Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Schott, Hannchen, geborene Moses (?) (1880) – Bad Soden am Taunus

Grab Nr. 37 → Lageplan (PDF), Bad Soden am Taunus, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Bad Soden am Taunus | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Sandstein

Platzierung:

stehend

Beschreibung:

Sandstein, oben Relief mit Blüte

Sonstiges:

Hinter der 7 beim Geburtsdatum fehlt der Punkt; der Hinweis auf Hiob muß heißen: Job 12,9.

Abkürzung:

מקק = מקהילא קדישא

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

פנ

אשה מהוללה ויקרה

מרת חוה אשת יהודה

מקק זאדען נפטרה ביום

ג כ תמוז ונקברה ביום

ד כא תמוז תר״כ ל

.

Hannchen Schott

geborene Moses

geb.d.7 Okt. 1810 gest.d.29.Juni 1880

.

מי לא ידע בכל אלה

כי יד ה׳ עשתה זאת

Hier ruht

eine liebenswerte und geschätzte Frau,

Frau Chawa, Ehefrau des Jehuda,

aus der Heiligen Gemeinde Soden, sie starb am

Dienstag, 20. Tammuz, und wurde begraben am

Mittwoch, 21. Tammuz 620 n.d.k.Z. (= 30.6.1880)

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Hannchen Schott

geborene Moses

geb.d.7 Okt. 1810 gest.d.29.Juni 1880

----------------------------------------------

Wer weiß solches Alles nicht

dass des Herrn Hand allein das getan hat

Job 12,8

Sprache der Vorderseite:

deutsch, hebräisch

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Schott, Hannchen, geborene Moses (?)

    Geburtstag

    7.10.1810

    Sterbetag

    29.6.1880

    Bestattungsdatum

    30.6.1880

    Geschlecht

    weiblich

    Familienstand

    verwitwet

    Herkunftsort

    Oberliederbach

    Wohnort

    Bad Soden

    Weitere Angaben

    Der 20. Tammuz 5620 war Dienstag, der 29. Juni 1880. Sterbenebenregister Bad Soden 1880 Nr. 30: Die Mutter(?) des Metzgers Juda Schott, Hewa, geb. Abraham (?) von Soden, 69 Jahre alt, geboren zu Oberliederbach, Tochter des Moses Abraham und dessen Ehefrau, Name unbekannt. Die Mutter war nach der Geburtsurkunde Gitle aus Welterod. Die Angaben in der Sterbenebenurkunde sind z.T. unrichtig. Nach der Juden-Matrikel der evangelischen Kirchengemeinde Oberliederbach 1774-1817 (HStA 3 2371) war der Vater Moses Hohne (bis 1798 Schutzjude in Unterliederbach, er hatte den Namen Hohne angenommen) in erster Ehe 1787 mit der Witwe des Abraham, einer geborenen Guthroth, verheiratet, die am 23. Juni 1806 mit 47 Jahren starb. In zweiter Ehe heiratete er 1808 Gitle aus Welterod bei Langenschwalbach. Aus dieser Ehe stammte Hannchen Schott, Geburtsname Hebe (Eva). Ihr Bruder, Aaron Moses (geb. 20. Januar 1809), ist nicht identisch mit dem in Grab Nr. 216 liegendem Aaron Moses. Weitere Geschwister waren Sara Hohne (geboren am 5. November 1812) und Aberle Hohne (geboren am 21. Februar 1817).Der Ehemann Juda Schott war geboren am 23. Juli 1803, das Paar hat am 29. Mai 1829 in Bad Soden geheiratet (Register der Juden von Bad Soden 1803-1836).

Indizes

Personen:

Hannchen/ Hebe / Eva / Chawa Schott, geborene Moses oder geborene Abraham · Ehefrau oder Mutter des Metzgers Juda Schott? siehe Sterbeurkunde!

Orte:

Bad Soden · Frankfurt · Oberliederbach

Nachweise

Bearbeitung:

Dr. Lothar Tetzner 2017

Bildnachweise:

Sven Thomas Hammerbeck, Bad Soden am Taunus

Fotos:

Zitierweise
„Schott, Hannchen, geborene Moses (?) (1880) – Bad Soden am Taunus“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/16529> (Stand: 12.5.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde