeit die Söhne seiner Gemeinde,

es bleibe ihm das Verdienst seiner Gerechtigkeit.

Dieser Mann ist der (Gemeinde)vorsteher David, Sohn des Abraham.

Er starb am Montag, 8. Ijjar, und wurde begraben

am Dienstag, 9. desselben, [5]653 n.d.k.Z.(= 25.4.1893)

Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.

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Sockel:

David Oppenheimer

von Hattersheim

geb. 26. Sept. 1836

gest. 23. April 1893

Sprache der Vorderseite:

hebräisch

Sprache des Sockels:

deutsch

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Oppenheimer, David

    Geburtstag

    26.9.1836

    Sterbetag

    23.4.1893

    Bestattungsdatum

    25.4.1893

    Geschlecht

    männlich

    Familienstand

    verheiratet

    Herkunftsort

    Hattersheim

    Wohnort

    Hattersheim

    Weitere Angaben

    Der 8. Ijjar 5653 war der 24. April, die Angabe auf dem Sockel: 23. April stimmt dennoch, da der Tod laut Sterbeurkunde (Hattersheim 1893 Nr.25) „23. April Nachmittags um 9 1/2“ eintrat, nach dem jüdischen Kalender schon der Folgetag. Laut Sterbeurkunde war der Verstorbene verheiratet mit Kätchen, geborene Joseph. Seine Eltern waren Abraham Oppenheimer und dessen Ehefrau Röschen, geborene Jäger, er kam in Hattersheim zur Welt. Seine Mutter Röschen Oppenheimer starb am 3. August 1893 (Grab Nr. 96), dort auch Angaben über Eltern und Geburtsdatum. Eine Tochter (Grab Nr. 23) ist „in der Geburt“ verstorben. Tochter Bertha liegt in Grab Nr.197 und Tochter Eugenie liegt in Grab Nr.147.

Anmerkungen:

Synagoge in der Hofreite von David Oppenheimer; Hattersheim, Erbsengasse (Paul Arnsberg "Die jüdischen Gemeinden in Hessen" Band 1 Seite 339

Nachweise

Bearbeitung:

Dr. Lothar Tetzner 2018

Bildnachweise:

Sven Thomas Hammerbeck, Bad Soden am Taunus

Fotos:

Zitierweise
„Oppenheimer, David (1893) – Bad Soden am Taunus“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/16598> (Stand: 13.5.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde