Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Hessische Biografie

Greiner, Daniel [ID = 1213]

* 27.10.1872 Pforzheim, † 8.6.1943 Jugenheim a. d. Bergstraße, evangelisch
Dr. phil. – Theologe, Pfarrer, Künstler, Schriftsteller, Politiker, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • benannt nach dem ältesten Ahnen der Mutter im Kichenbuch Neckarzimmern: Daniel Elker, Sohn des Konrad Elker aus Bödigheim, verheiratet 1686 mit Anna Maria Döttlein, Bürgerstochter aus Neckarzimmern (vgl. Bummel, S. 16 f.)
  • Gymnasium Worms
  • Studium der Philologie und Theologie an der Universität Gießen
  • Doktor der Philosophie Gießen über Kant
  • 1897-1901 Rektor und Pfarrer in Schotten
  • ab 1901 Bildhauer, Anregung hierzu von Joseph Maria Olbrich
  • Künstlerakademie Paris, Bildhauerschule Berlin
  • 1903 Lehrer an der Großherzoglichen Kunstakademie in Darmstadt, wohnhaft in Jugenheim, 1903-1906 Mitglied der Darmstädter Künstlerkolonie
  • Schaffung von Grabdenkmälern (Grabdenkmal von Rade in Marburg, Merck in Darmstadt, ... in Lüdenscheid; Ehefrau des Sanitätsrat Jakob Becker, 1864-1949, in Gießen-Rodtberg, Johanna, geb. Noll, 1856-1905; Pfarrer Wilhelm Hotz, 1873-1910, in Gießen-Rodtberg)
  • 1904 Darmstadt, Platanenhain: Das sterbende Wasserweib
  • 1905 Gründung der Johannismappe, einer Kunstzeitschrift im Selbstverlag, darin Gesichter, Bilder der Schöpfung, zum Alten Testament und den Evangelien
  • 1911 Maler, Freskomaler in den Kirchen: Kinderkirche auf dem Heuberg, Kruzifix der Johanniskirche in Karlsruhe, der Peterskirche in Heidelberg, der Kirche in Rötteln
  • Kriegsopferdenkmäler (Stockstadt am Rhein, Jülich)
  • Friedensbrunnen und Rathausbrunnen in Jugenheim
  • Lutherbüste in Offenbach
  • Grafiker, Medailleur: Schiller- und Goethe-Medaillen
  • Schriftsteller
  • 1917-1918 Kriegsdienst
  • 1924-1927 (als Nachfolger von Adam Heinrich Ebner) Mitglied des Hessischen Landtags (KPD)

Funktion:

  • Hessen, Volksstaat, 02. Landtag, Mitglied (KPD), 1924
  • Hessen, Volksstaat, 03. Landtag, Mitglied (KPD), 1924-1927

Werke:

  • An die Nacht, Darmstadt: Selbstverlag 1904
  • Jesus. Dramatische Dichtung von Dr. Daniel Greiner mit 6 Steinzeichnungen und Buchschmuck vom Verf., Darmstadt: H. Hohmann 1907
  • Jesus der Zimmermann, Felsberg-Hefte 1. 1921
  • Studien und Skizzen zu einem Selbstbildnis, 3. Felsbergheft, 1926
  • 4. Felsbergheft: Kirmes auf dem Friedhof, Jugenheim
  • Bummel in mein Kinderland. Felsberg-Verlag, Jugenheim a.d.B., 1934
Familie

Vater:

Greiner, Jakob Friedrich*, Regiments-Schuhmacher bei den Dragonern in Mannheim, Gründer der evangelischen Kinderschulen der Stadt Worms und des evangelischen Schwesternhauses Bethesda

Mutter:

Elker, Katharina Christine

Partner:

  • Suppes, Anna Lina Charlotte Emilie*, Heirat Schotten 14.3.1897

Verwandte:

  • Greiner, Hans Baldung <Sohn>, * 8.11.1917
  • Greiner, Waltraud, verlobt 1921 mit Hans Fladung
  • Greiner, Odin <Sohn>, 1904-1969, Bildhauer
  • Greiner, Baldur <Enkel>, * Darmstadt 25.11.1946, 1961 Holzschnitzerlehre in Erbach bei Jan Holzschuh, 1964 Werkkunstschule in Darmstadt, 1968 Hamburger Kunsthochschule, seit 1964 freischaffender Bildhauer in Darmstadt
  • Wißwesser, Paul <Großonkel>, Haupt einer Sekte im Odenwald und Kraichgau, in Mannheim lebend
Nachweise

Quellen:

  • Stadtarchiv Darmstadt St61;
  • Kunstarchiv Darmstadt, Biographisches Material: Greiner

Literatur:

Zitierweise
„Greiner, Daniel“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/140806121> (Stand: 11.9.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde